Bielefeld, 29.09.2024. Zu mittlerweile außergewöhnlicher Stunde, am Sonntag Nachmittag, um 16.00 Uhr, erwartete die Neuapostolische Kirchengemeinde Bielefeld-Mitte ihren Apostel Carsten Denker aus Minden. Großes war angekündigt, denn für den Kirchenbezirk Ostwestfalen-Lippe (OWL) sollte die erste Priesterin ordiniert werden. Außerdem erwarteten zwölf Seelen die Empfangnahme des Heiligen Geistes im Sakrament der Heiligen Versiegelung.
Die Spannung war schon beim Betreten des Gottesdienstraumes spürbar. Das Orchester der Gemeinde und der Gemischte Chor stimmten die nach und nach eintreffenden Besucher und Besucherinnen festlich ein.
Gottesdienst
Apostel Carsten Denker laß als Gottesdienstgrundlage aus Hebräer 13.2:
"Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt."
Zu Beginn wünschte er einem jeden, dass er Freude im Herzen habe, gerne in der Gemeinschaft sei und das Verlangen nach Gottes Wort habe. Er erläuterte, dass man mit Erwartungen in das Haus des Herrn gehen möge und schloss die Fragen an: "Was erwarte ich heute vom Gottesdienst? Was habe ich für Fragen in meinem Herzen? Wie kann Gott mir etwas Gutes tun?"
Fehlende Erwartung könne dazu führen, dass man sich im Gottesdienst nicht angesprochen fühle. Deshalb sei es wichtig, sich diese Fragen zu stellen. Wenn man mal nichts empfinde, solle man an sich arbeiten. Gott sei immer da und sein Wort sei immer lebendig und Kraft gebend. Ein jeder solle sich immer selbst überprüfen, ob er das sein Herz, seine Seele soweit aufmache, dass das Wort Gottes wirken könne. "Gehe ich mit der richtigen Vorbereitung in den Gottesdienst, dass Gott auch etwas an Deiner und meiner Seele tun kann?", fragte der Apostel. Wenn man ohne Verlangen und Wünsche in den Gottesdienst gehe, was solle Gott dann bewirken? Ein jeder solle sich im Vorfeld mehr mit dem Gottesdienst beschäftigen, ins Gebet gehen und sich heiligen. So könne eine jeder Gottesdienststunde segensreich sein
Engel an der Seite
Eingehend auf das Bibelwort zum Gottesdienst beschrieb Apostel Denker die Engel. Engel seien ein Teil der unsichtbaren Schöpfung Gottes. Die wesentliche Aufgabe der Engel sei es Gott anzubeten und seinen Willen zu tun und zu verkünden, seine Aufträge auszuführen. Engel könnten auch Menschen sein, die Gott den Gläubigen schickt. Gott trete über die Dienste der Engel mit den Menschen in Kontakt, was in der Bibel an etlichen Stellen beschrieben sei. Der Apostel beleuchtete das Geschehen um Maria, die Mutter Jesu, die durch einen Engel von dem Willen Gottes erfuhr. Sie habe dem Engel Glauben geschenkt und getan, was er gesagt habe.
Engel helfen den Menschen
Engel hätten auch eine praktische Aufgabe, nämlich den Menschen zu helfen. So habe es auch Lot erlebt, als die drei Männer zu ihm kamen und ihn vor der Vernichtung von Sodom gerettet hätten.
Engel gibt es in der Gegenwart
Apostel Denker erläuterte, dass es auch in. der Gegenwart Engel gebe. "Du, liebe Seele, bist ein Engel!", rief er den Glaubenden zu, "Gott ruft Dich, wenn er Dich als Engel braucht. Genauso kannst Du sicher sein, dass für Dich immer Engel zugegen sind!".
Die Aufgabe sei, in den kleinen Dingen, die Gott für einen jeden bereit halte, den Engeldienst zu erkennen, auch in dem Nächsten. Es sei auch ein Engeldienst, den Nächsten zu unterstützen, ihr/ihm zu helfen, für sie/ihn zu beten. Somit ermunterte der Apostel die Anwesenden, ein Engel zu sein. Ein jeder könne das, weil die Gabe des Heiligen Geistes in ihm wirke.
Evangelist Adomeit
Evangelist Jörg Adomeit, Leiter der Gemeinde Bielefeld-Mitte, unterstrich in seinem Predigtbeitrag die Gedanken zu der Gegenwart der Engel und bemerkte treffend, dass jeder gewillt sein müsse auch daran zu glauben.
