Bielefeld-Ummeln. Für Mittwoch, den 02. November 2022, hatte Apostel Stefan Pöschel seinen Besuch in der Gemeinde Bielefeld-Ummeln angekündigt. In dem Gotteshaus versammelten sich zum Abendgottesdienst die neuapostolischen Gläubigen aus den Gemeinden Bielefeld-Süd, Bielefeld-Sennestadt und Bielefeld Ummeln.
Gottesdienst
Apostel Pöschel diente nach einem Textwort aus Lukas 4,21-22:
"Und er fing an, zu ihnen zu reden: Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren. Und sie gaben alle Zeugnis von ihm und wunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Munde kamen, und sprachen: Ist das nicht Josefs Sohn?"
Zu Beginn seiner Predigt ging der Seelsorger auf das gerade vorgetragene Lied des Chores ein, in dem es heißt: "Verwirf Gott mein Flehen nicht!"
Er sprach der versammelten Gemeinde Mut zu, weil Gott sich eines jeden, der flehend vor ihn getreten ist, ganz persönlich und individuell annehmen wird. Gott wird dann ein neues Stück Trost, Zufriedenheit, Sicherheit und Zukunftsfreude ins Herz legen. Das wünschte der Apostel einem jeden einzelnen.
Er brachte das vorgelesene Bibelwort in den Kontext der Geschehnisse zur damaligen Zeit: Jesus kam in die Synagoge und las aus dem Jesajabuch vor und bezog die Worte auf sich, nämlich, dass der Messias, der Träger des Heiligen Geistes und Erlöser da ist. Jesus Christus sei immer inmitten der versammelten Gemeinde, verteile und erkläre das, was er zu sagen habe. Elementar wichtig sei es, so Stefan Pöschel, dass jeder seinen Glauben an die Worte hänge.
Jesus halte sich nicht mit Nebensächlichkeiten auf, sondern wolle das Heil der Welt und das Getrenntsein der Menschen von Gott ändern. Er sei besonders für die Benachteiligten, die Armen und Schwachen in die Welt gekommen und habe dem Apostolat die Aufgabe gegeben, das Evangelium bekannt zu machen.
Der Apostel stellte einem jeden die Aufgabe, das Evangelium in seinem Umfeld zu verkünden und weiter zu tragen.
Bezirksevangelist Mittag
Nach einem Liedvortrag des Chores war Bezirksevangelist Peter Mittag gebeten einen Predigtbeitrag zu leisten.
Er machte der Gemeinde deutlich, dass Jesus Christus Namensgeber für die Christen sei und stellte klar, dass in einem Christen auch drin stecken solle, was darauf stehe:
- Jesus im Herzen zu tragen
- Vorbild zu sein
- Niemanden auszuschließen
- Freudig und beständig zu sein
Vorbereitung zum Heiligen Abendmahl
In der Vorbereitung der Gemeinde auf das Heilige Abendmahl empfahl Apostel Pöschel der Gemeinde ein Halljahr der Gnade auszurufen, das es schon beim Volk Israel gegeben habe. In jedem 50. Jahr seien die Israeliten zu einem vollständigen Schuldenerlass für ihre Volksangehörigen aufgerufen gewesen.
Ordination
Nach der Abendmahlsfeier rief der Apostel den Diakon Ulrich Heywinkel vor den Altar. Für die ebenfalls anwesende Gemeinde Bielefeld-Süd sollte er das Amt eines Priesters empfangen.
Nach der Ansprache fragte der Seelsorger den Diakon vor der Gemeinde, ob er das Amt und die damit verbunden Aufgaben wahrnehmen wolle, was dieser mit einem kräftigen "Ja" bestätigte.
Kniend empfing er die Amtsgabe und wirkt somit in Zukunft als priesterlicher Seelsorger in seiner Gemeinde und dem weiten Bezirk Ostwestfalen-Lippe.
Nach dem Schlusslied des Chores gab es Gelegenheit sich persönlich von dem Apostel zu verabschieden und auch dem "neuen" Priester beste Wünsche für seine veranwortungsvolle, ehrenamtliche Aufgabe zu übermitteln.
6. November 2022
Text:
Uwe Goldstein
Fotos:
Uwe Goldstein
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