Bad Pyrmont. Am 08.12.2024 fand in der Gemeinde Bad Pyrmont ein gemeinsamer Gottesdienst mit anschließender Weihnachtsfeier der Gemeinden Hameln, Rinteln und Bad Pyrmont statt.
Ein Chor und Instrumentalkreis aus allen drei Gemeinden hat den Gottesdienst mitgestaltet.
Das Bibelwort für die Predigt in diesem Gottesdienst war aus Lukas 1,52.53.
„Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen.“
Lobgesang Marias
Bezirksältester Michael Block hielt den Gottesdienst. Das Textwort stamme aus dem Lobgesang Marias, der Mutter Gottes. „Maria war die erste Glaubende. Sie glaubte an das, was der Engel ihr sagte,“ so der Bezirksälteste. Dieses stellte sie vor einige Herausforderungen. Maria war zur damaligen Zeit etwa 13 bis 14 Jahre alt. Das Wort Familie, wie wir es kennen, gab es damals noch nicht. Die Bibel habe das auch Haus genannt, eine Gemeinschaft in der man lebt. Der Vater, der Patriarch ging zu einem anderen Patriarchen und dann wurde beschlossen, dass geheiratet wurde. „Das hatte damals nichts mit Liebe zu tun.“ In diese Situation sei der Engel gekommen und habe ihr zugemutet, schwanger zu werden, obwohl sie nicht verheiratet war. Kaum war das Kind auf der Welt, mussten sie fliehen. Aber Maria war damit einverstanden: Mir geschehe, wie du gesagt hast.
Unsere Erwählung
„Wie ist es denn mit deiner und meiner Erwählung? Sind wir besondere Leute, sind wir prominent, besonders talentiert? Wenn wir dann ehrlich zu uns selbst sind, stellen wir fest: eigentlich nicht, wir sind nicht besonders, sondern ganz normal. So wie Maria auch ganz normal war."
Von Gott erwählt sein heißt, von ihm eine Aufgabe zu empfangen. Als Diener Gottes und Jesus Christus und als Nachfolger sind die Glaubenden aufgerufen ihn hier und jetzt und in seinem Reich verkündigen. Sie folgen ihm nach und leben seine Werte. Auch in unserem Leben mutet Gott uns einiges zu. „Wir haben die Verheißung der Wiederkunft Christi, aber nicht auf ein sorgenfreies und schönes, reiches Leben. Können wir in den Lobgesang der Maria einstimmen? Haben wir noch den Dennoch-Glauben?“
In seiner Co-Predigt sagte der Vorsteher der Gemeinde Rinteln, Priester Hans-Werner Lange:
„Wir gehen gemeinsam einem Ziel entgegen, wir haben eine Hoffnung und Wünsche.“ Jeder sei ein eigenes Individuum, jeder könne entscheiden, wie er den Weg beschreite. Dabei solle sich Jeder im Klaren sein, dass der Weg gangbar sei. Dieser sei nicht holprig und schwierig.
Priester Oliver Nader, Vorsteher der Gemeinde Hameln, hob in seiner Predigt den Glauben der Maria heraus. Gott sei stark in den niedrigen Personen. „Wir wissen nicht, warum wir zum Glauben gekommen sind, warum wir erwählt wurden, diesen Weg zu gehen.“ Dieses dürfen wir annehmen wie eine Maria. Auch in uns schwachen Sündern sei der Herr mächtig.
Weihnachtsfeier
Nach dem Gottesdienst waren alle zur Weihnachtsfeier mit Grillwürstchen, Salaten, Kaffee, Punsch, Glühwein und Kuchen eingeladen. Die Kinder durften sich eine „Geschichte aus dem Sack“ anhören.
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