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KiGo 10-14: Wenn du deinem Nächsten Gutes tust,
kann Gott Großes daraus machen.

 

OWL/Schildesche. Zum ersten KiGo 10-14 (Kindergottesdienst) in diesem Jahr versammelten sich Kinder, Lehrkräfte und einige Eltern in der historischen Johanneskapelle in Bielefeld-Schildesche, bis Anfang 2025 das Gebäude der Neuapostolischen Kirchengemeinde. Das Kirchengebäude aus dem Jahr 1688 mit seinem außergewöhnlichen Charme verlieh dem Gottesdienst, den Priester Roland Scholz mit den Gläubigen feierte, einen besonderen Rahmen.

Grundlage des Gottesdienstes war ein Bibelwort aus dem Evangelium nach Johannes: „Jesus nahm die Brote, sprach darüber das Dankgebet und verteilte sie an die Menge. Mit den Fischen tat er dasselbe, und alle hatten reichlich zu essen.“ (Joh.6,11) Priester Scholz las die Übersetzungen aus der Lutherbibel und zum besseren Verständnis aus der Gute Nachricht Bibel.

Keine Zauberei, keine Magie

Zunächst ging Scholz auf den Kontext des Bibelwortes ein. Jesus war mit seinen Jüngern unterwegs, viele Menschen folgten ihm, sie wollten hören was Jesus predigte. „Da war richtig was los“, erklärte er. „Alle hörten gebannt zu. - Doch mit der Zeit wurden die Menschen hungrig.“

Was also tun? Die Bibel spricht von etwa 5000 Männern, die um Jesus waren. Es gab keine Möglichkeit in der Nähe etwas Essbares zu besorgen.

Ein Junge wurde zu Jesus gebracht, so berichtet die Bibel, der hatte fünf Brote und zwei Fische in seinem Korb. Aber, wie sollte das für alle reichen? „Doch Jesus hatte ein Ass im Ärmel“, verriet Priester Scholz. „Keine Zauberei, keine Magie. – Jesus sprach ein Dankgebet zu seinem Vater, dem großen Gott. Er wusste, dass er sich auf ihn verlassen konnte. Und dann, so sagt es die Bibel, verteilte er Brote und Fische und es reichte für alle. Es war sogar noch etwas übrig.“

„Was hat uns das heute zu sagen?“, wandte sich der Priester an die Gemeinde. - Der große Gott könne auch heute noch aus kleinen Dingen Großes machen.

Von den anvertrauten Talenten

Scholz verwies auf den letzten KiGo, da ging es um die anvertrauten Talente. (Matth.25,14-30) Im Anschluss an diesen Gottesdienst bekam jede Gemeinde ein Jutesäckchen mit 10 Euro. Mit diesem Geldbetrag konnte gearbeitet werden.

Kinder und Lehrkräfte hätten die Herausforderung angenommen und mit den Talenten gehandelt. „Und ihr habt dabei sicherlich den großen Gott mit ins Boot geholt“, vermutete Scholz. Es sei daraus etwas „Großes“ entstanden. „Doch dazu später mehr“, so der Priester mit einen Augenzwinkern.

Mit Gottes Hilfe anderen Gutes tun

Der Junge, von dem die Bibel berichtet, hätte sein Brot und die Fische auch für sich behalten können. Das habe er aber nicht getan. Er habe Verantwortung übernommen. So konnten mit Jesu Hilfe alle satt werden. Es wurde geteilt was da war. - „Auch ihr werdet den erarbeiteten Geldbetrag teilen, er soll kranken Kindern zu Gute kommen“, verriet Roland Scholz.

Das Teilen und Verantwortung übernehmen sei auch auf anderen Ebenen möglich. Christinnen und Christen trügen beispielsweise Verantwortung dafür, Frieden zu halten und Frieden zu stiften in ihrem Umfeld. Sich Zeit für den Nächsten nehmen, wenn man bemerke, dass es ihm nicht gut gehe, sei auch eine Möglichkeit Verantwortung zu übernehmen und zu teilen. Auf ihn zuzugehen, ihm zuzuhören und zu zeigen, dass man für ihn da sei.

Letzter KiGo für die diesjährigen Konfis

Nach dem Gottesdienst bat Priester Scholz alle Konfis an den Altar, um sie, so wie es Tradition sei, gebührend zu verabschieden. Er wünschte ihnen, dass Gutes entstehe aus der Verantwortung, die sie bei der Konfirmation für ihren Glauben übernähmen und bedankte sich für die gemeinsame Zeit.

Die Jutesäckchen

Was hat es mit den Jutesäckchen auf sich? - Sie wurden im November 2025 im KiGo 6-9 und im KiGo 10-14 an jede Gemeinde verteilt. Der Inhalt belief sich auf 10 Euro, der Auftrag lautete: Handelt mit euren Talenten.

Es wurde gebastelt und gebacken, eingeladen und angeboten, gemeinsam gehandelt. Einige Kinder berichteten von ihren Aktionen. - Und es ist der stolze Betrag von 1.943,83 Euro zusammengekommen. Insgesamt aus dem Kreis des KiGo 6-9 und KiGo 10-14 kamen 5.150 Euro an Spendengeldern zusammen.

„Das Geld soll kranken Kindern zu Gute kommen“, erklärte Priester Michael Tenger. „Die Spende geht an das Kinder- und Jugendhospiz Bethel“. 

Gemeinschaft teilen

Viele fleißige Hände hatten dafür gesorgt, dass nach dem Gottesdienst ein gut bestücktes Buffet bereitstand und wer mochte konnte noch bleiben und neben gutem Essen auch Gemeinschaft teilen.

21. Februar 2026
Text: msch
Fotos: msch

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