Quelle-Steinhagen. Die Vorfreude auf den Besuch des neuen Bischofs in der Neuapostolischen Kirchengemeinde Quelle-Steinhagen hatte sich voll und ganz erfüllt, als Bischof Thomas Wiktor aus Minden am Sonntag, dem 25. Mai 2025, seinen ersten Gottesdienst in der Gemeinde durchführte.
Die Ankündigung vor einigen Wochen, dass der neue Bischof einen Gottesdienst in der Gemeinde halten würde, erfüllte alle mit großer Spannung und Freude. Thomas Wiktor wurde am 15.9.2024 zum Bischof für die Neuapostolischen Kirchenbezirke Minden und Ostwestfalen-Lippe (OWL) ernannt und führte seinen ersten Gottesdienst in der Gemeinde durch.
Jesus sendet den „Tröster“
Als Bibelwort für den Gottesdienst las Bischof Thomas Wiktor aus Johannes 16.7:
"Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden."
Ich bin der Herr
Zu Beginn seiner Predigt übermittelte der Bischof herzliche Grüße des zuständigen Apostels Carsten Denker an die Gemeinde.
Er stellte die Geschichte Jakobs an den Anfang, der, als er sich auf einem Stein ausruhte, von Gott träumte. In diesem Traum stellte sich Gott dem Jakob zuerst vor: "Ich bin der Herr, der Gott Deines Vaters Abraham und Isaaks Gott". Danach eröffnete ihm Gott, was er mit ihm vorhatte, die Zukunft - er wollte ihm das Land, wo er sich gerade befand, geben. Was zwischendurch passieren würde, teilte Gott ihm auch mit. Er wollte Jakob behüten, mit ihm sein, wo er hinziehe, ihn in dieses Land zurückbringen und alles tun, was er ihm zugesagt habe.
Diese Begebenheit bezog Thomas Wiktor auf die Gegenwart. Es sei vielleicht manchmal notwendig, dass der liebe Gott sich bei den Glaubenden mal wieder vorstelle, weil sie vergessen hätten, wozu Gott in der Lage sei und was er alles täte. Das geschehe in den Gottesdiensten.
Gott stelle im Gottesdienst dar, dass er der Gott der Vorfahren, aber auch der Glaubenden heute sei. Es habe sich nichts verändert. Er wolle seine Anhänger an das Ziel führen und ewig mit ihnen zusammen sein. Bis dahin sei er mit den Gläubigen und wolle sie auf die ewige Gemeinschaft vorbereiten.
"Gott tut das, weil er Dich liebt!", so der Bischof. Ein jeder möge diese Liebe dem lieben Gott zurückgeben.
Gott ist Liebe, Versöhnung, Frieden
Zu dem vorgelesenen Bibelwort erklärte Thomas Wiktor, dass Jesus Christus den Menschen in seiner Zeit auf der Erde gezeigt habe, wer Gott sei. Dieser sei ein Gott der Liebe, ein Gott der Versöhnung und ein Gott des Friedens. Viele Menschen hätten in der Zeit davor Gott als den Strafenden empfunden.
Jesus habe den Menschen den Willen Gottes erklärt. Er habe ihn als liebenden Gott vorgestellt, der das Heil der Menschen wolle. Dieser habe aus Liebe seinen Sohn auf die Erde gesandt und Jesus habe aus Liebe das Opfer für die Menschen am Kreuz gebracht. Mit der Auferstehung Jesu habe Gott bestätigt, dass alles, was Jesus getan und gesagt habe, Wahrheit sei.
Eine neue Phase beginnt
Mit der Himmelfahrt Jesu habe eine neue Phase begonnen, machte der Bischof deutlich. Der Heilige Geist, würde die Apostel befähigen, Jesu Lehre in die ganze Welt zu tragen. Damit sei die Kirche Christi aktiv geworden, im Wort der Predigt und in den Sakramenten. Das sei bis heute so.
An Pfingsten sei der Heilige Geist auf die Erde gekommen. Dieser Geist solle die Glaubenden ganz erfüllen, um sie führen, lenken und leiten zu können.
Unterstützung gebe es durch das lebendige Wort der Predigt, durch die Heilige Wassertaufe, die Heilige Versiegelung, die Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl.
Gastbeitrag
Nach einem Lied des gemischten Chors der Gemeinde, unterstrich Priester Frank Schuldt, Leiter der Gemeinde Herford, in seinem Predigtbeitrag mit einigen lebensnahen Beispielen die Predigt des Bischofs.
Abschied
Nach Gebet und Segen für die Gemeinde verabschiedete sich Bischof Thomas Wiktor. Er beteuerte, wie wohl er sich in in der Gemeinde gefühlt habe.
Jeder konnte sich im Anschluss noch persönlich von dem Bischof verabschieden.
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