Bad Oeynhausen. Am 25.04.2021 fand ein Präsenzgottesdienst unter strengen Auflagen, wie fester Sitzordnung, limitierter Besucheranzahl und den üblichen Hygienevorkehrungen statt. Der Gottesdienst, der von dem Hirten und Vorsteher Olaf Lohmeier durchgeführt wurde, stand unter dem Bibelwort aus Hebräer 8, Vers 10: „Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel in diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz geben in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.“
Das Bündnis mit Gott
Akzentuiert und klangvoll eröffneten die Orgelspielerin Petra Lohmeier und die Pianistin Iris Ladendorff den Gottesdienst mit ihrem Vortrag des Liedes „Wo soll ich geh'n?“ Den Refrain des Liedes, dass Gott bei uns einkehren möge, griff der Hirte auf, bat die Gemeinde, die Herzenstür zu öffnen und ging auf das Bibelwort ein: „Ein Bündnis wird geschlossen, um stark zu sein - es gibt aber Freiheiten, wie die Vertragsfreiheit und Abkommensfreiheit, entscheide dich selbst“, forderte der Hirte Lohmeier die Zuhörer auf. Konfirmation sei die Festigung des Bündnisses mit Gott, dessen Begründung bereits die Taufe gewesen sei.
Freiheit versus Gesetz?
Freiheit sei in allen Völkern ein hohes Gut, so der Hirte - die französische Republik habe seit der Revolution den Wahlspruch “Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ und im deutschen Grundgesetz stehe unter Artikel 2, Absatz 2, Satz 2: „Die Freiheit des Menschen ist unverletzlich“. Freiheit werde aber dort eingeschränkt, wo Gefahren für die Gesellschaft lauerten. So seien Gesetze immer zum Schutz der Menschen gedacht. Hirte Lohmeier zitierte aus Galater 5, Vers 13 der Genfer Übersetzung: „Geschwister, ihr seid zur Freiheit berufen! Doch gebraucht eure Freiheit nicht als Vorwand, um die Wünsche eurer selbstsüchtigen Natur zu befriedigen, sondern dient einander in Liebe!“
Liebe als Erkennungszeichen
Ein Volk habe immer Erkennungszeichen wie zum Beispiel die Landesprache, Flaggen, Nationalhymnen und das erklärte, klar umrissene Staatsgebiet. Gottes Volk solle das Gesetz der Liebe in Herz und Sinn haben, sozusagen als „Logo“ so der Hirte. Liebe erkenne man an Taten: „Verurteile ich jemanden oder lästere ich gar über andere? Es gibt noch viel für uns zu tun, packen wir es an!“
Christus- meine Freiheit und Zukunft
Zur Einleitung der Konfirmationsansprache trugen stimmungsvoll und variationsreich zwei Sprecher (Christiane Schürmeyer und Jonas Oesker) umrahmt von drei Musikerinnen (Gitarre Gabi Scheer, Violinen Iris Ladendorff und Catrin Krammenschneider) einen Text von Jens Uhlendorf vor, der dazu aufruft, Gott als stärkendem Liebes- und Segensspender zu vertrauen. Den Konfirmationsbrief des Stammapostels Jean-Luc Schneider las Sonja Schilling vor. Hirte Olaf Lohmeier überreichte den Konfirmanden einen Schlüsselanhänger in Herzform mit Gravur des Konfirmationsdatums. Der Schlüsselanhänger solle immer daran erinnern: „Jesus Christus, der einen Bund mit dir geschlossen hat, befreit dich und ist dein Schlüssel zur Freiheit! Das soll in eure Herzen geschrieben sein.“
Das Orgelspiel durch Petra Lohmeier begleitet durch die beiden Violonistinnen bildete den Schlussakkord mit dem Lied: „Mögen sich die Wege vor deinen Füßen ebnen“.
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