OWL/Bad Pyrmont. Morgens gegen 10 Uhr an der Neuapostolischen Kirche Bad Pyrmont: Schon beim Einbiegen in die Straße Am Bruche zeigte sich, dass dies kein gewöhnlicher Sonntag war. Rund um die Kirche waren die Parkplätze längst belegt.
Dutzende Kinder strömten mit ihren Eltern und Lehrkräften aus vielen Gemeinden des Bezirks Ostwestfalen-Lippe herbei – voller Vorfreude auf den OWL-Kindertag, der am 21. Juni 2026 in Bad Pyrmont gefeiert wurde.
Kreativer Auftakt
Beim Betreten der Kirche konnten an einem Basteltisch kleine Bilder mit dem Schriftzug „Fürchte dich nicht – glaube nur“ gestaltet werden.
Mit bunten Stiften und viel Fantasie entstanden jede Menge kleine Kunstwerke. Die fertigen Bilder wurden anschließend an eine lange Kordel geheftet. Kurz vor Beginn des Gottesdienstes wurde diese quer über das Kirchenschiff gespannt – wie eine farbenfrohe Bilderkette, die den Raum sichtbar mit Kinderfreude füllte.
Jeder Gottesdienstteilnehmer erhielt zudem ein Namensschild in Form einer Zwille – in Erinnerung an die biblische Geschichte von David und Goliath. Die Schilder wurden mit Halsbändern getragen, sodass schon beim Eintreten klar wurde: Heute gehört die Kirche den Kindern.
Musikalische Beiträge
Für die musikalische Gestaltung sorgten Priester Alexander Brämer und seine Söhne Jonathan und Nikolas. Mit Klavier, Trommel, Horn und viel Herz begleiteten sie das Ankommen, stimmten die Gemeinde ein und schufen eine Atmosphäre, die gleichzeitig feierlich und kindgerecht war.
Den altersgerechten Gottesdienst feierte der stellvertretende Bezirksvorsteher Priester Guido Wächter mit der Gemeinde. Das dem Gottesdienst zugrundeliegende Textwort war aus Markus 5, 36: „Fürchte dich nicht, glaube nur.“
Gemeinschaft
Ein Gottesdienst sei wichtig, weil man gute Gedanken mitnehmen kann, die im Alltag stärken. Gemeinschaft spiele für Christen eine große Rolle – und auch Jesus lebte und liebte Gemeinschaft.
Dunkel und Licht
Manche hätten im Dunkeln Angst, weil man nichts sieht und nicht weiß, wo man hintrete. Mit einem Lichtschalter könne man den Raum erhellen. Das Licht sei immer stärker als die Dunkelheit. „Von einem Dunkelschalter habe ich noch nie was gehört,“ so der Bezirksvorsteher. Jesus sei wie ein Lichtschalter. Er sei stärker als alle Sorgen, die wir haben könnten. Jesus selbst sagte, dass er das Licht der Welt sei. „Wenn wir Jesus suchen, dann wird es hell in unserem Leben.“
Ab und zu sei so ein Lichtschalter auch mal kaputt. Eltern oder der Elektriker müssen ihn dann reparieren. So sei es auch mit der Beziehung zu Jesus. Manchmal funktioniere das nicht mehr richtig. Dieser Lichtschalter sei unser Glaube, den wir benutzen müssen, damit es hell wird. „Ihr habt Eltern, die euch begleiten und helfen, wenn es im Glauben richtig schwierig wird. Sie lehren und motivieren euch, diesen Glauben nicht zu verlieren.“ Auch der Priester, Vorsteher oder Gemeindemitglieder könnten in so einem Fall weiterhelfen. Diese hätten mit Sicherheit gute Ratschläge, wie der Glaube an Jesus gestärkt werde.
Am Schluss des Gottesdienstes bekamen alle Teilnehmer Armbänder, die im Dunkeln leuchten und die Aufschrift trugen: „Fürchte dich nicht“.
Nach dem langen Stillsitzen im Gottesdienst hielt es die Kinder keine Sekunde länger auf den Bänken. Kaum war der Schlussakkord verklungen, strömten sie nach draußen – und dort wartete schon das volle Programm.
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