Bischof Peter Johanning Bischof besuchte die Gemeinde Bad Oeynhausen im Sonntagsgottesdienst am 23. August 2020. Zur Einleitung des Gottesdienstes stand der Gesang von vier Glaubensschwestern, die das Lied „Betgemeinde heil'ge dich“ zu Orgelspiel vortrugen.
Der Gottesdienst begann mit dem Wort aus Apostelgeschichte 1, Vers 13 und 14. Bischof Johanning führte aus, dass unmittelbar nach der Himmelfahrt Jesu die christliche Gemeinde um Petrus sich „im Obergemach“,-was heute vergleichbar wäre mit einem Gottesdienstraum- versammelte, um zu beten.
Das Gebet um Jesu Wiederkunft
Die christliche Gemeinde stand zunächst unter dem Eindruck der Himmelfahrt. Sie hatten Jesus nachgesehen und erhielten die Weissagung, dass Jesus wiederkommen würde. Der Wunsch, Jesus wiederzusehen, stand in ihren Herzen und führte zu einmütigem Gebet. Auch heute dürfe unsere Gebet um das Wiederkommen Jesu keine Floskel sein, so der Bischof Johanning. Als gläubiger Christ solle man sich absondern in Gedanken um Alltägliches und um Glaubensmut bitten, um bei der Wiederkunft dabei sein zu können.
Das Gebet für die Gemeinde
Wenn Gemeindemitglieder füreinander beten, bedeute es für uns, dass das Gebet uns zusammenbringen könne, so wie die Urchristen vereint waren um der Sache Jesu willen. Auch die über youtube oder Telefon zugeschalteten Gemeindemitglieder gehörten zur Gemeinde, so der Bischof Johanning, es sei nicht nötig, „sich gegenseitig in den Kochtopf zu schauen“.
Das Gebet um die Amtsgaben
Petrus hatte 120 Brüder um sich versammelt, um einen neuen Apostel ins Amt zu setzen. Zunächst hatte die versammelte Gemeinde gebetet und anschließend das Los geworfen, dass auf Matthias fiel, der nun zu den Aposteln zugeordnet wurde. Wir als heutige Gemeinde sollten für unsere Amtsbrüder beten. Sie seien nicht gesetzt aufgrund äußerlicher Erscheinungsbilder oder einer guten Rednergabe, sondern allein um dem Werk des Herrn und der Gemeinde zu dienen. Insofern sollten diese Amtsgaben entsprechend eingeordnet und gewürdigt werden.
Das Gebet für sich selbst
Jeder Gläubige wisse selbst, welche Gabe für sich selbst benötigt würde. Exemplarisch nannte Bischof Johanning die Gabe der Geduld, auch angesichts von Krisen. Gott habe alles in der Hand und man solle sich keine überflüssigen Sorgen machen.
Das Gebet, das uns frei macht
Den Wortbeitrag des Bezirksältesten leiteten wieder vier Glaubensschwestern mit dem Lied „Wir treten zum Beten“ ein. Die letzte Sequenz des Liedes „Du machst uns frei“ wurde durch das Orgelspiel übernommen. Der Bezirksälteste Michael Block wies darauf hin, dass Musik uns erheben könne. Das Gebet habe eine ähnliche Eigenschaft. Daniel habe drei mal am Tag gen Jerusalem gebetet. Er habe also eine besondere Situation gesucht, die ihn aus dem Alltag erhoben habe. So solle das „Vater unser“ zum Beilegen eventueller Differenzen ermutigen. Er rief den Gläubigen zu: „Du kannst Dich herausheben, lass es uns versuchen!“
Bischof Johanning beendete des Gottesdienst mit dem Hinweis, dass wir durch Gebet und Sündenvergebung frei werden könnten von Anschuldigungen uns selbst gegenüber, aber auch anderen, die an uns gesündigt hätten. Zum Schluss stand der Liedbeitrag durch vier Glaubensschwestern: „Herr, sei vor uns und leite uns“ mit dem Wunsch, dass Geist, Seele und Leib Gott dienen und den Namen Gottes heiligen mögen.
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