Büren. Am Wochenende vom 15.-17. August 2025 erlebten die Jugendlichen Geschwister aus dem Neuapostolischen Kirchenbezirken Minden, Osnabrück und Ostwestfalen-Lippe (OWL) eine Jugendfreizeit auf der Wewelsburg in Büren.
Mit Rucksäcken voller Erwartungen, Neugier und Vorfreude machten sich 58 Jugendliche und Jugendbeauftrage auf den Weg zur historischen Wewelsburg bei Büren.
Freitag – Ankommen und Auftanken
Nach der Ankunft und dem ersten Kennenlernen begann die Freizeit mit einem gemeinsamen Gebet und einem geistlichen Impuls von Daniel. Die Zimmer wurden bezogen, erste Gespräche geführt – und schon war spürbar: Hier entsteht Gemeinschaft.
Am Abend wurde beim gemütlichen Lagerfeuer im Burggraben gespielt, gelacht und gesungen. Gespräche über „Gott und die Welt“ begleiteten die Jugendlichen bis in die späten Abendstunden. Wer wollte, konnte sich jederzeit dem Gesprächsangebot „Worüber ich immer schon mal sprechen wollte“ bei Ines und André anschließen – ein wertvoller Raum für persönliche Themen.
Samstag – Gemeinschaft leben
Der Tag begann mit einem stärkenden Frühstück und einem geistlichen Impuls von Ines.
Danach bereitete das JuGo-Team den am Nachmittag geplanten Gottesdienst gemeinsam vor. Parallel wurde es sportlich: Ein Tischtennis-Turnier wurde mit großer Begeisterung gespielt.
Nach dem Mittagessen ging es aktiv mit Volleyball und Fußball auf der Wiese vor der Burg los. Das sorgte für Bewegung und Teamgeist. Parallel probte der Jugendchor unter der Leitung von Sven mit viel Engagement und musikalischer Freudefür den Gottesdienst .
Am Nachmittag wurde es tiefgründig: In einer Diskussionsrunde mit Holger und Daniel ging es um Glaubenssätze, Selbstbild und Vertrauen. Die Jugendlichen teilten Gedanken, stellten Fragen und fanden neue Perspektiven.
Samstagabend -Jugendgottesdienst
Das Highlight der Freizeit war der Jugendgottesdienst (JuGo) um 17:00 Uhr. Dieser wurde von Bischof Thomas Wiktor geleitet, der eigens aus Minden angereist war.
Der Gottesdienst stand unter dem Leitwort aus Jesaja 40, 31:
„Die aber auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft…“
Zunächst wurden Grüße von Apostel Carsten Denker überbracht. Bischof Wiktor betonte, dass Grüße vom Apostel mehr als eine Formalität seien. Sie würden „ich bete für dich“, Zuwendung, Nähe und Verbundenheit bedeuten.
Die Bibellesung aus 1. Könige 18, 32-39 : "das starke Erleben, als Gott das Brandopfer des Elia mit Feuer vom Himmel annahm" und 1. Könige 19, 9b-12: "das sanfte Erleben, als Gott nicht im Sturm, Erdbeben oder Feuer, sondern in einem leisen Säuseln zu Elia sprach", wurden von den Jugendlichen Kim und Rabea und der zweite Teil von Tim Wächter vorgetragen.
Predigtgedanken Bischof Wiktor
Der Bischof ging intensiv auf die Lesung und das Thema „Neue Kraft“ ein. Er betonte: „Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft“ – das setze voraus, dass man es auch wirklich wolle.
Er nannte als Beispiel Elia:, den Gott ihn zweimal fragte „Was machst du hier, Elia?“ Auch mit denselben Themen dürften die Gläubigen immer wieder zu Gott kommen. Er höre sie und gebe ihnen neue Impulse.
Gott würde sich nicht an der Vergangenheit festhalten, sondern helfe den Glaubenden in der Gegenwart und würde sie an seiner Hand führen.
In Kämpfen und Streitigkeiten dürften sie seine Hand festhalten und sich von ihm führen lassen.
Er sprach den Anwesenden Mut zu, Gott um eine göttliche Lösung der eigenen Probleme zu bitten, auch wenn die eigene Lösung oft ganz anders aussehe, als man es sich vorstelle.
Wer auf Sand baue (Matthäus 7), verliere Halt. Doch der Heilige Geist gege durch Jesu Wort ein festes Fundament.
„Auf den Herrn harren“ bedeute, immer wieder neu zu vertrauen und Verbindung zu Gott zu halten – Ausdauer sei dabei entscheidend.
Ein Gebet um Glaubenserlebnisse sei wichtig, damit das Wirken Gottes bewusst wahrgenommen werde.
Besonders eindrücklich sagte der Bischof: „Gott ändert nicht die Verhältnisse – er ändert uns, damit wir in der Lage sind, unser Leben zu leben.“
Co-Predigt – Priester Tommy Röttger
Priester Tommy Röttger ergänzte: "Neue Kraft bedeutet nicht, dass die alte verschwindet. Sie bleibt wie eine Reserve im Hintergrund. Hinter uns liegt eine unerschöpfliche Tankstelle: Gott ist die Kraftquelle."
Diese Kraft zeige sich auch in Gesprächen und Begegnungen miteinander. „Ihr seid unsere Kraft und unser Vorbild.“ Wer Vertrauen habe, könne immer wieder neu von dieser Kraftquelle schöpfen. „Das Leben wird nach vorne gelebt und rückwärts erst verstanden.“, so Priester Röttger.
Der Bischof sprach abschließend von der „Kraft der zwei Herzen“ – Gottes Kraft, die in den Gläubigen wirke, und deren eigene Hingabe, die sich mit ihr verbinde.
Als Abschluss betete Bischof Wiktor, machte eine Pause und gab so den Jugendlichen die Möglichkeit ihre ganz persönlichen Themen einmal laut vor der Gemeinde und dem Himmlischen Vater vorzutragen. Der Bischof schloss das gemeinsame Gebet.
Abentliche Gemeindschaft
Der Abend stand ganz im Zeichen der Gemeinschaft: Grillen (Danke Stefan und André) im Burggraben, eine Wanderung rund um die Wewelsburg mit Titus und Tim als Reiseleiter, Bibellesen mit Pauline, wieder Lagerfeuer, Spiele und Gespräche. Ein Tag voller Begegnungen, Bewegung und Besinnung.
Sonntag – Erinnern und Abschied nehmen
Der Sonntag begann mit Gebet und einem Geistlichen Impuls von Holger.
Danach gab es noch einen besonderen Programmpunkt: Die Führung durch die Gedenkstätte Wewelsburg. Der Besuch des ehemaligen KZ-Geländes und der zeitgeschichtliche Rundgang hinterließen bleibende Eindrücke und regten zum Nachdenken an. Danke Daniel für deine perfekte Vorbereitung!
Danach hieß es Abschied nehmen. Beim gemeinsamen Mittagessen im Road House Diner in Paderborn klang die Freizeit langsam aus.
Was bleibt?
Diese Tage in der Wewelsburg waren mehr als nur eine Freizeit. Sie waren eine Kraftquelle – für den Glauben, für neue Freundschaften, für ehrliche Gespräche und für das Gefühl, Teil einer wundervollen Gemeinschaft zu sein.
Ein Dank geht an alle, die mitgewirkt haben – ob am Grill, bei der Organisation, in der geistlichen Begleitung in der Vorbereitung des Gottesdienstes oder einfach durch deine Anwesenheit. Und alle freuen sich schon jetzt, auf das nächste Mal!
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