Bielefeld. Am Sonntag, 18. Dezember 2022, kam Apostel Stefan Pöschel in die Gemeinde Bielefeld-Sennestadt, um den Wechsel in der Gemeindeleitung zu vollziehen. Der aktuelle Gemeindeleiter, Priester Roland Jacob, trat altersbedingt in den kirchlichen Ruhestand und sollte würdige Nachfolger bekommen.
Neben den Gläubigen der Gemeinde waren Weggefährten, Freunde und ehemalige Gemeindemitglieder in das adventliich geschmückte Gotteshaus in der Schlinghofstraße gekommen, um den besonderen Gottesdienst mitzuerleben. Außer dem scheidenden Vorsteher sollte auch Diakon Martin Hübner in den Ruhestand verabschiedet werden.
Letzte Worte an die Gemeinde
Während des Gottesdienstes hatte Priester Roland Jacob in seinem Predigtbeitrag noch einmal Gelegenheit, sich an die Gemeinde zu wenden. Er dankte für die Bereitschaft zur Mitarbeit und die Unterstützung in der Zeit als Vorsteher der Gemeinde und rief die Sennestädter auf, auch den neuen Vorsteher und seinen Stellvertreter so im Herzen zu tragen und ihnen ebenfalls Unterstützung zuteil werden zu lassen.
Dank für ehrenamtliche Tätigkeit
Apostel Pöschel rief die künftigen Ruheständler vor den Alter. In seiner Ansprache zur Ruhesetzung würdigte der Apostel die lange ehrenamtliche Tätigkeit der beiden Amtsträger. Priester Jacob diente über 40 Jahre in verschiedenen Ämtern in der Neuapostolischen Kirche, davon über zehn Jahre als Gemeindeleiter. Diakon Hübners Amtstätigkeit belief sich auf mehr als 30 Jahre.
Stefan Pöschel ging noch einmal kurz auf die vielfältigen Tätigkeiten der beiden in ihrem Dienst als Amtsinhaber ein und entband sie darauf von der Verantwortung, die das Amt mit sich gebracht hatte, mit einem herzlichen Dankeschön.
Beauftragung und Ernennung
Nach der Ruhesetzung musste die Lücke wieder gefüllt werden und der Seelsorger rief die beiden Priester Karsten Meyer-Gräfe und Jörg Peter vor den Altar.
Priester Meyer-Gräfe sollte als neuer Vorsteher beauftragt, Priester Peter zu seinem Stellvertreter ernannt werden.
Er begrüßte die beiden am "lebendigen Altar Gottes" und betonte, dass sie die Aufträge für die Gemeinde aus der Hand Gottes empfangen sollen. Das, so der Apostel, mache demütig, begründe aber auch den Sendungsauftrag, was wichtig sei, weil es Rückenwind gebe. Die Gemeinde möchte liebe und liebende Vorangänger, die freundlich mit der Gemeinde sprechen und liebevoll mit den Anvertrauten umgehen, gleich, wie unterschiedlich sie sind. Es sei die Kunst in jedem das zu sehen, was Gott in ihn hineingelegt habe: Jeder sei ein Schaf der Herde Christi. Somit sollten die zwei gute Hirten in der Gemeinde sein.
Stefan Pöschel fragte beide Priester, ob sie die Aufgabe annehmen wollten, was jeder mit einem kräftigen "Ja" beantwortete.
Darauf empfing Priester Meyer-Gräfe knieend den Segen zur Beauftragung als Gemeindeleiter, während Priester Peter stehend die Ernennung zum stellvertretenden Gemeindeleiter entgegennehmen durfte.
Dank aus der Gemeinde
Die beiden Ruheständler erhielten hernach von der Gemeinde jeweils einen üppigen Blumenstrauß und eine kleines Präsent.
Gottesdienst
Apostel Stefan Pöschel diente der Gemeinde nach einem Bibelwort aus Sacharja 2,14: "Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der Herr."
Er stellte zunächst den Kontext dar, aus dem das Bibelwort entstammte. In vielen Lebenssituationen habe jeder in seinem Umfeld gar keinen Grund zur Freude. Stefan Pöschel betonte aber: Das Freuen im Herrn möge kein flüchtiges Gefühl sein, weil die aktuelle Situation es nicht hergibt, sondern eine tiefe Grundhaltung in der eigenen Seele, weil der Heilige Geist offenbare, wer Gott sei und was er vor habe zu tun. Mit dem Wissen, dass Gott Liebe ist und das Beste für einen jeden beschlossen hat, könne sich die Zufriedenheit in der Seele ausbreiten.
Der gemischte Chor der Gemeinde leistete zwischendurch immer wieder schöne musikalische Beiträge zur Freude der versammelten Gemeinde.
Für einen weiteren Predigtbeitrag rief der Seelsorger den künftigen Ruheständler Priester Jacob an den Altar.
Die Vorbereitung der Gemeinde auf die Sündenvergebung und das Heilige Abendmahl übernahm der stellvertretende Leiter des Kirchenbezirks Ostwestfalen-Lippe, Bezirksältester Kurt Meßman.
Abschied und Dank
Nach Abschluss des Gottesdienstes hatte jeder Anwesende beim Abschied die Gelegenheit, seinen Dank an die Ruheständler auszudrücken und die neue Gemeindeleitung willkommen zu heißen.
Später wurden noch einige Erinnerungsfotos gemacht, denn auch der Vorgänger von Roland Jacob im Vorsteheramt, Priester i.R. Hans-Gerd-Benders, war für den Gottesdienst angereist.
21. Dezember 2022
Text:
Uwe Goldstein
Fotos:
Uwe Goldstein
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