Bad Pyrmont. Am 20.März 2024 hielt Bischof Peter Johanning einen Gottesdienst in der Gemeinde Bad Pyrmont. Im Gottesdienst kam erstmals der neu gegründete Männerchor zum Einsatz. In seiner Predigt verarbeitete er das Wort aus Psalm 145,8: „Gnädig und barmherzig ist der Herr, geduldig und von großer Güte“.
Barmherzigkeit und Gnade
„Fühlt euch glücklich und aufgehoben, heute ist erstmal Gottesdienst“, begann Bischof Peter Johanning die Predigt. Gottesdienst sei schon zu allen Zeiten eine besondere Begegnung mit dem Schöpfer gewesen.
Eingehend auf das Bibelwort erläuterte der Bischof einige Hintergründe: David, der Schreiber des 145. Psalms, sei ein Lyriker gewesen und verglich Gott in seinem Text mit einem guten König. Dieser kümmere sich um das Wohl der Menschen. Dabei beschrieb David seinen Gott mit ganz besonderen Vorzügen: „Gnädig und barmherzig ist der Herr“. „Das sind gute Kennzeichen für einen König“, so Bischof Johanning. Dieser ließe auch mal Gnade vor Recht ergehen.
Bei Gott gebe es keine Vorurteile, führte er weiter aus. Dieser habe keine Kategorien. „Barmherzigkeit ist die äußerste Form von Gnade“, sagte der Bischof. Jesus Christus habe das vorgelebt: Er habe als wahrer Gott gehandelt wie bei der Frau, der man Ehebruch vorwarf. Diese hätte man nach dem Gesetz anklagen können.
Gottes große Geduld
Im zweiten Teil der Predigt rief der Bischof die Zuhörer auf, sich bezüglich der eigenen Geduld zu hinterfragen. „Was machst du denn, wenn dir nicht ausreichend Anerkennung gezollt wird?“ Dann sei die eigene Geduld angegriffen.
Bei Gott sei das anders, er kenne keine Ungeduld. „Er ist kein strafender, drohender oder ausgrenzender Gott, sondern gnädig, barmherzig und von großer Güte.“
In seiner Begleitung waren der Bezirksälteste Kurt Meßmann und der Bezirksevangelist Ulrich Wiesemann.
Das Bußlied trug zur Überraschung der neu gegründete Männerchor vor.
Nach dem Gottesdienst sang der Gemeindechor mit Klavierbegleitung das Lied „Herr bleib bei mir“ aus dem Gesangbuch. „Ein altes britisches Lied, das von Soldaten im Ersten Weltkrieg gesungen wurde und das gerade in diesen Zeiten der existentiellen Not eine Menge mit Menschen macht“, so der Bischof zum Abschluss. Dieses Lied sei auch für Christen passend, denn es komme zum Ausdruck, dass die Gläubigen sich dem großen Gott anvertrauen dürfen.
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