Bezirksältester Martin Gehrke
Es war einer der letzten Gottesdienstbeiträge vor der Ruhesetzung des stellvertretenden Bezirksleiters. Es sei gar nicht immer so einfach, den Engel den Gott schicke zu erkennen. Manchmal komme einem ein Engel in den Weg, den man erst nach langem Nachdenken als solchen erkenne. Am Beispiel eines Wegbegleiters, den er zunächst als "Stinkstiefel" empfand, habe er gelernt, was es heiße: "Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst!". Das in der Situation nicht gerade einfach gewesen sei. Er habe daraus aber gelernt, zu versuchen zu verstehen, was Menschen bewege und sie veranlasse in bestimmter Weise zu reagieren. Es gehöre dazu, für sich selbst festzustellen, wo man selbst als Engel gebraucht würde. Das könne man schaffen, indem man es in das Gebet lege und um einen Impuls bete, zu erkennen, wo und wann man von Gott gebraucht würde.
Heilige Versiegelung
Nach der Freisprache von Sünden traten die Eltern mit ihren neun Kindern, sowie drei Erwachsene vor den Altar, um das Sakrament der Heiligen Versiegelung (Spendung des Heiligen Geistes) zu empfangen.
Diesen Augenblick bereitet der Kinderchor der Gemeinde mit einem Lied vor.
Nach einer Ansprache frage der Apostel zunächst die Eltern, ob sie bereit seien, ihre Kinder nach dem Glaubensbekenntnis der Neuapostolischen Kirche erziehen, sie zu lehren dem Herrn treu zu bleiben, und sie vorzubereiten auf die Wiederkunft Jesu Christi. Die Frage beantworteten die Eltern mit einem freudigen "Ja". Nun wandte er sich den Erwachsenen zu und frage sie, ob sie an Jesus Christus glaubten, sich zur Neuapostolischen Kirche bekennen würden und sich durch Wort und Sakrament auf Wiederkunft Jesu Christi vorbereiten lassen wollten. Auch sie stimmten zu. Darauf empfingen zwölf Seelen durch Handauflegung des Apostels im Gebet den Heiligen Geist.
Erste Priesterin in OWL
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls trat die Diakonin Verena vor den Altar, um das kirchliche Amt einer Priesterin zu empfangen.
Nach einem Lied des gemischten Chores richtete der Apostel seine Ansprache an die künftige Priesterin und wies auf die künftigen Aufgaben hin. Sie werde Gottesdienste halten, Menschen taufen, die Sündenvergebung aussprechen und weitere Segenshandlungen durchführen. Manche Aufgaben seien nicht nur mit Freude verbunden, aber notwendig. Nichts würde ohne Gottes Hilfe geschehen, dieser sei immer an seiner Seite. Er zitierte eine Bibelstelle aus 1, Samuel, wo es heißt:
"Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an."
Sie möge in ihrer neuen Aufgabe eine "Herzensguckerin" sein, so der Apostel.
Verena bejahte die Frage, ob sie bereit sei, das Amt als Priesterin anzunehmen, mit allen damit Verbunden Aufgaben und Pflichten.
Darauf empfing sie kniend und durch Handauflegung und Gebet das Priesterinnenamt.
Abschluss
Mit Gebet und Segen beendete Apostel Denker den Gottesdienst. Abschließend sang die versammelte Gemeinde gemeinsam das Lied 325 aus dem Neuapostolischen Gesangbuch: "Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen".
Jeder Anwesende hatte dann die Gelegenheit, der "neuen" Priesterin seine Segenswünsche entgegen zu bringen und sich von dem Apostel und den ebenfalls anwesenden Leitern des Bezirks OWL zu verabschieden.
Datenschutzeinstellungen
Mit Hilfe einiger zusätzlicher Dienste können wir mehr Funktionen (z.B. YouTube-Video-Vorschau) anbieten. Sie können Ihre Zustimmung später jederzeit ändern oder zurückziehen.
Datenschutzeinstellungen
Diese Internetseite verwendet notwendige Cookies, um die ordnungsgemäße Funktion sicherzustellen. Jeder Nutzer entscheidet selbst, welche zusätzlichen Dienste genutzt werden sollen. Die Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.
Einstellungen
Nachfolgend lassen sich Dienste anpassen, die auf dieser Website angeboten werden. Jeder Dienst kann nach eigenem Ermessen aktiviert oder deaktiviert werden. Mehr Informationen finden sich in der Datenschutzerklärung.
