Apostel René Follmann predigte über die Seligpreisungen im Rahmen eines inklusiven Gottesdienstes.
Am Sonntag, den 22. März 2026, feierten rund 250 Neuapostolische Christen einen inklusiven Gottesdienst in der Kirche Bad Oeynhausen. Apostel René Follmann predigte über die Seligpreisungen aus Matthäus 5,2–3 und betonte die Gleichheit aller Menschen vor Gott.
Der Gottesdienst begann mit der herzlichen Begrüßung der Besucher, darunter auch hörgeschädigte Gemeindemitglieder und der Gebärdenchor. Die Predigt wurde am Altar in Gebärdensprache übersetzt und in weitere Gemeinden der Gebietskirche Westdeutschland übertragen. Chor und Band von Faktor G gestalteten den Gottesdienst musikalisch mit.
Apostel Follmann erklärte das Bibelwort: „Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach: Selig sind…“ (Mt 5,2–3). Er sagte: Jeder Mensch ist anders. Gott liebt alle Menschen gleich. Wir Menschen neigen oft dazu, andere schnell zu beurteilen. Jesus aber zeigt uns, wie wir Gott verstehen und gut miteinander umgehen können.
Die Seligpreisungen erklärte er so:
- Leidtragende werden getröstet. Gott schenkt ihnen Hilfe und Verständnis. Als Mensch erlebt man Situationen die traurig stimmen, man kommt mit Situationen nicht klar, man fühlt sich unverstanden. Gott sendet dir Trost, in dem er dich erfreut, jemanden schickt der mit dir spricht, der Verständnis hat, weil er auch solche Situation schon erlebt hat.
- Sanftmütige sind geduldig und freundlich zu anderen. Sie schimpfen nicht sofort los, zeigen dem anderen Verständnis zeigen, haben immer ein liebes Wort für den Nächsten.
- Barmherzige kümmern sich um Menschen, die Hilfe brauchen. Wir kennen das Gleichnis Jesu vom barmherzigen Samariter. Er hat sich um den gekümmert, der verletzt war, hat ihn umsorgt, hat Sorge getragen das er wieder gesund wurde. Der Barmherzige ist immer bereit mehr zu tun als was erwartet wird.
- Reinen Herzens können Gottes Nähe erleben und an den Sakramenten teilnehmen. In einem jeden Gottesdienst dürfen wir unter die Sündenvergebung kommen, feiern das Sakrament des „Heiligen Abendmahls“ haben innige Gemeinschaft mir Jesus Christus. Gott macht ein reines Herz in uns ohne zu fragen, hat er oder sie das verdient, er tut es einfach aus Liebe zu dir und zu mir. Wir wollen uns mit reinem Herzen dem Nächsten zuwenden und ihm zeigen, dass wir ihm solche Nähe Gottes auch wünschen. Dann können wir Gott schauen, schon hier in manch einer Begegnung die außergewöhnlich ist, wo man denkt, dass kann kein Mensch machen.
- Friedfertige bringen Gottes Frieden in die Welt. Wir erleben um uns herum so viel Krieg und Elend. Wir erleben Unfrieden. Das macht die Menschen unglücklich. Gott schenkt dir seinen Frieden. Dieser Friede liegt in deinem Herzen und wir wollen diesen Frieden weitertragen. Hier sagt der Herr Jesu, sie werden Gotteskinder heißen. Wir sind Gotteskinder und bringen Frieden in unser Umfeld.
- Verfolgte um Gerechtigkeit erfahren göttliche Gerechtigkeit und das Himmelreich. Da erleben wir vielleicht, dass über uns gelacht wird, weil wir in die Kirche gehen. Da wird über uns schlecht gesprochen, weil wir beten. Da möchte man mit uns nicht zusammen sein, weil wir vielleicht Dinge nicht tun, die für andere selbstverständlich sind, weil wir die Gebote, die Gott den Menschen gegeben hat noch befolgen. Göttliche Gerechtigkeit wird uns in die Gemeinschaft mit ihm führen. Das ist das Himmelreich welches Jesus hier angesprochen hat.
Ev. Rockenfelder ergänzte in einfacher Sprache, dass Seligkeit auch in alltäglichen Glücksmomenten, in Familie, Freundschaft oder Gottesdiensten erfahrbar sei. Nach der Feier des Heiligen Abendmahls schloss Apostel Follmann den Gottesdienst mit Gebet und Segen.
Der Gottesdienst machte deutlich, wie Inklusion in der Neuapostolischen Kirche praktisch umgesetzt wird: Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Lebenssituationen werden aktiv in Liturgie und musikalische Gestaltung einbezogen. Mit dem Faktor G Chor und der Gebärdensprachdolmetschung wurde das Leitmotiv „Immer. Alle. Überall.“ lebendig.
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