Bad Pyrmont. Am 08.09.2024 wurden Konstanze und Johannes in die Gemeinde Bad Pyrmont aufgenommen. Seit rund 9 Monaten hatten beide die Gottesdienste besucht und sich nun zu diesem Schritt entschlossen.
Gott in der Stille finden
Nachdem der Vorsteher, Priester Theo Meier-Hans die biblische Begebenheit mit dem Propheten Elia und den Baalspriestern, sowie die Begegnung von Elia mit Gott am Berg Horeb in Erinnerung gerufen hatte, nahm er Bezug zur heutigen Zeit.
„Wir leben in einer Zeit, in der sich alles nach höher, weiter, schneller ausrichtet. Wir haben bei der Arbeit das Gefühl, immer mehr leisten zu müssen mit immer weniger Leuten. Dabei müssen die Gewinne des Vorjahres immer wieder übertroffen werden. Und selbst wenn wir einmal warten müssen, schauen wir auf das Handy. Die Welt um uns herum ist laut, so laut, dass es uns schwerfällt, unsere eigenen Gedanken zu hören. Ganz zu schweigen von der Stille Gottes.“
Es komme darauf an, dass wir einen Rückzugsort haben, einen Ort, wo wir Ruhe finden. „Im Hause Gottes können wir uns Zeit nehmen und die Telefone einmal zur Seite legen. Hier hören wir die Botschaft von Gott: Ich liebe dich. Komm, ich will dich in mein Reich führen,“ so der Vorsteher.
Unsere Aufgabe – für Stille sorgen
Der Alltag begleite uns auch in den Gottesdienst, unsere Aufgabe sei es, uns bewusst darauf einzustellen und Gott zu fragen: Was willst du mir heute sagen? In den Gottesdiensten haben wir eine gute Möglichkeit, Gott zu erleben und ihm im Abendmahl nahe zu sein und frei gemacht zu werden von unseren Sünden.
„Die Gemeinschaft, die wir hier bilden, Menschen mit denen wir hier zusammenkommen im Gottesdienst, die haben wir uns nicht ausgesucht. Und doch ist es wichtig, dass wir hier zusammenkommen und uns nicht von unseren menschlichen Unterschieden spalten lassen, sondern auf das schauen, was uns verbindet, Jesus Christus“.
Aufnahme von Konstanze und Johannes
Priester Theo Meier-Hans freute sich darüber, dass Mutter und Sohn in der Gemeinde einen Ort der Ruhe für ihre Seelen gefunden haben. Er zitierte Johannes, der es „total toll fand, dass die NAK Gottesdienste am Mittwoch hat und dass man so in der Woche die Möglichkeit hat, Ruhe zu finden. Andere sehen sowas als Teil ihrer To-Do Liste an.“ Es sei schön, dass man erleben darf, dass man hier im Hause Gottes Ruhe finden und mit Gott reden kann. Mit der Aufnahme in die Gemeinde seien sie nun nicht mehr Gäste, sondern Teil der Abendmahlsgemeinschaft. Mit einem Ja bestätigten beide ihre Bereitschaft zur Aufnahme in die Gemeinde.
Nach dem gemeinsamen Abendmahl und Schlusssegen trug der Chor das Lied „Singt ein Lied von Gott“ mit Klavierbegleitung vor.
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