Bielefeld-Ummeln. Am 2. November 2024 veranstaltete die Jugend des Bezirks Ostwestfalen-Lippe eine Andacht als Vorbereitung auf den darauffolgenden Entschlafenen-Gottesdienst. In diesem Rahmen wurden Spenden von den Besuchern gesammelt. Die Jugend entschied sich bereits im Vorfeld die Spendeneinnahmen zu teilen. Eine Hälfte sollte in die Jugendarbeit gehen und die andere Hälfte sollte für einen guten Zweck gespendet werden.
Der Wunsch war es, ein regionales Projekt in der Jugendhilfe zu unterstützen, bei dem das Geld gezielt genutzt werden kann. Erst kürzlich wurde in Bielefeld eine Notschlafhilfe für obdachlose Jugendliche eröffnet.
Der Vorschlag stieß auf Zustimmung von Seiten der Jugend und wurde als Spendenprojekt ausgewählt. Das „Nachtlicht“ wurde von der Diakonischen Stiftung Ummeln initiiert und richtet sich konkret an Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, die keinen Schlafplatz für die Nacht haben.
Sie können abends in die Petristraße nach Bielefeld kommen und werden dort von jeweils zwei Mitarbeitenden betreut. Sie bekommen die Möglichkeit sich zu duschen, zu waschen, etwas zu essen oder auch einfach mal mit einer Person zu sprechen. „Das Nachtlicht soll ein Schutzraum für Jugendliche sein, die nicht wissen, wo sie schlafen können“, so Kathrin Vogel, Fachleitung für stationäre Angebote bei der Diakonischen Stiftung Ummeln. Die Jugendlichen bleiben anonym und die Mitarbeitenden dienen lediglich als Weiterleiter oder Zuhörer.
In dem ursprünglichen Pastorenhaus der Petrikirche befindet sich nun eine Küche, ein Essraum, zwei Bäder und sechs Schlafräume für die Jugendlichen. Jeder bekommt ein eigenes Zimmer und auch die Geschlechter werden auf zwei Etagen getrennt.
So kann sich jeder geschützt und wohl fühlen, da unter anderem auch Drogen, Waffen, etc. vorher anonym in eine abschließbare Box abgegeben werden müssen. Morgens müssen die Jugendlichen ihre Betten abziehen, können noch etwas frühstücken und müssen dann das Haus wieder verlassen. Dadurch ist es nur etwas Kurzfristiges, wo sich die Jugendlichen aber trotzdem wohlfühlen sollen.
Mittlerweile nutzen durchschnittlich zwei bis drei Jugendliche pro Nacht diese Möglichkeit. Einige von ihnen waren schon öfter dort. Laut Statistik gibt es rund 20 Jugendliche ohne ein festes Zuhause in Bielefeld, die Dunkelziffer ist jedoch deutlich höher und auch sogenannte „Couchsurfer“ sind hier willkommen.
KathrinVogel zeigte Tim Niklas Tenger, Luca Gumbold und Michelle Wintzer bei der Spendenübergabe die Schlafstelle und berichtete von dem Projekt.
Die Spende in Höhe von 700 Euro wurde mit viel Freude und einem großen Dank aufgenommen. Axel Hanneforth von der Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung war bei der Übergabe ebenfalls anwesend und notierte sich unser Anliegen für einen Artikel auf der Internetseite der Diakonischen Stiftung Ummeln.
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