Lippe-West. „Neue Perspektiven, Vielfalt ohne Vorbehalte, eine Gemeinde mit Strahlkraft.“ - Die Freude in der neuen, großen Gemeinde sei zu spüren, so Apostel Carsten Denker anlässlich des Fusionsgottesdienstes der neuapostolischen Gemeinden Bad Salzuflen und Lippe-West. Am Sonntag, 21. Juli 2024 feierte er diesen besonderen Gottesdienst mit den Gläubigen beider Gemeinden in Lippe-West und ordinierte sechs Diakoninnen für die neue Gemeinde.
Jeder Gottesdienstteilnehmer wurde bereits an der Tür herzlich in Empfang genommen und erhielt ein farbenfrohes Bändchen für das Handgelenk, mit der Aufschrift: „Ich bin dabei.“
Gemeindeleiter, Evangelist Thorsten Dodt, und Lea gingen kurz vor dem Gottesdienst auf dieses Bändchen ein. Dazu griffen sie einige Gedanken des Stammapostels Jean-Luc Schneider auf, die der Frage nachgehen, warum Gläubige die Gottesdienste besuchen. Ihr Fazit: „Ich bin dabei. Aber viel wichtiger ist es: Gott ist auch dabei. Er ist bei dir und mir und mitten in unserer Gemeinde.“
Apostel Denker griff zu Beginn seiner Predigt den Gedanken der Gemeinschaft auf. Die Gemeinden seien in der vergangenen Zeit schon zusammengeschmolzen. Und jetzt sei die Fusion offiziell. Er motivierte dazu, gemeinschaftlich in der Gemeinde zu arbeiten, jeder könne sich einbringen und er wünschte den Gemeindemitgliedern, dass sie sich Neues mit guten, alten Werten, aber auch mit neuen Perspektiven aufbauen mögen.
Das persönliche Licht
Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort: „So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ (Matth 5,16)
„Das Licht für dich persönlich“, war ein Aspekt des Bibelwortes. Der Apostel führte dazu aus, dass das Licht Angst nehme, Sicherheit vermittele und Erkenntnis bringe. Gott könne dieses Licht durch sein Wort immer wieder neu anzünden und die Seele erwärmen.
Das Gemeindelicht
Ein weiterer Gedanke galt dem Licht der Gemeinde. „Ich möchte es einmal ganz speziell auf diese neue Gemeinde beziehen“, so Apostel Denker. „Wenn wir uns alle zusammentun, dann ist es eine große Strahlkraft, die von dieser Gemeinde ausgehen kann und die von außen gesehen wird.“
Gemeinschaft lasse sich nicht mathematisch errechnen. Sie habe immer etwas mit Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit zu tun. Es gehe darum, dem Nächsten ohne Vorbehalte begegnen zu können. „Lasst uns eine ehrliche und aufrichtige Gemeinschaft bilden“, so die Bitte des Apostels. Auch das strahle nach außen.
Ein weiterer Impuls war das Bild der Gemeinde als Leuchtturm, der ein helles Licht aussende. Das könne eine Orientierung sein für Menschen, die auf der Suche seien. Aber auch für Menschen, die schon einmal Teil der Gemeinschaft gewesen seien, doch vielleicht durch eine unüberwindbare Situation das Licht aus den Augen verloren haben.
Chancen nutzen
Bezirksältester Michael Block, Leiter des Kirchenbezirks OWL, äußerte seine Freude über die neue, große Gemeinde und hob in seinem Predigtbeitrag besonders die Chancen für eine weitere gute Entwicklung hervor.
„Wir haben viel für diesen Tag getan, jetzt können wir den Weg als eine Gemeinde gehen“, so Gemeindeleiter, Evangelist Thorsten Dodt in seinem Predigtbeitrag. Sein abschließender Wunsch: „Lasst unser Licht gemeinsam leuchten für unsere Gemeinde - in Demut, angstfrei und voller Liebe.“
Ordination und Bestätigung
Nach der Sündenvergebung und Feier des Heiligen Abendmahls ordinierte Apostel Denker die Glaubensschwestern Monika Blome, Stefanie Grahlmann, Birgit Kaiser, Sabine Kopp, Christina Schürmann und Manuela Seibel zu Diakonninnen und bestätigte die Amtsträger der Gemeinden Bad Salzuflen und Lippe-West für die neue Gemeinde.
