Horn-Bad Meinberg. Apostel Carsten Denker erlebt am 24. November mit den Gemeinden Horn-Bad Meinberg und Schlangen einen emotionalen Meilenstein. Evangelist Andreas Bieseke übergibt nach 30 intensiven Jahren die Leitung einer quicklebendigen und integrativen Gemeinde an Priester Michael Klöpping aus Schlangen. Mit Evangelist Bieseke gehen drei weitere Amtsträger mit insgesamt 140 Einsatzjahren für Gott und Gemeinde in den mehr als verdienten Ruhestand.
Als der Schreiber des zweiten Petrusbriefs sich an Christen in verschiedenen Gegenden Kleinasiens richtet, ist die Hoffnung auf eine Wiederkunft Christi bereits stark verschleiert, so Apostel Denker in seiner Predigt. Der Brief findet deutliche Worte, dass der Herr jedoch keinesfalls seine Verheißung verzögere. Vielmehr macht der Schreiber deutlich: Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt -- so das dem Gottesdienst zugrunde liegende Bibelwort aus 2. Petrus 3, 13.
Die Wiederkunft Christi aktiv herbeibeten
Apostel Denker stellt zwei Aspekte in den Vordergrund, die für Christen heute im Umgang mit diesem Wort wichtig seien: Zum einen: "Glaube daran!" Das sei nicht ganz einfach, denn Unvorstellbares werde hier mit menschlichen Worten unzureichend ausgedrückt. Es gehe aber darum, sich durch diese Trostquelle tagtäglich seinen Glauben stärken zu lassen. Zum anderen: "Wir warten!" So beginnt das Bibelwort, und man müsse sich fragen: Warten wir wirklich darauf? Es gehe darum, nicht abzuwarten, sondern aktiv zu warten, und bei allen sinnvollen und auch guten Plänen, die unser Leben betreffen, die Wiederkunft Christi aktiv herbeizubeten.
Das ist nicht die Zukunft, um die es geht!
Evangelist Bieseke sagt über seine Gemeinde und seinen Dienst: Wir waren ein Team! Er habe auch immer gern Gottesdienste gehalten, jedoch bereits früh von seinem Großvater gelernt: Das Predigen sei der leichtere Teil. Das, was man predige, auch zu tun, sei die Schwierigkeit. Er fasst seine Pläne nach der Ruhesetzung lakonisch zusammen: Er und seine Frau Marion ruhten sich zunächst aus, wollen dann nächstes Jahr Urlaub in Dänemark machen, sie müssten auch mal zum Arzt, seien auch nicht ganz gesund, und würden sicher auch einmal sterben. Um dann die Frage zu stellen: "Merkt ihr was? Das ist nicht die Zukunft, um die es geht!"
"Mach den lieben Gott nicht menschlich!" sage der Petrusbrief, so Bezirksältester Michael Block, "Gib die Wiederkunft Christi nicht auf!" Sie sei Botschaft des Evangeliums. Mit ihr gelte man schnell als weltfremder Spinner. Er wolle jedoch gern der Spinner sein, der diese Botschaft weiter verkündet.
Nimm Gottes Liebe an
Vor einer emotional spürbar stark beteiligten Gemeinde aus Horn und Schlangen sowie Freunden und Gästen versetzt Apostel Denker Evangelist Bieseke, Priester Frank Hellenbrecht, Diakon Hans-Dieter Schmolke und Diakon Uwe Herfurth in den Ruhestand. "Einer für alle, alle für einen", so habe die Gemeinde Evangelist Bieseke vor 10 Jahren einmal geschrieben, und so sei es auch in der Gemeinde und im Amtsträgerkreis spürbar, so der Apostel.
Nimm Gottes Liebe an. Du brauchst dich nicht allein zu mühn, denn seine Liebe kann in deinem Leben Kreise ziehn. Und füllt sie erst dein Leben und setzt sie dich in Brand, gehst du hinaus, teilst Liebe aus, denn Gott füllt dir die Hand. An diese Worte aus dem Lied des CHORNs knüpft Apostel Denker an und möchte Gottes Liebe und die Fähigkeit, sie auszuteilen, in die Herzen zweier Brüder einpflanzen: Diakon Michael Kling wird für die Gemeinde Horn-Bad Meinberg ordiniert. Und Priester Michael Klöpping wird mit der Gemeindeleitung für Horn-Bad Meinberg sowie der stellvertretenden Gemeindeleitung für Schlangen beauftragt. Priester Helmut Sendzik wird indes von seiner Beauftragung als stellvertretender Vorsteher für Horn entbunden.
Eine Gemeinde mit Zukunft
Nach Abschluss des Gottesdienstes wird die intensive Verbundenheit zwischen Gemeinde und Amtsträgern noch einmal sehr deutlich, sowohl bei der "Verabschiedung" des Vorstehers und der Diakone, die jahrzehntelang die Sonntagschule betreut hatten, als auch bei der warmherzigen Aufnahme der "beiden Michaele", die die Gemeinde Horn-Bad Meinberg von nun an mit prägen werden. "Mit diesen beiden Amtsträgern sehen wir eine klare Zukunft für unsere Gemeinde", so einhellige Stimmen aus dem Gemeindekreis.
Der scheidende Vorsteher erhält einen "lippischen" Blumenstrauß -- nicht gekauft sondern aus "seinem eigenen Garten", so Schwester Sabine Bastian vom Gemeindegremium: Denn der Strauß bestehe aus einer großen Anzahl persönlicher Grußkarten, in denen die Geschwister der Gemeinde ihrem Vorsteher ihre ganz persönlichen Gedanken zum Ruhestand übermittelten. "Wir sind ein Team" -- das bezieht sich sowohl auf diese aktive Gemeinde, aber vor allem auch, so wird es im Austausch nach dem Gottesdienst deutlich, auf den großen Anteil Marion Biesekes, die wie ihr Mann über Jahrzehnte "Motor" der Gemeinde war. Und beide werden es sicher auch bleiben.
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