OWL/Vlotho. Am Sonntag, 18. Januar 2026, feierten jugendliche Christinnen und Christen sowie die Jugendbeauftragten aus den drei Bezirken Minden, Osnabrück und Ostwestfalen-Lippe in der Neuapostolischen Kirche Vlotho einen Gottesdienst zum Jahresauftakt mit Bischof Ralf Flore. Bischof Flore unterstützt Apostel Franz-Wilhelm Otten im Bereich West und ist zuständig für die Bezirke Aachen und Düsseldorf.
Bereits eine Stunde vor Beginn des Gottesdienstes trafen sich etliche musikbegeisterte Jugendliche zur gemeinsamen Chorprobe. Gott anzubeten und zu lobpreisen, das gehe allein, aber viel besser in der Gemeinschaft und noch besser in der Musik, freute sich der Bischof später im Gottesdienst. „Euer Gesang, eure Musik ist großartig. Das macht Freude.“
Freude war auch Thema des Gottesdienstes. Als Grundlage diente das Bibelwort: „Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.“ (Psalm 16,11) Um auf den Gottesdienst einzustimmen, erklang schon vorher, von allen Gläubigen gemeinsam gesungen, der Kanon „Froh zu sein bedarf es wenig“.
Ein „JA“ von Gott
„Es ist schön, Teil dieser jugendlichen Gemeinde zu sein und mit euch gespannt darauf zu sein, was Gott in diesen Gottesdienst hineinlegen wird“, so die einleitenden Worte des Bischofs.
Gottesdienst sei immer eine Einladung von Gott, eine Heilshandlung Gottes. Es sei kein Gefallen, den wir als Mensch Gott tun. Es gehe darum, durch das Wort Gottes, aus dem Heiligen Geist gewirkt, zu erfahren, wie Gott sich öffne, was er jedem Einzelnen persönlich zu sagen habe, welch einen tröstenden und liebenden Impuls er geben werde.
„Machen wir uns bewusst - in jedem Gottesdienst - dass Gott „JA“ zu uns gesagt hat. Das ist göttliche Tat. Du bist so wie du bist, im Jetzt und im Hier und Heute, weil Gott dich so wollte. Und wenn Gott nicht „JA“ zu dir gesagt hätte, dann wärst du nicht. Das gibt unserem Leben doch eine ganz andere Dimension“, hob der Bischof hervor.
Wahre Freude zulassen
Bischof Flore nahm Bezug auf das Bibelwort: „Du tust mir kund den Weg zum Leben.“ - Schön sei hier auch der Gedanke: „Du tust mir kund den Weg durchs Leben oder hin ins ewige Leben.“ Es sei ja nicht Ziel irgendwie durchs Leben zu kommen, sondern die ewige Gemeinschaft mit Gott zu erreichen. Und da sei es großartig, sich mit den Dingen, die wirkliche Freude bereiten, intensiver zu beschäftigen und diese auch zuzulassen.
Es gebe Menschen, die setzten ihre ganze Hoffnung darauf, Freude in materiellen Dingen zu bekommen und sie würden relativ schnell merken, dass das gar nicht so der Grund für wahre Freude sei. „Ich kenne ganz viele Menschen, die sind vollgeladen von materiellen Dingen. Aber auch völlig freudlos“, so die Erfahrung des Bischofs.
Orientierung und Maßstab
Den Weg kund tun zum Leben, das geschehe auch durch Jesus Christus. Bischof Flore wies auf die Bibel hin, ob in gedruckter Form oder als digitales Medium. In den vier Evangelien sei das Leben Jesu sehr intensiv beschrieben in Wort und Tat. Das könne Orientierung und Maßstab sein.
Orientierung biete auch der Heilige Geist. Das sei nicht nur ein theoretischer Ansatz, sondern es sei Gottes Kraft, die tief im Innern Raum einnehmen könne. „Und durch die wir, wenn wir Gott ernsthaft bitten, hundertprozentig Impulse bekommen“, sicherte der Bischof der Gemeinde zu.
Predigtbeiträge kamen von Priester Oliver Rütten, Bezirksvorsteher des Bezirks Minden und von Priester Henning Ruppenstein, Jugendbeauftragter im Bezirk OWL.
Ein dickes DANKESCHÖN
Im Anschluss an den Gottesdienst verabschiedete Bezirksevangelist Stefan Vogt, stellvertretender Leiter des Kirchenbezirks OWL, begleitet von großem Applaus, Dirigent Marc Bloch, der lange Jahre den Jugendchor dirigiert hatte.
„Du hast uns begeistert, mal laut, mal leise, mal schnell und manchmal waren wir auch nicht ganz so schnell wie du dir das vorgestellt hast“, so Stefan Vogt mit einem Augenzwinkern. „DANKE für die schöne Zeit.“
Zum Abschluss erklang dann, ein von der ganzen Gemeinde überzeugend vorgetragenes "Jauchzet und singet" unter dem Dirigat von Marc Bloch.
Und anschließend …
… war auch an das leibliche Wohl gedacht, es gab Döner, kalte und warme Getränke und jede Menge Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen.
Wer mochte, konnte sich am Ausgang eine, von den Jugendlichen vorbereitete, Notiz mitnehmen: Ein Vers jeweils, der von der Freude an und mit Gott Impulse für den Start in das neue Jahr gebe und gleichzeitig eine Erinnerung an den Gottesdienst sei, erklärte Michelle.
20 Jahre - Jubiläumsfreizeit Wangerooge
Abschließend noch ein Hinweis auf die Jubiläumsfreizeit. Sie findet vom 28. März bis zum 3. April 2026 statt. Es gibt noch freie Plätze. - „Wangerooge 2026 wird legendär: Jetzt anmelden und dabei sein“, so der Insidertipp. Anmeldungen sind über eure Jugendbeauftragten möglich.
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