Herford/Bünde. Am Freitag vor dem Zentralgottesdienst fand zur Einstimmung für die Adventszeit ein festliches Konzert in der Neuapostolischen Kirche Herford statt. Eingeladen waren auch die angereisten Apostel und Bischöfe mit ihren Frauen aus Europa. Titel des Konzerts: „Adventserwachen – Von der Dunkelheit zum Licht“. Ein zweiter Konzertabend unter diesem Titel fand am Sonntag, 30. November 2025 in der Neuapostolischen Kirche in Bünde statt.
Rund 36 Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Roland Scholz sowie die Instrumentalisten Tatiana Schuster (Klavier) und Benjamin Falk (Orgel) präsentierten ein Programm, das den Übergang vom stillen Gedenken des Ewigkeitssonntags zur freudigen Erwartung des Advents musikalisch nachzeichnete.
Licht als Teil der Inszenierung
Die Werke führten das Publikum durch verschiedene Klangwelten – von Trauer und Nachdenklichkeit hin zu Hoffnung, Erwartung und adventlichem Jubel.
Nicht nur musikalisch, auch visuell wurde der Konzerttitel aufgegriffen: Die Kirche war zu Beginn des Abends in gedämpftes Licht getaucht. Im Verlauf des Programms wurden nach und nach immer mehr Lichter eingeschaltet – eine stille, aber eindrucksvolle Geste, die den symbolischen Weg vom Dunkel zum Licht atmosphärisch unterstrich.
Vielfältige Klangbilder
Zu Beginn erklangen Werke mit eher dunklem Grundton, etwa „Selig sind, die da Leid tragen“ von Johannes Brahms und „Dem in der Finsternis“ von August Grell. Beide Stücke widmeten sich der Sehnsucht nach Trost und Licht.
Auch Julia Maiers „Licht nach dem Dunkel“ sowie „O nata lux“ von Morten Lauridsen folgten dieser Linie, bevor mit Mack Wilbergs „In the bleak midwinter“ ein erster Wechsel hin zu wärmeren, poetischeren Klangfarben erfolgte.
Im zweiten Konzertteil war Tatiana Schuster mit zwei Klavierstücken aus Sergei Rachmaninows „Études-Tableaux op. 33“ zu hören. Mit ausdrucksstarker Virtuosität setzte sie eigene musikalische Akzente.
Hoffnung und adventlicher Jubel
Mit Mendelssohns „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ leitete der Chor zur zweiten Hälfte des Programms über, das durch steigende Helligkeit und Hoffnung geprägt war. Werke wie „Maria durch ein Dornwald ging“ (Stefan Claas), „O magnum mysterium“ (Simon Wawer) und der Choral „Macht hoch die Tür“ (Gerhard Schroth) betonten das adventliche Motiv des kommenden Lichts.
Den musikalischen Schlusspunkt bildete Wilbergs „I believe in Christ“ – ein schlichtes, aber kraftvolles Bekenntnis zum Glauben an das Licht, das trotz aller Dunkelheit Bestand hat.
Dank zum Abschluss
Bezirksapostel Stefan Pöschel, der das Konzert auch eröffnet hatte, bedankte sich zum Abschluss bei allen Mitwirkenden – auch im Namen der Apostel und Bischöfe aus den von ihm betreuten Gebieten in Europa, die aus Anlass des Zentralgottesdienstes nach Ostwestfalen angereist waren.
Zweiter Konzertabend in Bünde
Auch am zweiten Konzertabend in der gut besuchten Neuapostolischen Kirche in Bünde gelang es dem Kammerchor ein unvergessliches Klangerlebnis entstehen zu lassen. Die Zuhörer dankten es mit lang anhaltendem Applaus. Siegbert Möller, der den Abend moderierte, fand die passenden Schlussworte. „Diese Musik sagt: Ich glaube – trotz allem Dunkel, trotz aller Fragen. Ich glaube an das Licht, das bleibt.“
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