OWL/Bielefeld-Mitte. Apostel Carsten Denker feierte am Sonntag, dem 4. Februar 2024 mit der Gemeinde den ersten Gottesdienst in der Kirche Bielefeld-Mitte nach Erstellung eines Anbaus und umfangreichen Renovierungsmaßnahmen. In der Predigt betonte er die Bedeutung der Gemeinde als „Heimat“ für die Gläubigen.
Vor fünf Jahren genehmigte der Landesvorstand den Anbau eines Mehrzweckraums für die große Gemeinde Bielefeld-Mitte. Diese liegt fußläufig von der Innenstadt erreichbar im Westen der Stadt und zählt rund 470 Mitglieder. Im Zuge der Planungen ergaben weitere Notwendigkeiten wie die Instandsetzung der maroden Fensterkonstruktion aus Holz im Kirchensaal. Hierbei stand im Vordergrund, die vorhandene hochwertige Kunstverglasung zu erhalten und gleichzeitig für die erforderliche Wärmedämmung zu sorgen. Notwendig wurden zudem die Sanierung des Dachs und die Erweiterung des Parkplatzes.
Ausweichquartier „Mensa“
Die Arbeiten am Gebäude starteten im Oktober 2021. 2022 zog die Gemeinde daher in ein Ausweichquartier. Dazu wurde die sogenannte „Mensa“ ausgewählt, ein von der Kirche genutztes Mehrzweckgebäude in der Nähe mit langer Geschichte (siehe separater Bericht).
Verschiedene Gründe führten dazu, dass sich die Fertigstellung der Arbeiten immer wieder verzögerten. Umso dankbarer waren die Gemeindemitglieder, dass sie das Gebäude nun nach zwei Jahren wieder beziehen konnten.
„Habt die Stätte lieb“
Den ersten Gottesdienst feierte Apostel Carsten Denker mit der Gemeinde am 4. Februar 2024. Der Predigt legte er das Bibelwort aus Psalm 26,8 zugrunde: „Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt.“
„Bei aller Pracht des Gebäudes: Wenn ihr nicht da seid, dann ist es nur halb so schön“, begrüßte der Apostel die Gemeindemitglieder zum Gottesdienst. Es sei zwar an anderen Orten oft spannend, aber zu Hause sei es doch am schönsten, sprach er besonders die Kinder an.
Im weiteren Verlauf der Predigt ging er auf die Bedeutung des Kirchengebäudes als „Heimat der Seele“ ein, indem die Menschen die Nähe Gottes erleben könnten. „Habt es lieb und freut euch darauf“, ermunterte Apostel Denker und bat zudem darum, die Kirche zu einem Bethaus zu machen, in dem man gemeinsam vor Gott tritt und vor allem auch für andere bittet, nicht nur für sich selbst. „Hier in dieser Kirche mag sich jeder willkommen wissen, es soll ein Ort der Integration sein“, so sein Wunsch.
Zukunft der Gemeinde mitgestalten
Gemeindevorsteher Evangelist Jörg Adomeit ermunterte jeden Einzelnen, sich einzubringen: „Es kommt auch auf dich an!“. Bischof Peter Johanning rief dazu auf, nach vorn zu schauen und die Zukunft der Gemeinde und Kirche aktiv mitzugestalten.
Im Gottesdienst spendete der Apostel zwei Kleinkindern das Sakrament der Heiligen Versiegelung und ordinierte für die Gemeinde eine Diakonin sowie einen Priester. Ein weiterer Diakon wurde bestätigt. In Bielefeld-Mitte sind nun 25 ordinierte Seelsorger und Seelsorgerinnen tätig, die die Kirchenmitglieder vor Ort betreuen.
Anbau auf Stelzen
Der vorgesehene Anbau für das Kirchengebäude Bielefeld-Mitte wurde aufgrund der limitierten Grundstücksgröße im ersten Obergeschoss umgesetzt. Dazu wurde er auf einem aufwändigen Ständerwerk am zur Straße rückwärtigen Gebäudeteil errichtet, so, dass die Parkplätze darunter erhalten bleiben.
Der Raum im Anbau ist teilbar und bietet Platz für bis zu 160 Personen. Er beinhaltet auch einen großzügigen Küchenbereich, der für Gemeindeaktivitäten genutzt werden kann und durch zusätzliche private Spenden von Gemeindemitgliedern ermöglicht wurde. Eine Kinderspielecke ist mit einem weichen Boden ausgestattet. Erhöhte Fensterbänke laden mit Kissen zum Verweilen ein. Insgesamt wurden in die Maßnahmen rund 1,8 Millionen Euro investiert.
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