OWL/Herford. Zum „Thema des Monats“ konnte Initiator und Moderator Priester Rainer Kunert im Monat November Bezirksapostel i.R. Armin Brinkmann begrüßen, der die Zuhörer mitnahm auf eine kleine Exkursion durch die Bibel und manch geläufige Aussage einmal aus einem etwas anderen Blickwinkel beleuchtete. Eine klare Botschaft an diesem Abend war: Die Bibel ist ein beeindruckendes Buch und es lohnt sich, sich intensiver damit zu beschäftigen.
„Die Bibel, das meistgelesene und meistübersetzte Buch ist heute in mehr als 500 Sprachen erhältlich. Das neue Testament liegt in fast 1.300 Sprachen vor“, so Armin Brinkmann. „Pro Jahr werden etwa 50 Millionen Bibeln hergestellt und verteilt. Insgesamt sind bis heute etwa 4 Milliarden Bibeln gedruckt worden - beeindruckende Zahlen.“
"Dem Volk auf‘s Maul schauen"
Unter anderem ging Armin Brinkmann auf Martin Luther ein, der die Bibel - die griechische Urschrift - in die deutsche Sprache übersetzte. Dabei sei er bestrebt gewesen den Menschen die Bibel nahe zu bringen. Es ging ihm darum Gottes Wort so genau wie möglich zu übersetzen und vom Volk so gut wie möglich verstanden zu werden. Im Jahr 1452 konnten die ersten 200 Exemplare gedruckt werden.
„In der Neuapostolischen Kirche wurde bis zum Jahr 2001 die Luther Übersetzung von 1912 verwendet, da nachfolgende Übersetzungen textlich schwächer waren“, erklärte Armin Brinkmann. „Das änderte sich mit der Übersetzung von 1984, die fortan verwendet wurde. Im Lutherjahr 2017 wurde eine neue Übersetzung herausgegeben, die ab diesem Jahr in den Gottesdiensten Verwendung findet. Sie unterscheidet sich nur unwesentlich von der 1984er Übersetzung.“
Auf die Frage von Rainer Kunert an Armin Brinkmann, welche Bibelausgabe er denn bevorzuge, kam die klare Antwort: „Die Luther-Bibel von 1912.“ Und er zitierte dazu den allgemein bekannten Ausspruch von Luther: „Dem Volk auf‘s Maul zu schauen.“ Luther wollte die Bibel in ein für alle Menschen verständliches Deutsch übersetzen.
Die Bibel - eine spannende Lektüre?
Armin Brinkmann motivierte an diesem Abend dazu, sich mit der Bibel zu beschäftigen. „Das packt mich immer wieder an, wenn ich Geschichten aus der Bibel lese, Feinheiten herausarbeite, genau „hinhöre“, Kommentare dazu lese und so einen ganz anderen Bezug zu den Texten bekomme“, so sein begeistertes Statement.
„Gibt es denn in der Bibel auch Kapitel, mit denen Sie nicht so gut klar kommen?“ war daraufhin eine Frage von Rainer Kunert. Die Antwort von Armin Brinkman: Ja, durchaus, das sei unter anderem der Text aus dem Evangelium nach Lukas: „Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen; segnet die euch verfluchen; bittet für die, die euch beleidigen.“ (Lk 6,27-28) Das sei schon eine Herausforderung.
Auf die Frage nach seiner Lieblingspassage in der Bibel antwortete Armin Brinkmann, dass sei unter anderem sein Konfirmationsspruch: „Opfere Gott Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde.“ (PS 50,14)
Im Anschluss an den Vortrag wurden noch etliche Fragen gestellt. Unter anderem stand die Frage nach weiteren Fortbildungen im Raum, eine Idee war es, Bibelkreise zu entwickeln oder der Wunsch mehr Bibellesungen in den Gottesdiensten anzubieten.
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