Halle-Werther. Mit großer Vorfreude blickten die Gläubigen der Neuapostolischen Kirchengemeinde Halle-Werther auf den 26. Oktober 2025, denn Apostel Carsten Denker hatte seinen Besuch angekündigt. Für den Gottesdienst waren die Segensspendung zur Goldenen Hochzeit, aber auch eine Ruhesetzung geplant.
Dass Goldene Hochzeit gefeiert wird, konnten die eintreffenden Gottesdienstbesucher schon an dem wunderbaren und festlichen Altarschmuck erkennen. Die Goldhochzeit und die Ruhesetzung hatte viele Besucher in die Kirche in Halle gelockt. Die sechs Kinder des Jubelpaares, Margot und Bernd Nölke, mit ihren Kindern, sowie Freunde und Weggefährten waren zugegen. Auch Bischof Thomas Wiktor begleitete den Apostel.
Gottesdienst
Apostel Carsten Denker aus Minden, zuständig für den Kirchenbezirk Ostwestfalen-Lippe (OWL), legte dem Gottesdienst ein Bibelwort aus Markus 2. 3-5 zu Grunde:
"Und es kamen einige, die brachten zu ihm einen Gelähmten, von vieren getragen. Und da sie ihn nicht zu ihm bringen konnten wegen der Menge, deckten sie das Dach auf, wo er war, gruben es auf und ließen das Bett herunter, auf dem der Gelähmte lag. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben."
Der gemischte Gemeindechor, der den Gottesdienst mit seinen tollen Liedbeiträgen verschönerte, sang das Lied "Alles Leben strömt aus Dir".
Rufe mich an in der Not
Apostel Denker berichtete, dass momentan viele in schwierigen Situationen verschiedenster Art seien und drunter litten. Er habe die Bibel aufgeschlagen, um noch ein besonderes Wort zu bekommen, und er wurde auf Psalm 50.15 gelenkt:
"Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen."
Das sei ein Hinweis des großen Gottes für die Glaubenden in diesen Situationen, der sagt: "Rufe mich an! Vergiss mich nicht!"
"Lasst uns Gott nicht vergessen, ruf ihn an, sage ihm Deine Sorgen und alles, was Dich belastet und bedrückt! Und er wird Dich erretten!", rief der Apostel der Gemeinde zu.
Fürsorge
Carsten Denker erläuterte zu dem Bibelwort zum Gottesdienst, dass es um Fürsorge gehe. Dazu zeigte er drei Arten der Fürsorge auf:
Fürsorge für sich selbst. "Sorg für Deine Seele! Sie ist so wunderschön, Gott liebt sie und möchte sie so gerne auf ewig bei sich haben.", ermahnte der Apostel. Das ginge, wenn man immer die Verbindung zu Gott und dem Seelenbräutigam Jesus Christus suche.
Fürsorge für die Menschen im eigenen Umfeld. Man möge ein offenes Herz haben für die Sorgen und Probleme des Nächsten, und für ihn sorgen. Dazu nannte der Apostel das Gleichnis von dem barmherzigen Samariter. So wie der Samariter sich gekümmert habe, so sollten Gläubigen heutiger Zeit sich auch verhalten.
Fürsorge für die Seelen in der jenseitigen Welt. Apostel Denker bezog sich auf die Begebenheit aus dem Bibelwort: Die Freunde des Gelähmten hatten ungeheure Mühen auf sich genommen, um ihn zu Jesus zu bringen. "Wir wollen mit dem, was Gott uns an die Hand gegeben hat, unsere betenden Hände, ebenso fürsorgend für diese Seelen eintreten, dass sie Erlösung finden vor Gott, dass sie geheilt werden von ihren Seelenschmerzen oder mit welchen Empfindungen sie auch immer in die jenseitige Welt gegangen sind. Dazu bedarf es an allererster Stelle Deines Glaubens, dass Dein Gebet Macht hat. Wenn Gott Deinen Glauben sieht, wird der den Seelen auch helfen.", sagte der Apostel
Hilf meinem Unglauben
In seinem letzten Predigtbeitrag erwähnte Priester Bernhard Streiko die wesentlichen Punkte, die ihn bis dato durch die Zeit gebracht brachten.
