Bielefeld-Sennestadt. Die Neuapostolische Kirche in Bielefeld-Sennestadt war am Sonntag, 25. Februar 2024, bis fast auf den letzten Platz besetzt: Apostel Carsten Denker hatte seinen Besuch zugesagt. Er feierte den Gottesdienst mit der Gemeinde, spendete den Segen zur Heiligen Versiegelung, ordinierte zwei Diakoninnen und verabschiedete Priester Hartmut Kramer in den Ruhestand.
In seiner Ansprache zum Ruhestand stellte der Apostel die Wertschätzung, die Priester Kramer in der Gemeinde genießt, in den Mittelpunkt. Es seien ihm im Vorfeld einige Zeilen zugegangen, in denen seine Eigenschaften beschrieben wurden. „Es ist fantastisch, was für ein Bild von dir in den Herzen der Brüder und in der Gemeinde verankert ist“, so der Apostel.
„Es wird mir nicht gelingen, alles aufzuzählen, was du getan hast. Über 20 Jahre hast du auch den Konfirmandenunterricht mit geleitet. Aber der große Gott, der weiß alles und dir gilt sein Dank und sein Segen in Zukunft“, sicherte der Apostel dem Priester zu.
Priester Roland Scholz bedankte sich aus dem Kreis der Konfirmandenlehrer und Konfirmanden mit einem bunten Blumenstrauß bei Priester Kramer sowie einem herzlichen Dankeschön, in einige wenige Buchstaben verpackt: ,Merci‘, lieber Hartmut.
„Seid Friedensbotinnen“
„Ich empfinde es als einen sehr bewegenden Augenblick, den wir hier erleben“, wandte sich Apostel Denker an die beiden Glaubensschwestern, die das Amt der Diakonin empfangen sollten, Bianca Krueger aus der Gemeinde Bielefeld-Sennestadt und Anja Merkert aus der Gemeinde Enger-Spenge. Er sagte ihnen zu: „Gott wird euch heute so viel Kraft und so viel Segen geben, wie ihr euch das gar nicht vorstellen könnt.“
Eine große Bitte hatte er an die beiden was ihre zukünftige Aufgabe angehe: „Wenn ihr mit den Geschwistern zusammen arbeitet, für sie da seid, intensiv in die Seelsorge geht, dann seid wahre Friedensbotinnen. Etwas was in der heutigen Zeit Mangelware ist.“
Ein Stück göttlicher Herrlichkeit
In seiner Ansprache zur Heiligen Versiegelung sprach Apostel Denker von der Gabe des Heiligen Geistes als ein Stück göttlicher Herrlichkeit, das in die Seelen der Kinder gelegt werde. Die Gabe des Heiligen Geistes schenke den Kindern die Gotteskindschaft, die Voraussetzung auf ewig bei Gott sein zu dürfen.
König Hiskia - Vorbild in der Fürbitte
Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort: „Doch Hiskia betete für sie und sprach: Der HERR, der gütig ist, wolle gnädig sein allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen, den HERRN, den Gott ihrer Väter, auch wenn sie nicht die Reinheit haben, die dem Heiligtum gebührt. Und der HERR erhörte Hiskia und vergab dem Volk.“ (2.Chronik 30,18-20)
Apostel Denker erläuterte zunächst den Kontext des Bibelwortes und hob die Haltung König Hiskias hervor, fürbittend vor Gott einzutreten für die Gäste des Passafestes, die sich nicht an die Regeln der Reinheit hielten.
Der Wert der Fürbitte
Stammapostel Jean-Luc Schneider habe die Fürbitte als einen wichtigen Bestandteil auf die Vorbereitung der Wiederkunft Jesu Christi benannt. Der Wille Gottes sei eindeutig beschrieben: Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst.
Fürbitte habe auch noch einen anderen Aspekt. Wenn man sich mit dem Leid und den Sorgen anderer beschäftige, sich selbst reflektiere und bemerke, dass es einem doch eigentlich gut geht, erlebe man eine ganz andere Intensität der Dankbarkeit.
Und schließlich sei die Fürbitte aus der Sicht desjenigen zu sehen, der sie empfängt und bemerkt, da ist jemand, der interessiert sich für mich, der sieht mich, der nimmt mich wahr und sagt mir ganz persönlich: Ich bete für dich.
Der Apostel wies auf den Entschlafenen-Sonntag hin und auf den Wert der Fürbitten für die Seelen im Jenseits.
„Welche Anforderung habe ich denn selbst an meine Fürbitte?“, so die Frage des Apostels. „Knüpfen wir immer gleich die Erfüllung unserer Bitten mit an? - Die Hilfe liegt allein in Gottes Hand. Unsere Fürbitten tun gut, sie geben dem Nächsten Kraft und das Gefühl: Ich bin nicht allein.“
Meine Verbindung zu meinem Gott
Bischof Peter Johanning wies in seinem Predigtbeitrag besonders auf das Heilige Abendmahl hin: „Das ist meine Verbindung zu meinem Gott und wenn ich das erlebe, dann sollen es andere auch erleben. Denn was mir gut tut, das gönne ich anderen Menschen auch von ganzem Herzen.“
Ein Dankeschön an die Gemeinde
Priester Hartmut Kramer bedankte sich in seinem letzten Predigbeitrag bei seiner Gemeinde für alle Fürbitten und auch für die Gemeinde als Seelsorger. Er freue sich, dass die Verbindung im Gebet und in der Gemeinschaft weiterhin bestehen bleibe.
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