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Vortrag und Diskussion in der NAK Schildesche
zum Thema 1.700 Jahre Konzil von Nizäa

 

OWL/Bielefeld-Schildesche. Die ACK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen) Bielefeld hatte zu einem Vortrag am 2. Oktober 2025 eingeladen, das Thema lautete: „Ein Herr, ein Glaube!? - 1.700 Jahre Konzil von Nizäa“. Die Räumlichkeiten stellte die Neuapostolische Kirche Bielefeld-Schildesche zur Verfügung. Referent war Dr. Burkhard Neumann, Direktor des Möhler-Instituts für Ökumenik Paderborn.

Pfarrer Ernst-Christof Plate, ACK Bielefeld, hieß die Teilnehmer willkommen und stellte erfreut fest, dass er bereits Vertreter aus wenigstens sieben verschiedenen Kirchen und Gemeinden an diesem Abend begrüßt habe. Mit einer kurzen Vorstellung des Referenten leitete er über zu dessen Vortrag.

Konzil von Nizäa

Dr. Neumann erläuterte zunächst den historischen Hintergrund zur Zeit Kaiser Konstantins, der als erster christlicher Herrscher des römischen Reiches das Christentum aktiv unterstützte und im Jahre 325 das Konzil zu Nizäa einberief. An diesem Konzil nahmen etwa 250 Bischöfe teil, vorwiegend aus dem Osten des römischen Reiches.

Über den Ablauf des Konzils seien keine Konzilsakten vorhanden. Die Berichte beruhen auf Aussagen von Augenzeugen. Man gehe davon aus, dass das Konzil etwa ein bis zwei Monate gedauert habe, begonnen habe es am 20. Mai 325.

Das Konzil setzte sich mit den Positionen des Arius auseinander, verurteilte sie jedoch und traf verbindliche Aussagen zum Verhältnis von Vater und Sohn. In dem Bekenntnis von Nizäa findet sich die Formulierung, dass Vater und Sohn wahrer Gott sind.

Konzil von Konstantinopel

Mit dem Konzil von Nizäa war die Auseinandersetzung um die Geschöpflichkeit des Sohnes jedoch nicht beendet.

Im Jahre 381 fand das Konzil zu Konstantinopel statt. Hier wurde das Bekenntnis zur Dreieinigkeit Gottes festgeschrieben und die Wesensmerkmale der Kirche herausgestellt.

Bedeutung für die Ökumene

Das Konzil von Nizäa, so Neumann, sei unter anderem ein gemeinsames Bekenntnis nahezu aller christlichen Kirchen in Ost und West. Festgeschrieben ist hier der Glaube an den dreieinen Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Dr. Neumann wies auch auf die Leitlinien hin, die Grundlage für die Mitgliedschaft im Arbeitskreis Christlicher Kirchen sind. Dort heißt es: „Die Grundlage ihres gemeinsamen Glaubens und ihrer Zusammenarbeit ist das Wort Gottes, wie es in Jesus Christus endgültig geoffenbart und in der Heiligen Schrift, Altes und Neues Testament bezeugt ist. Ein wichtiger Ausdruck dieses Glaubens und der Suche nach Einheit ist das Ökumenische Glaubensbekenntnis von Nizäa Konstantinopel (381).“

Es sei sicherlich nicht möglich, so Neumann abschließend, die bekenntnishaften Ausführungen erschöpfend zu entfalten. Gottes Liebe, Gnade und Allmacht sei immer noch größer als das, was Menschen von ihnen zu sagen vermögen.

Ausklang

Im Anschluss an seinen Vortrag beantwortete Dr. Neumann gern noch Fragen aus dem Kreis der Teilnehmenden.

Zum Abschluss sprachen alle Anwesenden gemeinsam das Ökumenische Glaubensbekenntnis und Pfarrer Plate (Ev.-luth. Jakobuskirche, Bielefeld) spendete einen Segen.

Bezirksältester Michael Block, Leiter des Neuapostolischen Kirchenbezirks Ostwestfalen-Lippe, lud anschließend zu einem Beisammensein ein, um im gemeinsamen Gespräch die Inhalte und persönlichen Kontakte zu vertiefen.

8. Oktober 2025
Text: msch
Fotos: msch

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  • Das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel (ökumenische Fassung) in verschiedenen Sprachen
 

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