Bielefeld-Sennestadt. In der gerade frisch umgebauten Kirche in Bielefeld-Sennestadt fand am 21. September 2025 der Jugendgottesdienst unter dem Bibelvers aus 5. Mose 10,18-19 statt: „[Der Herr] schafft Recht den Waisen und Witwen und hat die Fremdlinge lieb, dass er ihnen Speise und Kleider gibt. Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland.“
Nach der Begrüßung leitete Priesterin Verena Küpperbusch mit einem Fragebogen zur persönlichen Reflexion über. Die Jugendlichen konnten für sich beantworten, wie sie sich in Zukunft verhalten können, damit sich niemand ausgeschlossen fühlt und was sie sich von anderen wünschen. Wer wollte, konnte die Fragen schriftlich beantworten oder eigene Gedanken während des Gottesdienstes notieren.
Cosima und Mette lasen anschließend aus 2. Könige 2,8-14. Die Lesung sagt aus, Gott gibt Mut und Kraft für neue Aufgaben. Auch wenn wir uns unsicher oder fremd fühlen, dürfen wir darauf vertrauen: Gott ist bei uns und rüstet uns aus.
Priesterin Verena führte weiter aus: „Wer hat sich schon einmal fremd gefühlt – unter Kollegen, in der Schule, im neuen Job oder besonders dann, wenn über Kirche und Glauben gelästert wird?“
Die Aufforderung „Tu du was“ wurde betont. Hilfswerke wie „Brot für die Welt“ oder „NAK-karitativ“ tun viel Gutes, bringen jedoch kein persönliches Zeugnis von Jesus. Es komme auf jeden Einzelnen an, Haltung zu zeigen.
In der Predigt von Priester Daniel wurde deutlich: Du bist Gottes Kunstwerk und sein Meisterstück – und der Fremde und der andere ebenso. Alle Menschen sind Gottes Geschöpfe. Wenn du Gott liebst, liebst du auch deinen Nächsten. Jesus macht keinen Unterschied, und Gemeinschaft hilft, Jesus in unserer Mitte zu erleben.
Zur Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl stand symbolisch ein leerer Stuhl vor dem Altar. Er machte sichtbar: Gott hat für dich Platz – und auch für die, die am Rand der Gesellschaft stehen. Gott hat für jeden Platz!
Die Botschaft des JuGo's war klar: Wir folgen dem Beispiel Jesu, indem wir unserer sozialen Verantwortung nachkommen. Gott ist der Beschützer der Waisen, Witwen und Fremdlinge. Jeder ist eingeladen, Haltung zu zeigen und Gottes Liebe im Alltag weiterzugeben.
Nach dem Gottesdienst wurde Holger Pohlmann aus dem Kreis der Jugend und Jugendbeauftragten verabschiedet. Er war über zehn Jahre Ansprechpartner, Seelsorger und Begleiter der Jugendlichen und hat sich immer mit ganzem Herzen für sie eingesetzt. Herzlichen Dank Holger!
Im Anschluss wurde Gemeinschaft gehalten bei vielen von den Jugendlichen zusammengetragenen Leckereien und Fingerfood.
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