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Goldene Hochzeit von
Brigitte und Gerhard Mellies

 

Lemgo. Die Goldene Hochzeit der Eheleute Brigitte und Gerhard Mellies (Bezirksevangelist i.R. und Vorsteher i.R. der Gemeinde Lemgo) war Anlass für den Besuch von Apostel Carsten Denker in der Gemeinde Lemgo am Sonntag, 3. August 2025. In dem Gottesdienst, der der Segenshandlung voraufging, stand die Erkenntnis der Güte und Größe Gottes im Mittelpunkt und die daraus entstehende Gottesfurcht.

„Ins Wasser fällt ein Stein, ganz heimlich still und leise, und ist er noch so klein, er zieht doch weite Kreise. Wo Gottes große Liebe in einen Menschen fällt, da wirkt sie fort in Tat und Wort, hinaus in unsere Welt.“ Der Chor der Gemeinde Lemgo trug dieses Lied einleitend zur Segenshandlung vor.

50 gemeinsame Jahre hinterlassen Spuren

Anlässlich des Ehejubiläums hatte Bezirksapostel Stefan Pöschel dem Goldhochzeitspaar einen Brief zukommen lassen. Ein Satz aus diesem Brief, so Carsten Denker in seiner Ansprache, habe ihn besonders beschäftigt und er harmoniere so wunderbar mit der Aussage des vorgetragenen Liedes: „Ihr habt in eurem gemeinsamen Leben und im Glaubensleben Spuren hinterlassen.“

„50 gemeinsame Jahre“, so der Apostel „in denen ihr Spuren hinterlassen habt in eurer Familie, im Arbeitsleben als Lehrerin und Lehrer, im Glauben, in der Gemeinde, in die ihr euch mit viel Herzblut und Liebe eingebracht habt. Spuren, an denen man sich orientieren kann.“

Vertrauen in Gottes Zusage

Als besonderes Wort zu ihrem Ehejubiläum hatte der Bezirksapostel den beiden zwei Verse aus dem Brief an die Philipper übermittelt: „Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus.“ (Phil. 4,6-7)

Das bedeute nicht, nun völlig sorgenfrei zu sein, so der Apostel. Aber das Vertrauen in Gottes Zusage, in Gottes Güte nehme die Angst und sei eine ganz besondere Kraftquelle.

Abschließend sicherte der Apostel dem Jubelpaar zu: „So wie ihr heute dankbar vor dem lieben Gott steht, so sind hier ganz viele dankbare Glaubensgeschwister, die euch von ganzem Herzen den reichen Segen Gottes wünschen.“

Gottes Güte erkennen

Dem Gottesdienst lag ein Bibelwort zugrunde, mit dem der Stammapostel eine Woche zuvor gedient hatte: „Wie groß ist deine Güte, HERR, die du bewahrt hast denen, die dich fürchten, und erweisest vor den Menschen denen, die auf dich trauen!“ (Psalm 31,20)

Die Güte Gottes zeige sich darin, dass Gott das Heil aller Menschen möchte, seine Gnade sei jedem zugänglich.

Sie werde auch erkennbar, indem Gott uns als seine Schöpfung respektiere. Er habe den Menschen den eigenen Willen gegeben. Gott möchte, dass die Menschen seine Güte und seine Größe aus eigenem Herzen erkennen, aus eigenem Verlangen, aus eigener Sehnsucht und nicht weil sie es müssen oder sollen.

Der Apostel wies auf die im Bibelwort erwähnte Gottesfurcht hin. Das habe nichts mit Angst oder der Strafe Gottes zu tun. Die tiefe Erkenntnis der Güte Gottes führe dazu, Gott zu fürchten und seine Nähe zu suchen. Der Rat des Apostels: „Lassen wir den Heiligen Geist in unserer Seele wirken.“

Der Scheinriese und die Nähe Gottes

„Jim Knopf und der Scheinriese – kennt ihr das Buch?“, wandte sich Bischof Wiktor in seiner Co-Predigt an die Kinder. „Was passiert in der Geschichte? Jim Knopf und Lukas sehen einen Riesen ganz weit weg und wirklich riesig groß. Und je näher sie kommen, wird er immer kleiner. Eigentlich ist er nicht größer als die beiden. Ein Scheinriese eben.“ - Das sei bei Gott anders.

Der Bischof empfahl: „Versuch doch immer näher an deinen Gott heranzukommen. Je näher wir Gott kommen, desto größer wird er uns. Und wir können erkennen was in diesem Gott eigentlich alles steckt und was darin verborgen ist.“

Musikalischer Rahmen

Gefühlvoll wurde der Gottesdienst vom Chor der Gemeinde Lemgo mitgestaltet. „Gott ist Liebe“ - ein Solo, vorgetragen mit Klavierbegleitung war emotionaler Schlusspunkt der Feierstunde.

5. August 2025
Text: msch
Fotos: msch

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