Bielefeld: Am Mittwoch, den 13.03.2024 besuchte Apostel Carsten Denker die Neuapostolische Gemeinde Bielefeld-Ummeln. In dem Gottesdienst führte er eine Versiegelung durch, setzte einen Priester in den Ruhestand und ordinierte eine Diakonin.
Als Grundlage für den Gottesdienst dienten aus Sprüche 23 die Verse 17 und 18:
"Dein Herz sei nicht neidisch auf den Sünder, sondern trachte täglich nach der Furcht des Herrn; denn das Ende kommt noch und dann wird deine Hoffnung nicht zuschanden."
Gottesdienst
Zunächst ging der Apostel auf den Stammapostelgottesdienst vom 10.03.2024 in Minden ein. Leiden und Kreuztragen gehörten zur Nachfolge dazu. Es ginge darum, das Ziel, das ewige Heil zu erreichen. Die Kraft, um das Leid tragen zu können, schenke den Gläubigen der himmlischer Vater. Schön sei die Aussicht auf das, was komme. Der Herr Jesus werde auferstehen. Der Apostel wiederholte den Appell des Stammapostels:
"Macht euch keine Sorgen, es bleibt nicht beim Leiden. Das Werk wird vollendet. Alles wird ein Ende haben."
Der himmlische Vater gebe die Kraft. Man solle sich auf das fokussieren, was danach kommt. Der Christ möge annehmen, was von Gott auferlegt sei, ihn nicht anklagen, nicht verlassen.
Danach ging Apostel Denker auf das Bibelwort ein. Manchmal gingen einem Kräfte zur Neige. Er fragte:
- Wohin geht dann unsere Orientierung?
- Was sind unsere Ziele?
- Wen nehmen wir uns als Beispiel?
- Wie empfinden wir, wenn wir sehen, dass Mitmenschen nicht zur Kirche gehen, keine Verbindung zu Gott haben und es ihnen trotzdem gut geht, erfolgreich und gesund sind?
Er empfahl, nicht auf die anderen zu schauen, nicht neidisch auf den Sünder zu sein. Der Neid werde als Wurzel allen Übels bezeichnet. Er bringe niemanden einen Schritt näher zu Gott. Der Apostel gab den Rat:
„Schau bis ans Ende, dann wird deine Hoffnung nicht zuschanden.“
"Woran orientiere ich mich?", fragte Carsten Denker und führte aus, dass Jesus Christus der himmlischer Fürsprecher sei, er habe das Opfer gebracht, habe den Weg geebnet, dass die Gläubigen Christen in die ewige Gemeinschaft mit Gott kommen könnten. An ihm dürfe ein jeder sich orientieren.
Es gelte, ihm nachzufolgen, in ihm habe man ein wunderbares Vorbild. Nicht nach links und rechts zu schauen. Die Glaubenden sollten ihm treu bleiben. Dieser Weg führe zum ewigen Heil.
Anschließend ging Apostel Denker auf die Begebenheit mit Noomi und ihrer Schwiegertochter Rut ein. Noomi war mit ihrem Mann und ihren 2 Söhnen von Bethlehem nach Moab gezogen. Die beiden Söhne nahmen moabitische Frauen. Nach einigen Jahren starben der Ehemann und die beiden Söhne und Noomi zog zurück nach Juda. Rut entschied sich, Noomi auf ihrer Reise zu begleiten mit den Worten: „Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.“ Wenn Glaubende das zu Jesus Christus sagten, seien sie auf dem richtigen Weg. Sie hätten Orientierung, ein Ziel, den damit verbundenen Segen und die Sicherheit, dass dieser Weg zur ewigen Gemeinschaft mit Gott führe. Das sei Orientierung, darauf könne man sich verlassen.
Letzter Predigtbeitrag von Priesters Detlef Bentlage
Priester Bentlage griff die vom Apostel erwähnte Begebenheit auf und stellte die Fragen an die Anwesenden: „Wohin gehen wir?“ „Wohin schauen wir?“ Wenn alle zusammen gingen, in der Gemeinschaft miteinander, wenn wüßte ein jeder, dass alle Brüder und Schwestern Helfer/innen seien, dann könne man auch weitergehen.
Priester Bentlage sagte: "Ihr habt diesem Amt vertraut, dahinter steht Gottes Wille."
Das Amt sei auch ein Geschenk Gottes. Es sei ein inneres Licht.
Abschließend erwähnte der Apostel die spürbare, innige Liebesbeziehung zwischen der Gemeinde und Priester Bentlage.
Heilige Versiegelung
Nach der Sündenvergebung wurde ein Jugendlicher versiegelt. Der Apostel ging in seiner Ansprache auf das vom Chor vorgetragene Lied ein „Jesus, bleib in meinem Leben Weggefährte, bester Freund“. Er wies darauf hin, dass es ein besonderer Schritt sei, die Gabe des Heiligen Geistes in sich hineingelegt zu bekommen. Gott tut das aus Liebe, weil er jeden Menschen von Anbeginn der Welt an geliebt habe. "Er zeigt es, indem er dich zu seinem Kind macht.", so der Apostel und weiter: "Was bewirkt die Gabe des Heiligen Geistes in dir? Sie bewirkt, dass Gott mit dir ist und dass du für die zukünftige Herrlichkeit bereitet wirst. Jesus Christus soll dein bester Freund sein, damit du dich immer behütet fühlen kannst."
Ordination der Diakonin Agnes Goldapp
Eingeleitet wurde die Handlung durch das Chorlied 362 „Ich möchte gern ein Segen sein“. Apostel Denker betonte in seiner Ansprache, nachdem er sich bei der Schwester für ihre Bereitschaft, das Diakonenamt anzunehmen, bedankt hat:
"Gott hat dich gerufen. Er legt die Gabe zum Segen in dich für die Gemeinde. Es ist ein großer Vertrauensbeweis Gottes in dich. Unser himmlischer Vater weiß, dass du etwas hast, was der Gemeinde gut tut; Kräfte, von denen du noch nicht weißt, dass du sie hast. Hab ein großes Herz für die Gemeinde."
Ruhesetzung des Priesters Detlef Bentlage
In seiner Ansprache zur Ruhesetzung des Priesters ging der Apostel auf die circa 30jährige Dienstzeit ein: fast 4 Jahre Unterdiakon, 2 Jahre Diakon und 25 Jahre als Priester. Viele Jahre war Priester Bentlage als Sonntagsschullehrer und als Konfirmandenlehrer neben seiner Seelsorgetätigkeit für die ganze Gemeinde aktiv. Apostel bedankte sich für die Treue zu dem vor vielen Jahren gegebenen Ja-Wort und den Fleiß, mit dem Priester der Gemeinde gedient habe.
Nach der Ruhesetzung beauftragte der Apostel den Priester, auch weiterhin in der Bedienung der kranken Glaubensgeschwister tätig zu bleiben.
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