Bad Oeynhausen. Am Sonntag, 21. Januar 2024 erlebten die Jugendlichen und Jugendbetreuer aus den Bezirken Ostwestfalen-Lippe, Minden und Osnabrück den Jugendauftaktgottesdienst in der Gemeinde Bad Oeynhausen, zusammen mit Apostel Carsten Denker. Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort aus Matthäus 20,32: Jesus aber blieb stehen, rief sie und sprach: Was wollt ihr, dass ich für euch tun soll?“
Vor dem Gottesdienst konnten die Jugendlichen in einer Umfrage ihre Wünsche für das neue Jahr mitteilen. Etwa 200 Wünsche sind von den Jugendlichen genannt worden, darunter Wünsche für Schule, Studium und Beruf, Wünsche für die Jugendarbeit in der neuapostolischen Kirche und Wünsche für das gesellschaftliche Zusammenleben.
Direkt nach dem Vorlesen des Bibelwortes, wurde in einer Lesung aus Matthäus 20, 29-34, das Umfeld des Bibelwortes geschildert. Dazu spielten zwei Jugendliche zwei Blinde, wobei einer auf den Augen blind war, die andere Blinde, war aber mit der Seele blind. So wurden zwei unterschiedliche Seiten von Blindheit aufgezeigt und auch wie unterschiedlich die Wünsche "nach wieder sehen können" waren.
Jesus liebt uns
Apostel Denker wünschte den Jugendlichen, dass sie fühlen mögen, dass es ein ganz besonderer Gottesdienst für sie wird. Dazu muss das Herz ganz weit geöffnet werden, um die Impulse, die ein Gottesdienst gibt, auch aufnehmen zu können. So ein Impuls war die Aussage von Apostel Denker, dass Jesus Christus uns liebt, ohne Einschränkung. Das ist die Grundlage dafür, dass Jesus unsere Wünsche auch erfüllen möchte. Die Liebe Jesu sei uns sicher und keine Macht der Welt kann uns von dieser Liebe trennen. Deshalb können wir auch mutig sein und Jesus unsere Wünsche mitteilen.
Wunscherfüllung
So erging es auch den zwei blinden Männern, von denen im Bibelwort die Rede ist. Sie hatten schon viel von Jesus gehört, wussten um seine Wunder, die er bereits getan hatte und erkannten ihn als den Messias. Die Männer riefen nach ihm, er aber überließ es ihnen, zu sagen, welchen Wunsch sie hatten und fragte sie: „Was wollt ihr, dass ich für euch tun soll?“ Sie haben dann ihre Bitte vorgetragen, Jesus hat sie berührt und sie sehend gemacht.
Durch diese Begebenheit zeigte der Apostel vier Aspekte auf, die notwendig sind, wenn wir Jesus um etwas bitten:
- Grundvorraussetzung ist der feste Glaube an Jesus Christus.
- Wir werden aktiv, wir können mit Jesus im Gebet sprechen. Dazu passt auch das Jahresmotto 2024 der neuapostolischen Kirche: Beten wirkt!
- Wir sollen uns Gedanken machen, was wir uns wirklich wünschen. Was sind unsere Herzenswünsche, was brauchen wir, was ist wirklich wichtig?
- Wir können die Nähe zu Jesus suchen und seine Berührung zulassen.
„Wir lieben Jesus Christus, wir glauben an ihn, wir suchen die Verbindung im Gebet und wir wollen ihm unsere Wünsche sagen und dann wollen wir uns auch von ihm berühren lassen. Wir suchen immer wieder seine Nähe in den Gottesdiensten, da kann er uns berühren und unsere Wünsche erfüllen.“ so fasste Apostel Denker die vier Aspekte zusammen.
Unerfüllte Wünsche
Bezirksevangelist Thomas Wiktor stellte die Frage in den Raum: "Was passiert, wenn der Wunsch, der im Gebet vorgebracht wurde, ganz anders erfüllt wurde, als gedacht? Können wir dann aus unserem Vertrauen heraus zu Jesus sagen: Mach du das so, wie es für mich richtig ist?“ Oft formulieren wir konkrete Wünsche und Vorstellungen an Jesus Christus, aber Evangelist Wiktor gab die Empfehlung, die Wünsche frei zu geben und Jesus einfach machen zu lassen. Er weiß, was das Beste für uns ist.
Wunschänderung
Bezirksevangelist Stefan Vogt war froh über seinen Sitzplatz, da er von dort direkt die Wünsche der Jugendlichen aus der Umfrage lesen konnte, die als Wortwolke an die weiße Kirchenwand projiziert wurden. Er fragte dann, ob sich die Wünsche nach dem Gottesdienst verändert hätten? Das kann eine ganz große Leistung eines Gottesdienstes sein, dass man durch die Konzentration auf ein Thema, auf ganz andere Ideen kommt. Der Bezirksevangelist wies noch einmal auf das Motto für 2024 hin: „Beten wirkt, heißt nicht automatisch, dass Beten unsere Wünsche erfüllt, sondern, dass es etwas in uns bewirkt. Vielleicht, dass sich Wünsche konzentrieren, dass die Wünsche unter einem anderen Gesichtspunkt gesehen werden können.“
Buße
Anstelle des Bußliedes, welches vor der Feier des Heiligen Abendmahls gesungen wird, wurden diesmal per Beamer Sätze an die Wand projiziert. Zu lesen waren negative Aussagen über, und schlechte Wünsche an unsere Mitmenschen, aber auch Eingeständnisse vom eigenen falschen Verhalten. Das dazu mit dem Klavier die Melodie des Liedes „Ich bete an die Macht der Liebe“ gespielt wurde, machte den Moment sehr emotional.
Abschluss
Zum Ende des Gottesdienstes bat Dirigent Marc die Gottesdienstbesucher, die nicht im Chorbereich saßen, aber gerne singen, mal gesungen haben und immer mal wieder singen wollten, sich dem Chor anzuschliessen. Die Zahl der Sängerinnen und Sänger stieg sprunghaft nach oben und so konnte ein besonders krafvolles "Jauchzet und singet" als Abschlusslied gesungen werden. Danach hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, gemeinsam noch etwas Zeit zu verbringen und sich am Finger-Food-Buffet zu stärken.
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