Hiddenhausen. Evangelische, katholische und neuapostolische Christen beten gemeinsam für den Frieden. An jedem Montag um 19 Uhr findet ein Friedensgebet, ein Angebot der Ev.-Luth. Stephanus-Kirchengemeinde Hiddenhausen, in der Kirche in Lippinghausen statt. Mit Gebeten, Lesungen und Musik wollen Christinnen und Christen ein Zeichen für den Frieden setzen. Da am Montag, dem 15. April 2024, die Kirche für diesen Zweck nicht zu Verfügung stand, erklärte sich die Neuapostolische Kirchengemeinde Hiddenhausen gern bereit, ihre Türen für das Friedensgebet zu öffnen.
Etwa 90 Christen hatten sich an diesem Montagabend auf den Weg gemacht, um für einen Moment innezuhalten, für Frieden zu beten und vielleicht auch mit dem Wunsch, für die eigenen Ängste und Sorgen in Gott jemanden zu finden, der Halt gibt, gute Perspektiven und inneren Frieden.
Orientierung und Ermutigung
Nach dem Vortrag des Gemischten Chores „Meinen Frieden gebe ich euch“, sprach Gemeindeleiter Gerd Meyer ein Gebet. Darin brachte er die Bitte der versammelten Gemeinde um Frieden zum Ausdruck: Frieden für jeden Einzelnen, für den Nächsten, für die Menschen in den Krisen- und Kriegsgebieten, für die Verantwortlichen, die Frieden geben könnten.
In seinem Wortbeitrag blickte der Gemeindeleiter noch einmal zurück auf Ostern und die Auferstehung Jesu und stellte den Friedensgruß von Jesus Christus in den Mittelpunkt: „Friede sei mit euch!“ (Joh 20,19) „Ein Gruß“, so Gerd Meyer „der den Jüngern damals Orientierung und Ermutigung geben sollte: Es geht weiter.“
Ein Gedanke, der auch in unsere Zeit übertragen werden könne. Wir erleben eine Menge Irritationen in dieser Zeit, die ängstigen und Sorgen bereiten. Die Hinwendung zu Gott sei da eine feste Größe.
Fürbittengebet
Renate Mesters, Gemeinde-Beirätin Lippinghausen, trug ein Fürbittengebet vor. Gemeinsam bat die Gemeinde nach jeder Fürbitte: „Herr, erhöre unser Gebet.“ Das Gebet klang aus mit der Bitte: „Hilf uns nicht nachzulassen im Einsatz für Frieden und Versöhnung, um Mut zur Verständigung, um Kraft und Ausdauer.“
Ein bunter Blumenstrauß
Willi Bulthaup, Gemeinde-Beirat Lippinghausen, bedankte sich zunächst bei der Neuapostolischen Kirchengemeinde, dass sie so kurzfristig eingesprungen war. „Wir haben angeklopft und uns wurde aufgetan“, freute er sich mit einem Augenzwinkern.
Ein toller bunter Blumenstrauß stehe vor dem Altar, so Willi Bulthaup. Er habe sich vorgestellt: „So sieht das Christsein aus, so bunt und vielfältig, wie die Gemeinde an diesem Montagabend.“
Seine abschließende Bitte war: „In welcher Sprache wir uns auch verständigen, in welcher Sprache wir den Fürst des Friedens bekennen, lass unsere Stimme laut und vernehmlich sein für Frieden und für ein Leben in Frieden für uns, für unsere Gemeinden, für unser Land, für die Welt.“
Weitere Programmpunkte
Weitere Programmpunkte an diesem Abend waren eine Lesung von Nina Gieselmann: „Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens“ sowie gemeinsamer Gesang, Vorträge des Gemischten Chores und ein Musikstück mit Cello und Klavier.
Des Weiteren war der Wunsch entstanden auch in Form einer Spende einen Beitrag zum Frieden zu leisten. So kamen 350 Euro zusammen für die Kindernothilfe Südsudan, ein Projekt der NAK-karitativ.
Im Anschluss war noch Zeit für gemeinsame Gespräche.
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