Bad Oeynhausen. In der weihnachtlich geschmückten Kirche in Bad Oeynhausen fand am 11. Dezember 2024 ein Gottesdienst mit Apostel Denker auch für alle geladenen Glaubensgeschwister aus Vlotho und Bielefeld-Süd statt.
Als sozusagen vorweihnachtliches Geschenk wurden Priester Marcus Denker für die Gemeinde Bad Oeynhausen, Diakonin Martina Walkenhorst und Priesterin Marion Wacker für Gemeinde Bielefeld-Süd ordiniert.Der Gottesdienst stand unter dem Bibelwort aus Psalm 145, Vers 13: “Dein Reich ist ein ewiges Reich und deine Herrschaft währet für und für. Der Herr ist getreu in all seinen Worten und gnädig in allen seinen Werken.“
Gottes Segen
„Tochter Zion, freue dich,“ sang der gemischte Chor aus den Gemeinden Vlotho und Bad Oeynhausen. Durch die besondere Akustik der Kuppelarchitektur klang das Lied besonders freudig und angerührt ging Apostel Denker direkt auf das Stimmungsbild des Liedes ein: „Sicher sind Segenswünsche und Erwartungen an diesen Gottesdienst geknüpft.“ Der Segen Gottes sei aber nicht materiell zu verstehen: “Gott gibt Kraft und Hilfe. Gott sorgt für dich und mich ganz persönlich und wir fühlen, dass wir seine Kinder sind.“
Die Frage wäre aber auch, wie viel mir der Segen des Herrn wert sei. So sei der Streit Jakobs mit Esau, die aussichtslos verfeindet schienen, dadurch entschieden worden, dass Jakob mit Gott gerungen habe (1. Mose, 32.27): „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn!“ Das Treffen dieser biblischen Brüder habe dazu geführt, dass sie sich am Ende durch den Segen Gottes versöhnt hätten.
Das Warten auf das ewige Reich Gottes
Apostel Denker führte aus, dass das Warten auf etwas mit der eigenen Haltung zu tun habe. Im Wartezimmer eines Arztes wäre das Warten oft nervenaufreibend. Das Warten auf einen geliebten Menschen jedoch würde bereits im Vorfeld Freude auslösen.
„Unser Glaubensziel ist das zukünftige Reich Gottes,“ so der Apostel und zählte auf, in welchen Dimensionen man das Reich Gottes bereits in der Gegenwart finden könnte:
- Das Reich Gottes ist unter uns. Es ist schon da, aber wir Menschen müssen es erkennen.
- Jesus Christus hat durch seine Erdenzeit das Reich Gottes erlebbar gemacht.
- Wir erleben hier in jedem Gottesdienst ein Stück des Reiches Gottes und fühlen es schon hier.
- Das Reich Gottes wird durch Sakramente in der Gegenwart deutlich.
„Lasst uns an der Beziehung zu Gott arbeiten, Gott wird uns selber dabei helfen. Du kannst dich auf ihn verlassen!“ rief Apostel Denker der Gemeinde zu. Gott sei Verlässlichkeit, Liebe, voller Gnade und liebe alle Menschen ohne Bedingungen.
Der Türöffner für Gottes Segen
In seinem Predigtbeitrag verdeutlichte Bischof Thomas Wiktor der versammelten Gemeinde, dass der himmlische Vater ganz viel für uns Menschen tun wolle und könne. Er fragte: „Was kann ich tun, um den Segen herbeizuholen?“ und gab gleich die Antwort: “Lass den lieben Gott führen, wie er es für dich will. Er hat die meisten Möglichkeiten, wenn wir ihm Raum lassen.“ Es erfordere zwar Mut, sich einfach auf Gott zu verlassen. Aber Gott sei verlässlich, der Türöffner zu Gottes Segen sei, Gott zu vertrauen.
Verbindungen hertellen
Die Ordinationen der Diakonin Martina Walkenhorst, des Priesters Marcus Denker und der Priesterin Marion Wacker wurden durch den Chorvortrag mit dem Lied „Stellt euch in den Dienst des Herrn“ eingeleitet. In der Amtsansprache bat Apostel Denker die Ordinierten, die Verbindung zu den Amtsträgern und jeder Seele in der Gemeinde herzustellen. Ein Telefonanruf, ein kurzer Besuch, ein freundlicher Blick oder Händedruck reichten schon oft aus in dem Bewusstsein, dass der Herr Gott und Meister der Geschicke sei.
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