Bielefeld. Am Sonntag, dem 22.12.2024, fand in der Pflegeeinrichtung auf der Rosenhöhe in Bielefeld der vorerst letzte regelmäßige Gottesdienst statt.
Fast 30 Jahre wurden im Pflegeheim auf der Rosenhöhe regelmäßig Gottesdienste der Neuapostolischen Kirche abgehalten. Anfangs lebten in der Einrichtung mehrere neuapostolische Christen. Zuletzt war es nur noch eine Bewohnerin. Viele nahmen die Einladung zu den Segensstungen immer gern an und kamen als Gäste.
Letzter Gottesdienst
Der Gemeindeleiter und Vorsteher der Gemeinde Bielefeld-Ummeln, Evangelist Bert Michalowski, ließ es sich nicht nehmen, den letzen regulären Gottesdienst durchzuführen. Begleitet wurde er von Priester Wilfried Heiler, der seit der Übernahme der Versorgung der Rosenhöhe immer Ansprechpartner war. Außerdem waren einige Seelsorger gekommen, die aufgrund ihrer Tätigkeiten in der Vergangenheit ebenfalls eine besondere Beziehung zu dem Standort aufgebaut hatten.
Das Bibelwort aus Jesaja 42,9 bildete die theologische Grundlage für den Gottesdienst:
"Siehe, was ich früher verkündigt habe, ist gekommen. So verkündige ich auch Neues; ehe denn es sprosst, lasse ich’s euch hören."
Evangelist Michalowski beleuchtete in seiner Predigt die göttliche Verheißung, dass Jesus auf die Erde kommen werde. Diese Verheißung sei durch die Geburt Jesu erfüllt worden. So habe Gott auch dem Volk Israel verheißen, dass es von vielen Bedrängnissen befreit werden solle. Auch das habe er erfüllt.
Mit Jesus Christus sei der verheißene Erlöser erschienen der durch seinen Opfertod die Menschen von der Macht der Sünde befreit.
Rückblick
Priester Wilfried Heiler ging in seinem Predigtbeitrag auf die vielen Jahre auf der Rosenhöhe ein. Er berichtete von den Aufwendungen und jeweiligen Vorbereitungen der Gottesdienste. Der Raum für die Versammlungen habe in der ganzen Zeit auch mehrmals gewechselt. Urlaube seien so gelegt worden, dass der 14-tätige Gottesdienstturnus nicht beeinträchtigt war.
Dank
Im Anschluß dankte der Evangelist allen für die Mühen, die ein jeder auf sich genommen hatte, um Gottesdienste an diesem besondern Ort möglich zu machen. Allen voran Priester Wilfried Heiler.
Alle Anwesenden durften sich noch einen kleinen Schokoladennikolaus mit nach Hause nehmen.
Historie
In den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts begannen eifrige Gläubige aus der Neuapostolischen Gemeinde Bielefeld-Brackwede - heute Bielefeld-Süd - mit der Ausrichtung der Gottesdienste.
Sie fanden zuerst an jedem dritten Sonntag eines Monats Gottesdienste statt. Im Jahr 1998 wechselte die Zuständigkeit zu der Gemeinde Bielefeld-Ummeln.
Fortan wurden alle 14 Tage Gottesdienste abgehalten. Es gab immer mehr technische Aufgerüstung. Altersbedingt fiel es den Besuchern immer schwerer den Gottesdiensten zu folgen, da sie nicht alles verstehen konnten. Deshalb wurde zu jeder Veranstaltung eine Verstärkeranlage mit Lautsprechern aufgebaut. Später gab es sogar Funkkopfhörer.
Gottesdienstleiter
Die Rosenhöhe gehörte zu den regulären Gottesdienststandorten des Neuapostolischen Kirchenbezirks Bielefeld und nach der Fusion des neuen Kirchenbezirks Ostwestfalen-Lippe (OWL). Somit wurden für die Durchführung der Gottesdienste priesterliche Ämter aus allen Gemeinden eingeteilt.
Musik
Da Musik in Form von Klavier- oder Orgelspiel und Gesang nicht fehlen sollte, waren diejenigen, die Auftrag hatten, Gottesdienste durchzuführen, gebeten, Spieler und Sänger mitzubringen. Damit war die musikalische Begleitung der Segensstunden immer gesichert.
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