OWL/Lage. Eine bunt gemischte Gemeinde aus Jugendlichen, Konfirmanden, Lehrern und Gemeindemitgliedern versammelte sich am 15. März 2026 zum Jugendgottesdienst in Lage. Besonders angesprochen waren dabei die Konfirmanden, die bald selbst zur Jugend gehören werden. Durch den Gottesdienst führte der stellvertretende Bezirksvorsteher Priester Guido Wächter.
Grundlage der Predigt war das Bibelwort aus 1. Petrus 2,21, das dazu aufruft, den Fußstapfen Jesu zu folgen.
Unter dem Thema „Spuren suchen“ wurde darüber nachgedacht, wie Menschen im Alltag die Spuren Jesu entdecken und ihnen folgen können. Die Bibellesung aus Römer 12,9–21, vorgetragen von Cosima, stellte dabei die praktische Nächstenliebe in den Mittelpunkt: ehrlich lieben, Gutes tun und dem Bösen nicht mit Bösem begegnen.
Der Blick auf den Nächsten
In der Predigt wurden verschiedene „Spuren“ aufgezeigt. Am Beispiel des barmherzigen Samariters wurde deutlich, wie wichtig es ist, den Blick für Menschen in Not zu behalten. Hinter jeder Situation, die Hilfe erfordert, steht ein Mensch. Schon ein kurzer Moment des Innehaltens oder ein stilles Gebet kann helfen, den Nächsten bewusst wahrzunehmen.
Eine weitere Spur führte zum Gleichnis vom Weltgericht. Hier stand die Frage im Raum, ob es gelingt, auch Menschen anzunehmen, die ganz anders denken oder leben als man selbst – und sie dennoch als Nächsten zu sehen.
Schließlich ging es darum, Gräben zu überwinden und Brücken zu bauen. Nachfolge bedeutet auch, andere Menschen in ihrer Einzigartigkeit anzunehmen und aufeinander zuzugehen.
Jesus aus Liebe folgen
In der Co-Predigt griff Priester Daniel J. das Thema auf und erklärte es mit einem anschaulichen Vergleich: So wie Kinder mit einer Schablone Buchstaben oder Zahlen nachzeichnen, hat Jesus den Menschen einen Weg vorgezeichnet. Seine Fußstapfen geben Orientierung. Nachfolge ist dabei kein Lifestyle und auch kein äußerlicher Wandel, um Gott zu gefallen. Vielmehr geht es darum, Jesus aus Liebe zu folgen.
Dabei wurde auch deutlich: Nachfolge ist eine lebenslange Aufgabe. Vollkommen so zu werden, wie Jesus, das wird vermutlich niemand schaffen – doch er bleibt Inspiration und Vorbild.
Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen „Follower“ sind, stellte sich auch den Konfirmanden die Frage: Warum Jesus nachfolgen? Die Antwort des Gottesdienstes lautete: Weil Jesus das Größte für die Menschen getan hat – er gab sein Leben für sie. Gemeinschaft mit ihm wird besonders im Abendmahl erfahrbar.
Ausklang
Nach dem Jugendgottesdienst stellten sich den Konfirmanden – als zukünftige Jugendliche – die verschiedenen Teams der Jugendarbeit vor: das Team Geistliches, das JuGo-Team sowie das Akti-Team.
Bei Erbseneintopf und Fingerfood klang der gemeinsame Vormittag in gemütlicher Atmosphäre aus.
Nachdem sich die Jugendlichen verabschiedet hatten, folgte noch die Abschlussveranstaltung der diesjährigen Konfirmanden. Dabei wurde der Ablauf der Konfirmationsgottesdienste besprochen, letzte organisatorische Fragen beantwortet und mit allerlei Bildern auf gemeinsame Aktionen des Unterrichtsjahres zurückgeschaut.
Die Konfirmationen finden am 19. und 26. April in den unterschiedlichen Gemeinden des Kirchenbezirks statt."
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