OWL/Quelle-Steinhagen. Vorbereitend auf den Entschlafenen-Sonntag im November hatten Jugendliche aus dem Kirchenbezirk Ostwestfalen-Lippe zu einer Andacht eingeladen, in der das Thema "Seele" im Mittelpunkt stand. Die Andacht fand am Samstagabend, 2. November 2024 statt. Der Jugendchor und ein kleines Musikensemble stimmten die Teilnehmenden emotional auf den Abend ein und begleiteten durch die Feierstunde.
Im Foyer der Kirche war eine Stellwand aufgebaut, auf der Worte gesammelt wurden, die das Thema „Seele“ beschreiben. Wer mochte konnte einen persönlichen Gedanken dazu auf einen Zettel schreiben, der von Jonas dann an der Wand befestigt wurde.
Per Mentimeter wurden die Begriffe auf eine Leinwand im Kirchenschiff übertragen und zu Beginn der Andacht von Jonas aus dem Off vorgelesen, musikalisch untermalt mit dem Musikstück „Lass Du mich stille werden“.
Hannah führte durch die Feierstunde und bat zunächst Apostel Carsten Denker ein Gebet zu sprechen. Mit dem Lied „God will welcome you“, vorgetragen vom Jugendchor, begleitet von Tim am Klavier, gelang ein emotionaler Einstieg.
Es folgte eine Bibellesung von Andreas. Er las aus 1. Mose 2,7: „Da nahm Gott, der HERR, etwas Staub von der Erde, formte daraus den Menschen und blies ihm den Lebensatem in die Nase. So wurde der Mensch ein lebendiges Wesen.“ (HFA)
Einheit Seele, Geist und Leib – Was ist die Seele?
„Wir haben einen kleinen inhaltlichen Input für euch vorbereitet zu den Vorstellungen, die Menschen sich im Verlauf der Zeit zum Thema Seele gemacht haben“, so Luca einleitend zu Beginn ihrer Ausführungen.
Sie erläuterte die Vorstellungen von Seele im alten Ägypten und zur Zeit des Alten Testaments bis hin zu den antiken Philosophen, deren gedankliche Einflüsse sich auch im Neuen Testament wiederfinden.
Die aktuellere Sichtweise zum Thema Seele beschrieb anschließend Cosima, unter anderem anhand des Katechismus der Neuapostolischen Kirche. Ihr Fazit: "Die Seele ist eine Verbindung zu Gott. Das heißt, wir tragen in uns eine Verbindung zu Gott, zum Entschlafenenwesen, zum Himmel, zu vielleicht Voraufgegangenen, die wir vermissen."
In einem selbst geschriebenen Gedicht, das sie nach einem weiteren Musikstück vortrug, äußerte sie noch einige persönliche Gedanken zu dem Thema "Seele".
Wohin geht die Seele eigentlich nach dem leiblichen Tod?
Luisa, Theresa, Lucia, Ines und André hatten sich mit dieser Frage beschäftigt.
Es sei wichtig noch einmal festzustellen, dass der Mensch von Gott als Einheit aus Seele, Geist und Leib geschaffen wurde. Mit dem irdischen Tod werde der Leib von Seele und Geist getrennt. Denn der Leib sei sterblich und werde wieder zu Erde.
Da Seele und Geist eines Menschen durch den leiblichen Tod keine Änderung in ihrem Wesen erfahren, gehen sie in ihrem bisherigen Zustand in das Jenseits ein. Damit gebe es im Jenseits einen Bereich der Gottnähe und der Gottferne. Dies erkläre Jesus in dem Gleichnis: „Der reiche Mann und der arme Lazarus“ (Lukas 16,19-31).
Mit dem Opfertod Jesu sei eine Brücke über die große Kluft zwischen den Bereichen der Gottferne und Gottnähe geschaffen worden, so dass es den Seelen möglich sei aus dem Bereich des Leidens in den Bereich der Geborgenheit zu wechseln. „Um diese Brücke zu überqueren ist es erforderlich, dass diese Seelen die Sakramente für die Verstorbenen empfangen“, erläuterte André. "Diese Sakramente werden in den Entschlafenen-Gottesdiensten gespendet, so auch am morgigen Sonntag."
Dank und Fürbitte
Mette, Michelle und Emma sprachen ein Dank- und Fürbittengebet. Zum Schluss sangen alle Teilnehmenden gemeinsam das Lied: „Es lebt in meinem Herzen“ (GB NAK Nr. 416).
Verschiedenes zuletzt
Hannah bedankte sich bei allen, die die Andacht in dieser Form möglich gemacht hatten, was mit einem anhaltendem Applaus bekräftigt wurde.
Anschließend waren alle noch zu einem Beisammensein eingeladen, Fingerfood und Getränke standen bereit.
Für jeden Teilnehmenden hatten die Jugendlichen ein Give-Away vorbereitet, eine besondere Postkarte mit einer persönlichen Widmung.
Eintritt frei, Spenden sind erbeten. Mit dieser Anmerkung wies Hannah noch einmal auf die Spendenbox hin, mit der Information, dass die eine Hälfte der Spende für die Aktivitäten der Jugendlichen aus dem Bezirk OWL vorgesehen sei und die andere Hälfte an die FLEX Jugendhilfe, Diakonische Stiftung Ummeln, gehe. Die Spendensumme an diesem Abend belief sich immerhin auf 1400 Euro.
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