Bad Pyrmont. Am 22.09.2024 hielt Evangelist Andreas Lutter aus Detmold einen Bezirks-Jugendgottesdienst in Bad Pyrmont. Hierzu waren alle Jugendbeauftragten des Bezirkes und die Gemeinde Bad Pyrmont eingeladen.
Bedürftigkeit erkennen
Direkt vor dem Gottesdienst wurde ein Rollenspiel vorgetragen, in dem es um wirtschaftliche, soziale Nöte aber auch um Wohlstand von Menschen ging und wie sie über sich selbst und über die Mitmenschen dachten und urteilten.
Dem Gottesdienst lag das Textwort aus Lukas 10,29 zugrunde: Er (der Gesetzeslehrer) aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Wer ist denn mein Nächster?
Evangelist Lutter führte aus: „Wenn man Gottesdienst hält, dann fragt man sich manchmal selbst, wer denn der Nächste ist und wie man mit dem Thema umgeht. Packt man zu Weihnachten mal ein paar Pakete und verteilt diese an die Obdachlosen in der Stadt und hat dann sein Gewissen für das Jahr beruhigt?“
Es gäbe viele Beispiele, wo wir an Situationen vorbeigehen und uns hinterher selber sagen: „Das wäre mein Nächster gewesen, da hätte ich helfen können." Man tue es jedoch häufig nicht weil man mit sich selbst beschäftigt sei, so der Evangelist.
„Wir wissen darum, dass unser himmlischer Vater uns diese Aufgabe gegeben hat: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Und wir brauchen keine herausfordernde Frage zu stellen. Unsere Aufgabe ist es zu fragen: Wer ist denn mein Nächster in diesem Moment.“
Praktische Barmherzigkeit
In seiner Co-Predigt ging Bezirksevangelist Christoph Ewering aus Paderborn auf den letzten Satz des vom Jugendchor vorgetragenen Liedes ein - ich warte auf die Zeit voll Frieden und Gerechtigkeit -. Er stellte die Frage: „Was tust du dafür? Wartest du darauf, das Frieden und Gerechtigkeit vom Himmel fallen werden? Oder nimmst du dir dieses Gleichnis und sagst: Ich kann noch etwas Gutes tun und meinen Nächsten sehen.“ Dieses fange bei Kleinigkeiten an wie z.B. dem Nachbarn helfen. Man könne davon ausgehen, dass es jedem Menschen an etwa mangele. Jesus hat damals das Beispiel genommen, dass jemand fast totgeschlagen wurde. Soweit müsse es nicht kommen. Er ermahnte die Jugendlichen: „Macht eure Augen auf! Du bis vielleicht hierin gut, du kannst da helfen.“ In der heutigen Zeit sei allein schon der Zuspruch gut.
Der Vorsteher und Jugendleiter der Gemeinde Bad Pyrmont, Priester Theo Meier-Hans sagte in seinem Predigtbeitrag:
„Du brauchst keine Angst zu haben etwas Falsches zu tun oder dich zu irren, denn Gott liebt dich.“ Auf dieser Sicherheit könne man sein Leben aufbauen. Wir brauchen keine Gruppe zu sein, in der jeder gleicher Meinung ist. Durch die Liebe Christi können wir aufeinander zugehen und versuchen, uns in den anderen hinein zu versetzen. Auch das gehöre dazu, Nächstenliebe zu üben. Christen könnten ihre Sicherheit darauf aufbauen, dass Jesus Christus sie liebt und ihnen Gnade schenkt, auch wenn sie straucheln und Fehler machen.
Bei strahlendem Sonnenschein waren alle Jugendlichen nach dem Gottesdienst noch zu gegrillten Würstchen, Salaten und einem gemütlichen Beisammensein eingeladen.
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