Der Glaube sei ein wesentlicher Bestandteil, Glaube in jeder Situation. Dabei könne man erleben, das der liebe Gott wirkt.
Priester Streiko wies auf den Mann mit seinem kranken Sohn hin, der hoffte, dass Jesus in heile. Jesus bemerkte die Unsicherheit des Mannes und sagte zu ihm: "Wer glaubt, dem ist alles möglich!", worauf dieser sagte: "Ich glaube, hilf meinem Unglauben!" Diese Einstellung sei wichtig, um Werkzeug in der Hand Gottes sein zu können.
Naht Euch zu Gott
Im Jakobus 4.8 steht: "Naht Euch zu Gott, so naht er sich zu Euch!". Dazu ermunterte der Priester die Gemeinde und rief es auch in die jenseitige Welt. Es gelte für einen jeden, da sich dadurch ein Beziehung auftue, die funktioniere.
Das Gebet
Das Gebet sei sehr wichtig und man solle es schulen und anwenden, riet Priester Streiko. Er führte die biblischen Begebenheit um Tobias an. Dort habe der Engel Rafaël gesagt: "Als du, Tobit, hier gebetet hast und Sara in Ekbatana, da brachte ich euer Gebet vor die Herrlichkeit des Herrn." Auch die Gebete der Glaubenden würden vor den Thron Gottes getragen und hätten nachhaltige Auswirkung.
Zum Abschluss dankte er der Gemeinde für die liebevolle Aufnahme in seiner Amtszeit und entschuldigte sich für Dinge die gegebenenfalls nicht gut gelaufen seien.
Ruhesetzung
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls bat Apostel Denker den Priester Streiko vor den Altar und dankte ihm für die vielfältigen Mühen, die er in seiner Amtszeit von 43 Jahren auf sich genommen hatte. Er beauftragte ihn, weiterhin die kranken Glaubensgeschwister zu versorgen.
Goldhochzeit
Jetzt kam der große Moment, dem Goldpaar dem Segen zu spenden.
Ein Gesangsquartett hatte eigens für diesen Moment Lieder einstudiert, von denen sie nun eines zum Anhören brachten.
Dazu begrüßte Apostel Denker Margot und Bernd Nölke vor dem Altar. Er bekräftigte die Aussagen des vorgetragenen Liedes. Man wünsche es sich schon zu Beginn einer Ehe, dass Gott vor, hinter, über und rechts und links sei. Das hätten sie in Dankbarkeit erlebt und diese auch so zum Ausdruck gebraucht. Zu einem Ehejubiläum gehört auch ein Bibelwort, das der Apostel erbeten hatte. In Jeremia 32,41 steht:
"Es soll meine Freude sein, ihnen Gutes zu tun, und ich will sie in diesem Lande einpflanzen in beständiger Treue, von ganzem Herzen und von ganzer Seele."
"Die Bitte, die 50 Jahre in Euch stand: Herr sei einfach bei uns, hat Gott erhört.", stellte der Apostel fest. Und weiter: "Es ist ihm eine große Freude, Euch Gutes zu tun. Das möchte er Euch heute zeigen, indem er Euch ganz besonders segnet".
Apostel Denker ging noch einmal auf das bisherige gemeinsame Leben des Goldpaares ein, das mit vielen Herausforderungen gespickt gewesen sei, alleine schon durch die sechs Kinder und mittlerweile neun Enkelkinder. Aber genau das zeige den Segen Gottes. Gott sei immer an ihrer Seite gewesen und habe sie auch aus schwierigsten Situationen wieder heraus geführt. Sie hätten Gott immer mit ins Boot genommen und seien sich und ihm treu geblieben.
Die versammelten Gottesdienstteilnehmer erhoben sich und der Apostel spendete mit Gebet den Segen zur Goldenen Hochzeit.
Der Moment fand seinen Abschluss mit einem weiteren Liedvortrag des Sängerquartetts.
Gratulation und Abschied
Nach dem Dankgebet und Schlusssegen gab es noch ein Dankespräsent für den Ruheständler. Dem Jubelpaar konnte herzlich gratuliert werden und der Apostel mit dem ebenfalls anwesenden Bischof Wiktor verabschiedete sich von jedem einzelnen an der Tür.
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