Rinteln. Am 07.06.2026 fand bereits zum dritten Mal ein gemeinsamer Gottesdienst der Gemeinden Hameln, Rinteln und Bad Pyrmont im Tannenhof in Rinteln-Uchtdorf statt. Da das Wetter nicht mitspielte, wurde dieser in der umgebauten Scheune gefeiert.
Der Vorsteher der Gemeinde Hameln, Priester Oliver Nader hielt den Gottesdienst mit dem Bibelwort aus Lukas 10, 20:
„Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind. Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.“
Er hob zu Anfang hervor, dass die Gemeinden eine besondere Gemeinschaft erleben dürfen und riet zu einem Gedankenaustausch im Laufe des Tages.
Vollmacht — anvertraute Kraft von Gott
Jesus hatte 72 Jünger losgeschickt, nicht allein, immer zu zweit und mit Vollmacht ausgestattet, um sein Wort zu verkündigen. Sie kamen zurück und waren stolz, dass sie das tun konnten. Jesus hatte jedoch den Fokus daraufgelegt, dass ihre Namen im Himmel angeschrieben waren im Buch des Lebens. Sie sollten sich freuen, dass sie erwählt und berufen seien, dieses zu tun.
Entscheidend für Jesus war, dass der Auftrag getan wurde. „Diese Vollmacht befähigt auch uns, alles zu tun. Im Reich Gottes haben Machtgedanken keine Bedeutung.“ Die Verkündigung des Reiches Gottes riefe dazu auf, sich mit ganzem Herzen einzubringen. Durch Christi Tod und Auferstehung werde das Heil sichtbar.
Auch ein Amtsauftrag sei eine Vollmacht. Deswegen sei ein Amtsträger aber nicht etwas Besonderes, sondern Bruder oder Schwester wie jeder andere auch. Jesus Bemühen sei, dass wir alle eins werden.
Stärke der Gemeinschaft
Wichtig sei es, untereinander verbunden zu sein und Beziehungen zu pflegen. Das sei auch eine gute Basis für diese Arbeit. Amt und Auftrag verpflichten dazu, zu behüten und zu bewahren – so wie ein Hirte dafür sorgt, dass seine Herde zusammenbleibt.
In seiner Co-Predigt ging Priester Hans-Werner Lange darauf ein, mit seinem Nächsten auf Augenhöhe zu sprechen. Er fragte, ob man immer sagen könne, man sei für Gott da und tue alles, um seinem Nächsten nicht auf den Fuß zu treten. „Unser Ziel ist es, dem Herrn jeden Tag ein Stückchen näher zu kommen“.
Ein Chor aus allen drei Gemeinden sorgte für eine harmonische Stimmung im Gottesdienst.
Nach dem Gottesdienst konnten sich alle stärken. Es gab Würstchen, Grillfleisch und mitgebrachte Salate – für alle war genug und für jeden etwas dabei. Auch Kaffee und Kuchen wurde angeboten, sodass alle noch gemütlich beisammensitzen und sich austauschen konnten.
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