Der Gottesdienst lädt dazu ein, Abstand zum Alltag zu gewinnen, alles Laute in sich schweigen zu lassen und das Evangelium Jesu Christi zu hören. Denn frohe Botschaften seien in der heutigen Zeit so nötig. Das Evangelium hören wir an heiliger Stätte im Gotteshaus. Apostel Carsten Denker hielt am Donnerstag, 08. Oktober 2026, den Abendgottesdienst in der Gemeinde Hiddenhausen und griff in seinen einleitenden Worten den Vortrag des Gemeindechores auf: „Ziehe deine Schuhe aus, denn der Ort, wo du stehst, ist heilig.“
Wesen Jesu als Ansporn und Ziel
Die frohe Botschaft des Evangeliums soll etwas mit mir machen, führte der Apostel weiter aus. Der Gottesdienst ist der Ort, an dem Gott dient und an dem er uns seinen Willen kundtut. Das soll eine heilige Einstellung im Gläubigen provozieren: „Und wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt.“ (1. Joh. 4, 14) war die Grundlage für die Predigt des Apostels.
„Der Tag des Herrn ist so nah wie nie zuvor“ – diese frohe Botschaft ist eine Nachricht der festen Hoffnung. Einer Hoffnung, die wir in allem Denken und Tun wieder „nach vorne holen müssen“, mahnte der Apostel, was durchaus mit Anstrengung verbunden ist. Jesus ist nicht der Erfüller von Erwartungen, sondern der wahre Erlöser der Welt. Seinem Vorbild zu folgen, bedeutet an die Ränder zu gehen, Nähe zu Sündern und selbst zu Feinden zu suchen. Jesus kommt mit der Macht der Liebe. Diesem Wesen Jesu gilt es, auch im Gebet wieder mehr Relevanz einzuräumen.
Vom Sehnen erfüllt das Leben genießen
Bischof Wiktor führte in seiner Copredigt vertiefend aus, dass das Kommen des Herrn weder Drohgebärde noch Angstmacherei sei. Wir genießen unser Leben, aber wenn der Herr kommt, wird klar, dass es etwas Größeres als dieses Ereignis nicht gibt! Drei unterstützende Punkte machte der Bischof dazu konkret aus:
- An den Stammapostel halten – er führt näher an Jesus heran.
- Mein Glaube an die Kraft von Jesus – egal wie klein wir den eigenen Glauben selbst einschätzen.
- Komm mit allem, was du hast zu Jesus – er macht was draus!
Dienen in Demut: Neuordnung in der Gemeindeleitung
Im Anschluss an den Gottesdienst wurde Priester Jens Oesker von seinen Aufgaben als Gemeindeleiter Hiddenhausens entpflichtet und wird künftig wieder weiter als Priester in der Gemeinde Bad Oeynhausen dienen. Priester Oesker hatte die Gemeindeleitung vor eineinhalb Jahren übernommen und diese wird nun vom Trio Hirten Olaf Lohmeier, Evangelist Jörg Vogelsang und Priester Marcus Denker fortgeführt. „Gemeindeleitung ist Herzensangelegenheit“, resümierte der Apostel den Dienst Priester Oeskers und übergab die Verantwortung damit an die drei Amtsträger aus Bad Oeynhausen. Diese leiten somit zukünftig die beiden Gemeinden Hiddenhausen und Bad Oeynhausen gemeinsam, wobei jede Gemeinde ihre Eigenständigkeit behält.
Dies erfordere die unbedingte Unterstützung der Verantwortlichen untereinander und von den Gemeindemitgliedern; umso schöner sei es, dass Priester Oesker weiterhin Teil der demütig dienenden Priesterschaft sei, so Denker. Gespräche und Umarmungen bei der anschließenden Verabschiedung bewiesen, dass die Gemeinde einen geschätzte Diener abgegeben hat und ein motiviertes neues Team gewonnen hat.
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