Lippe-West. Am Sonntag, den 11. Februar 2024 besuchte Apostel Carsten Denker die Gemeinde Lippe-West. In diesem Gottesdienst führte er eine Versiegelung durch und setzte vier Amtsträger der Gemeinde in den Ruhestand. Die Gemeinde Bad Salzuflen war zu dem Gottesdienst mit eingeladen.
Als Grundlage für den Gottesdienst dienten die ersten beiden Verse des 150. und damit letzten Psalms: „Halleluja! Lobet Gott in seinem Heiligtum, lobet ihn in der Feste seiner Macht! Lobet ihn für seine Taten, lobet ihn in seiner großen Herrlichkeit!“
Zunächst ging der Apostel auf das vom Chor vorgetragene Lied ein: „Ich glaube fest, dass alles anders wird“. Er appellierte an die Gemeinde, fest im Glauben zu bleiben und an Wunder zu glauben. Auch Gott habe verheißen: „Siehe, ich mache alles neu“ (Off. 21,5). Es sei ein Beweis dafür, dass Gott Dinge ändern und neu machen kann. Wenn wir das dann erleben, können wir ihm danken und ihn loben.
Gotteslob – noch fester Bestandteil?
Damit ging Apostel Denker auf das Bibelwort über und sagte, dass unsere menschliche Natur eher zum Tadeln und Kritik üben geneigt sei und fragte die Anwesenden: „Ist Gotteslob noch fester Bestandteil bei dir?“ In dem Bibelwort heißt es, dass wir Gott loben sollen „in der Feste seiner Macht“. Gott sei überall und somit bedeute die Feste alles.
Er gab der Gemeinde viele Anregungen für Gründe zum Loben und Danken:
- für Gottes vollkommene Schöpfung
- für das Versprechen, bei uns zu sein bis ans Ende
- dafür, dass Gott uns auch im Leid nahe ist
- dass Jesus Mensch geworden und für uns gestorben ist
- dass Jesus unser Vorbild ist
- dass wir ein Glaubensziel haben dürfen
Lob und Dank mag nicht nur im Gottesdienst zum Ausdruck kommen, sondern auch zu Hause. Es sei Ausdruck zu einem innigen Verhältnis zu Gott, auf welches er seinen Segen legen kann.
Nach seiner Predigt bat der Apostel die beiden Priester, die in den Ruhestand gesetzt werden sollten, noch ein letztes Mal für einen Predigtbeitrag an den Altar.
Letzte Predigtbeiträge
Priester Lüdtke betonte, dass ihm in seinen 36 Amtsjahren der kindliche Glaube von hoher Bedeutung war. Er zitierte einen Vers aus dem Propheten Jesaja mit der Bitte, sich immer daran zu erfreuen, was Gott schaffe. Priester Lüdtke verglich das Leben mit einem Seemann, dessen Heimat der Ozean ist. So sei unsere Heimat auch nicht die Erde, sondern der Himmel, wo wir als Gläubige ein Bürgerrecht besitzen.
Priester Grabow ging auf die Worte von Pilatus ein, der fragte: „Was ist Wahrheit?“ (Joh. 18,38) und sagte, dass die Menschen immer auf der Suche nach der Wahrheit seien. Wir als Gläubige haben die Wahrheit in Jesus erkannt. Wie bei seinem Gleichnis vom 4-fachen Ackerfeld mag die Saat in unseren Herzen immer auf fruchtbaren Boden fallen. Zum Abschluss seines Predigtbeitrags ging er auf die über 50 Jahre währende Verbindung zu Priester Lüdtke ein und die gemeinsamen Erlebnisse.
Gib mir dein Herz
Nach der Sündenvergebung wurde ein Kind versiegelt. Der Apostel ging in seiner Ansprache auf das vom Chor vorgetragen Lied „Gib mir dein Herz“ ein und sagte, dass dies die Aufforderung Gottes an das Kind sei. Wir dürfen es ihm freiwillig schenken. Den Eltern gab er mit, die Gabe als Aufgabe zu sehen und das Kind im geistlichen Wachstum zu pflegen und ein Vorbild in der Liebe zu sein.
Über 100 Jahre Ehrenamt
In seiner Ansprache zu Ruhesetzung der beiden Priester und Diakone sagte der Apostel, dass man die insgesamt über 100 Jahre Amtstätigkeit nicht genug würdigen könne. Nur Gott kenne jeden Handschlag und er untermauerte diese Aussage mit einem Zitat aus den Sendschreiben der Offenbarung: „Ich kenne deine Werke“. Nach der Ruhesetzung beauftragte der Apostel die beiden Priester, auch weiterhin in der Bedienung der kranken Glaubensgeschwister tätig zu bleiben.
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