Quelle-Steinhagen. „Zimmer eins war auch zwei, und Zimmer zwei war auch drei, alle vereint, zusammen in einem Haus.“
Der Gottesdienst zum Gemeindesonntag in der Gemeinde Quelle-Steinhagen am 04.06.2023 hatte – vorbereitet und gestaltet von den Jugendlichen der Gemeinde – einen etwas anderen, jedoch besonderen und berührenden Rahmen. Aus dem Wunsch heraus Gottesdienst mit allen seinen Elementen intensiv erleben zu können, hatten sich die Jugendlichen einige Akzente überlegt, die den Gottesdienst bereichern sollten.
Poetry Slam
Unter der Überschrift „Die Gegenwart des dreieinigen Gottes“ wurde die Gemeinde mit dem Poetry Slam „Haus“ – extra zu diesem Anlass von einem Jugendlichen getextet – auf das Thema des Gottesdienstes eingestimmt.
Drei Kerzen
Bevor das Eingangslied „Großer Gott wir loben dich“ erklang, stellten drei Jugendliche drei weiße, brennende Kerzen, symbolisch für den dreieinigen Gott, vor dem Altar auf einer dafür aufgestellten Marmorsäule ab.
Predigt
In der Predigt verglich der Jugendbetreuer der Gemeinde, Priester Sven Althof, die Trinität mit dem Element Wasser, welches in seinen drei Aggregatzuständen fest, flüssig und gasförmig ein schönes Bild für Gott in seinen drei Personen Vater, Sohn und Heiliger Geist bot.
In dem Bild des Leben spendenden Wassers ging Priester Althof, sowie Co-Prediger Wolfgang Stark – ehemaliger und geschätzter Jugendbetreuer der Gemeinde, auf den vor dem Gottesdienst vorgetragenen Poetry Slam „Haus“ ein und führte aus, dass der dreieinige Gott nicht etwas Abstraktes bleiben muss, sondern auch Auswirkungen auf unsere Leben haben kann:
Der Protagonist im Poetry Slam erkennt in sich als Haus drei Zimmer. Im ersten Zimmer erfährt er die Liebe, Fürsorge und Allmacht Gottes, im zweiten Zimmer erkennt er, dass unter dem Einfluss und dem Verdienst Jesu Reflexion und Selbsterkenntnis Raum gewinnen und im dritten Zimmer spürt er die aus Gott kommende, lebendige Kraft des heiligen Geistes in seiner Seele. „Doch dann kommt [ihm] der Gedanke, und erste jetzt fällt [ihm] auf: Zimmer eins war auch zwei, und Zimmer zwei war auch drei, alle vereint, zusammen in einem Haus.“
Zwei besondere Momente im Gottesdienst
Im Ablauf des Gottesdienstes sollte es aber noch zwei weitere Momente mit aha-Effekt geben. In der liturgischen Abfolge zur Sündenvergebung und zur Feier des Heiligen Abendmahls gab es eine kleine Zäsur. Und vielleicht fiel erst jetzt den Gottesdienstteilnehmern auf, dass auf dem Altar etwas fehlte. Vor der Aussonderung der Hostien trugen 6 Geschwister - aus der Mitte der Gemeinde - die Abendmahlskelche, die zuvor im hinteren Teil des Kirchenschiffes aufgestellt waren, würdig und langsamen Schrittes zum Altar und deckten somit den Tisch für die Tischgemeinschaft mit Jesus Christus.
Auch das Schlussgebet sollte noch einmal die Gottesdienstteilnehmer berühren. Vier Jugendliche sprachen das Schlussgebet mit den Inhalten „Dank/Anbetung“, Fürbitte, „Persönliche Bitten“, „Nahe Wiederkunft Christi“, welches der Dienstleiter mit dem Schlusssegen, welcher Textgrundlage für den Gottesdienst war, „Die Gnade unseres Herrn
Jesus Christus, und die Liebe Gottes, und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“ beendete.
Musik
Umrahmt wurde der Gottesdienst nicht wie üblich vom Gemeindechor, sondern durch Musik der Jugendband „Holy Tunes“, die am Ende mit reichlich Applaus bedacht wurde.
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