Schon eine kleine Tradition, mittlerweile: Der sommerliche Open Air-Gottesdienst in Siebenhöfen bei Blomberg. Siebenhöfen klingt nach dem, was es ist – stellt aber nicht zuletzt auch die geschichtliche Keimzelle neuapostolischen Glaubens im Lipperland und nahen Niedersachsen dar. Die Gemeinden Horn-Bad Meinberg (zu der Blomberg seit Jahren gehört) und Schlangen erlebten mit etlichen Freunden und Gästen am 12. Juli einen wunderbaren Gottesdienst im großen Garten der Geschwister Ute und Bernd (Kindervater-) Sprenger. Ein quirliger schöner Austausch bei gutem Essen und Trinken schloss sich an, und ließ den sommerlichen Nachmittag nur allzuschnell vergehen.
"Das Reich Gottes in Sprengers Garten" – so erläuterte Bezirksvorsteher Michael Block sehr anschaulich und für alle unmittelbar erlebbar die Tatsache, dass Gottes Reich weder nur ein Konzept zur Lebzeit Jesu war, noch ausschließlich eine zukünftige Erwartung darstellt. Sondern sich hier und heute überall dort manifestiert, wo Christen in der Nachfolge Jesu Christi aktiv sind, sich wahre Nächstenliebe zeigt, Gerechtigkeit angestrebt, und das Evangelium weitergetragen wird. So eben auch an diesem sommerlichen Sonntag in Sprengers Garten.
Es wird auf den umliegenden Höfen gut zu hören gewesen sein, als die Gemeinde kräftig in das Eingangslied einstimmte: "Reich des Herrn, Reich des Herrn, brich hervor in vollem Tag!" Klangkräftig begleitet von sechs Blechbläsern, die sich in Teilen aus dem (ökumenischen) Freundeskreis unserer Geschwister rekrutierten und mit viel Spielfreude zum Spirit des Gottesdienstes beitrugen.
"Dein Reich komme" (Matth. 6, 10) war an diesem Sonntag nicht nur grundlegendes Bibelwort des Gottesdienstes, sondern drückte auch das spürbare Bedürfnis der "zusammengewürfelten" bunten Gemeinde nach dem schon jetzt erlebbaren, wie auch nach dem zukünftigen, dann vollkommenen Reich Gottes aus. Auch musikalisch wurde das sowohl durch das "Hornkonzert", dem Instrumentalensemble der Gemeinden Schlangen und Horn, als auch durch den CHORN ausgedrückt: "Das sei alle meine Tage meine Sorge, meine Frage, ob der Herr in mir regiert."
Bläserklänge beendeten den schönen Gottesdienst. Dann lag zunächst der Duft frischen Kaffees in der Luft, alsbald fauchte der Gasbrenner und Grillglut wurde enfacht. Die Tafel war von mitgebrachten Köstlichkeiten gut gedeckt, und an Tischen unter großen Bäumen enstand ein vielstimmiger, vielseitiger, integrierender und inspirierender Austausch unter Bewohnern des Reichs Gottes. "Jesus, du hast mich aus Liebe guten Menschen anvertraut. Bei uns wohne stets dein Friede. Gottes Reich wird so erbaut." klang es sicherlich in dem einen und der anderen nach. Danke, Ute und Bernd!
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