Vlotho. Armut wird nicht im ersten Gedanken mit Deutschland in Verbindung gebracht. Doch leben auch hier Millionen Menschen, die betroffen oder bedroht sind von Armut. Für Lebensmittel bleibt oft, nach dem Bestreiten der grundlegenden Ausgaben für das tägliche Leben, nur noch ein kleiner Teil übrig. Die Tafel hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Folgen dieser Armut etwas zu lindern. So auch in Vlotho. Möglich wird dies durch das ehrenamtliche Engagement von 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Durch steigende Inflation und viele Geflüchtete, sind immer mehr Menschen auf die Hilfe der Tafel angewiesen. „Auch in Vlotho stehen wir vor einer der größten Herausforderungen der letzten Jahre“, so Birgit Peters, Leiterin der Diakonieläden im Kirchenkreis Vlotho.
Gegründet wurde die Tafel in Vlotho vor 14 Jahren und ist einer von drei Standorten im Kirchenkreis. Annegret Eppelt und Liesel Bergmeier sind von Anfang an dabei. „Wir sind eine eingeschworene Gemeinschaft“, so Annegret Eppelt. „Jede und jeder von uns freut sich schon auf den Mittwoch, dann sind wir in unserem Element.“
Ein eingespieltes Team
Jeden Mittwoch, um 9 Uhr geht‘s los. Die Mitarbeitenden treffen sich zur Lagebesprechung und zum Aufbau. Wenn Lebensmittel an einem Standort übrig sind, werden sie zum nächsten mitgebracht und dort verteilt. „Doch das kommt im Moment nicht vor“, so Birgit Peters.
Um 10 Uhr rollen die Autos vom Hof und fahren die Lebensmittelgeschäfte an, um die überschüssigen, aber qualitativ einwandfreien Lebensmittel dort abzuholen, damit sie nicht vernichtet werden müssen. Kaum sind die vollgeladenen Fahrzeuge zurück, wird im Eiltempo ausgeladen.
Im Ausgaberaum sind die Tische bereits vorbereitet, die Kisten werden gefüllt und sortiert. Alles ist genauestens organisiert, damit es bei der Ausgabe reibungslos funktioniert.
Die Menschen, die später kommen werden, um für einen symbolischen Preis ihre Lebensmittel einzukaufen, sind zum Teil ältere Menschen mit einer geringen Rente, Geflüchtete, Menschen die arbeitslos oder auf staatliche Hilfe angewiesen sind.
Schon zeitig, bevor die Ausgabe losgeht, sieht man wie der Vorplatz vor dem Gemeindehaus St. Stephan sich füllt. Es herrscht eine eigentümliche Atmosphäre. „Besonders älteren Menschen“, weiß Birgit Peters „fällt es nicht leicht den Weg hierher zu machen. Sie schämen sich.“
Spenden werden dringend benötigt
Weitere Spenden werden dringend benötigt. Besonders begehrt sind haltbare Lebensmittel wie Mehl, Zucker, Öl, Nudeln, Reis, schwarzer Tee, Kaffee oder Konserven. Auch Hygieneartikel, wie Duschbad, Windeln oder Shampoo werden benötigt. Und bestimmt kommt die eine oder andere Tüte Kekse auch gut an.
Die Spenden können mittwochs ab 10 Uhr im Gemeindehaus St. Stephan oder in der Neuapostolischen Kirchengemeinde Vlotho abgegeben werden. Kontakt hier: kontakt@nak-gemeinde-vlotho.de
Die Gemeindemitglieder spenden regelmäßig seit vielen Jahren für die Tafel. Auslöser war 2015 die Flüchtlingskrise. Karl-Wilhelm Schröder (Priester i.R.) und Diakon Reinhold Schröder konnten auch am Mittwoch, 4. Mai 2022 wieder gut gefüllte Kisten abliefern und ein herzliches Dankeschön für die großzügige Spende an die Gemeinde weitergeben.
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.
