Bad Pyrmont. Wie kann man die Gemeindemitglieder der NAK Bad Pyrmont auf Karfreitag und das Osterfest einstimmen? Diese Frage hatte sich das Gemeindegremium gestellt. Geplant wurde eine „Besondere Vorbereitung auf Karfreitag mit Fußwaschung und Gedächtnismahl“ am Mittwoch, dem 27. März 2024 und eine „Lichtandacht“ am Samstag, dem 30. März 2024.
Besondere Vorbereitung auf Karfreitag
Bei Kerzenschein und einer dem Anlass entsprechend geschmückten Kirche konnten die Glaubensgeschwister ein Gemeinschaftsmahl mit Brot und Wein und eine Fußwaschung erleben.
Diakonin Ulrike Ludorff begann mit einem Gebet. Sie erklärte, dass man bei Karfreitag den Fokus auf die Leiden Jesu und die eigene Schuld richten kann. In dieser Vorbereitung solle der Schwerpunkt aber die erlösende Liebe sein.
Dann erlebten die Teilnehmer ein Ritual zur inneren Einkehr.
Beim Gedächtnismahl wurde den Glaubensgeschwistern geraten, nachdem sie sich ihren Teil genommen hatten, den Kelch und das Brot mit einem liebevollen Blick weiterzureichen und sich dabei Zeit zu lassen.
Im Anschluss konnte sich, wer wollte, einer Fußwaschung unterziehen. Dabei stehen „Füße“ sinnbildlich für Selbsterniedrigung. „Demut vor Gott ist die mutige Haltung, eigene Schatten und Sünde anzuschauen und sie Gott hinzuhalten“, so Diakonin Ulrike Ludorff.
Die Fußwaschung wurde von Diakonin Ludorff und Rebecca Linnemann durchgeführt. Alle Aktionen wurden mit passender stimmungsvoller Musik begleitet.
Lichtandacht am 30. März 2024
Am Samstag vor Ostern trafen sich um 20 Uhr zahlreiche Glaubensgeschwister auf dem Parkplatz vor der Kirche. Fackeln entlang der Gehwege wiesen den Weg zur Schale mit dem Osterfeuer.
Nach dem Gebet des Vorstehers, Priester Theo Meier-Hans, zündete er die Osterkerze an und alle Teilnehmer folgten ihm in die dunkle Kirche. Am Eingang bekam jeder eine Kerze. Dort erlebten alle zunächst einen Moment der Stille. Rebecca Linnemann erklärte die Osternacht als Verbindungsstück zwischen Schmerz, Verzweiflung und Orientierungslosigkeit von Karfreitag und der Freude, Jubel und Dankbarkeit an Ostern.
Am Osterlicht wurden die mitgebrachten Kerzen entzündet. Weitere Kerzen im Raum standen stellvertretend für Seelen aus der Ewigkeit und die, die nicht dabei sein konnten.
Es folgten Musik- und Wortbeiträge, die sich mit dem Thema Dunkelheit und Licht befassten.
Nach dem Schlussgebet stimmten alle in das gemeinsam gesungene Lied „Der Herr ist mein Licht“ ein.
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