PROFANIERUNG BAD SALZUFLEN
Am 28. Juli 2024 fand der letzte Gottesdienst im Kirchengebäude der NAK im Gerberweg 27 in Bad Salzuflen statt. Viele ehemalige Glaubensgeschwister, teils sogar aus dem Ausland, hatten sich auf den Weg gemacht, um ein letztes Mal an diesem Ort Gemeinschaft zu feiern.
Vor dem Gottesdienst begrüßte der Vorsteher, Ev. Dodt, alle Anwesenden. Zwei Jugendliche gaben Erläuterungen dazu, was Profanierung bedeutet und lasen markante Punkte aus der 99 Jahre alten Chronik der Gemeinde vor. Etwa 25 000 Gottesdienste gab es in der Stadt. Anschließend wurde eine Präsentation mit Ausschnitten aus der Chronik gezeigt, welche bei vielen Geschwistern Erinnerungen weckten.
Zu Beginn des Gottesdienstes dankte der Vorsteher zunächst allen Anwesenden herzlich für ihren Einsatz und ihr Engagement in der Gemeinde. Alles taten sie letztendlich für Gott, der das Verbindende für uns alle sei. Anschließend sang die Gemeinde das Lied Nr. 350 „Wohl mir, dass ich Jesum habe“. Dann ging der Vorsteher auf das dem Gottesdienst zu Grunde liegende Bibelwort aus 1. Joh. 3,1 ein und betonte die Gnade der Erwählung. Die Gotteskindschaft gäbe uns eine Perspektive für die Zukunft und setzt Jesus Christus immer wieder in unseren Lebensmittelpunkt. Er rief auf, auch immer wieder aus Liebe beim Nächsten einzukehren.
Co-Predigten
Priester Marschel, der früher zur Gemeinde Bad Salzuflen gehörte, war ebenfalls eingeladen und erwähnte in seinem Predigtbeitrag, dass jeder auf seine Art Abschied nehme. Neben Anekdoten aus der Vergangenheit ging er auf das Thema „Liebe“ ein, welches das verbindende Element zwischen Eltern und Kindern sei.
Den Abschluss des Predigtteils machte der Vorstehervertreter, Priester Päuser, welcher in die Gemeinde hineingeboren wurde und viele Jahrzehnte der Gemeinde angehörte. Die Gotteskindschaft setze uns in den Stand eines Erbschaftsverhältnisses mit Gott. In früheren Zeiten war es bedeutsam, wenn ein Kind einen angesehenen Vater hatte. Wir können so zu Jesus kommen wie wir sind. Unser Wert und unsere Würde kämen von Gott. So möge sich auch jeder in seiner zukünftigen Gemeinde angenommen fühlen. In der Vorbereitung zum Heiligen Abendmahl bat Evangelist Dodt darum, alles Trennende, was in der Gemeinde in der Vergangenheit eventuell geschah, in diesem Gebäude zu lassen und einen Schlussstrich zu ziehen.
Entwidmung
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls hob der Vorsteher, die in der Weihe vorgenommene Bestimmung des Kirchengebäudes als heilige Stätte göttlichen Wirkens auf. Zum Schluss wurden zwei Grußworte früherer Gemeindeleiter (Evangelist Buchholz und Bezirksältester Block) verlesen. Anschließend nahmen drei Glaubensschwestern die Abendmahlskelche entgegen und der Vorsteher mit der Altarbibel und die Schwestern mit den Kelchen verließen symbolisch das Kirchenschiff.
Nach dem Gottesdienst waren alle Teilnehmenden noch zu einem Brunch in den Nebenräumen eingeladen, wo in vielen Gesprächen Erinnerungen ausgetauscht wurden.
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