Enger-Spenge. Am Sonntag, 4. September 2022, feierte die Neuapostolische Gemeinde Enger-Spenge einen Open-Air-Gottesdienst im Freibad Lenzinghausen. Ermöglicht hatte dies die „Freibad-Interessengemeinschaft Lenzinghausen e.V." Dafür ein herzliches Dankeschön.
Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort aus einem Psalm Asafs: „Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an." (Psalm 73,23-24)
Orientierung an Gott?
Der Gemeindeleiter, Bezirksevangelist Stefan Vogt, erläuterte zunächst kurz den Hintergrund des Psalms: Asaf orientierte sich an Gott. Es ging ihm dabei aber offenbar nicht so gut wie den anderen um ihn herum, denen Gott egal war. Er stellte sich die Frage, ob er nicht mehr Segen spüren müsse, wenn er sein Leben so ganz nach Gott ausrichte?
Der Bezirksevangelist zeigte der Gemeinde ein Bild von zwei sich überlagernden Dreiecken, die zwar nur angedeutet waren, aber vom menschlichen Gehirn ganz automatisch vervollständigt werden. So sei es oft mit dem jeweiligen Bild von unserer persönlichen Situation. Wir bilden uns schnell eine Meinung, übersehen dabei aber manchmal ein paar wichtige Aspekte. Gott sehe weiter, er möchte, dass wir auf ewig Gemeinschaft mit ihm haben und darauf bereite er uns vor.
In der Gute-Nachricht-Bibel lautet die Übersetzung des Bibelwortes: „Und dennoch gehöre ich zu dir! Du hast meine Hand ergriffen und hältst mich; du leitest mich nach deinem Plan und holst mich am Ende in deine Herrlichkeit."
„Empfinden wir die Hand Gottes als wohltuend oder als lästig? Fühlen wir uns dadurch eingeengt?“, stellte Bezirksevangelist Vogt die Frage in den Raum. „Wenn wir an der Hand Gottes bleiben, haben wir Sicherheit und Orientierung“, so sein abschließendes Statement.
Freier Zugang zu Gott!
Hirte Jens Gumbold ging in seiner Co-Predigt zu Beginn auf die Übersetzung des Begriffs „Open Air" ein, was ja „Unter freiem Himmel" bedeute. Asaf habe damals genau das Gegenteil gemacht, er sei von draußen nach drinnen gegangen, in das Heiligtum Gottes. Dort fand er einen neuen, freien Zugang zu Gott. Auch für uns sei es wichtig, immer wieder einen freien Zugang zu Gott, zu seinen Gedanken, seiner Liebe und Gnade zu finden.
In der Vorbereitung auf diesen Gottesdienst, so Hirte Gumbold, sei er auf den Spruch „Sag Gott ruhig, wie groß deine Sorgen sind – aber dann sag auch deinen Sorgen, wie groß dein Gott ist!" gestoßen. Wir seien oftmals sehr gefordert, haben Sorgen und vielleicht auch große Ängste – aber wir dürfen uns Gott anvertrauen und erleben, dass wir wieder freien Zugang zum „Himmel“ bekommen.
Austausch und Gemeinschaft
Im Anschluss an den Gottesdienst gab es noch die Gelegenheit zum Austausch bei Kaffee und Kuchen auf dem Gelände des Freibads Lenzinghausen.
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