Lippe-West. Am Mittwoch, dem 11. Juni 2025, besuchte Apostel Carsten Denker die Gemeinde Lippe-West. Noch unter Eindruck des Pfingsterlebens des vergangenen Sonntags ließ der Apostel in seiner Predigt einige Gedanken des Stammapostels wieder wach werden, predigte über das Evangelium als tägliches Brot für die Seele und setze am Ende des Gottesdienstes den langjährigen Priester Schürmann in den Ruhestand.
Am vergangenen Pfingstsonntag durfte Apostel Denker live den Stammapostel-Gottesdienst in Wiesbaden erleben. Merklich beeindruckt von dem Festgottesdienst wiederholte er einige Kerngedanken und wünschte den Glaubensgeschwistern, dass diese Gedanken es wert seien, dass sie tief ins Herz fallen und weiterwirken.
Die Pfingstpredigt möge wie ein Same sein, der in die Herzen gepflanzt sei. Er möge wachsen und seinen Zweck erfüllen: dem Glaubensziel näherbringen. So etwas könne das Leben verändern. Der Apostel ging besonders auf den Punkt ein, dass der Heilige Geist die Wahrheit über Gott sagt. Gott sei nicht so, wie er im Alten Testament dargestellt werde. Der Apostel riet den Zuhörenden, nicht bei diesem alten Gottesbild stehen zu bleiben, sondern in Jesus den wahren Gott zu sehen. Die Gläubigen sollen sich mit dem Heiligen Geist, der die Wahrheit sagt, selbst sehen wie in einem Spiegel und nicht wie auf einem alten Foto. Gott sagt uns: „Ich liebe dich.“
Im zweiten Teil seiner Predigt ging der Apostel auf das dem Gottesdienst zu Grunde liegenden Bibelwort aus 2. Mose 16,4 ein. Das tägliche Manna der Israeliten war dazu da, ihren Glauben zu testen. Apostel Denker übertrug das Bild aus dem Alten Testament auf das Evangelium als tägliche Nahrung für unsere Seele. Sowohl für Lebensmittel und natürliche Gaben als auch für alle Wohltaten Gottes sollen die Glaubensgeschwister Gott danken und loben.
Wie das Manna täglich gleich war, können sich auch Themen in den Predigten wiederholen. Der Apostel sah darin die Gefahr eines zunehmenden Überdrusses und mahnte die Glaubensgeschwister, sich nicht von der reichhaltigen Speisekarte des Lebens locken zu lassen. Diese biete nur kurzfristige Freuden. Er warb darum, nach dem Wort Gottes hungrig zu bleiben.
Co-Predigt Priester Schürmann
In seinem letzten Predigtbeitrag blickte Priester Schürmann auf einige Erlebnisse seiner über 40-jährigen Amtstätigkeit zurück und betonte, dass er sich in den verschiedenen Gemeinden stets wohlgefühlt habe. Vom Altar in die Augen der Gemeindemitglieder blickend, erkannte er oft den Hunger der Glaubensgeschwister nach dem Gottes Wort.
Ferner ging Priester Schürmann auf den Gedanken des Überdrusses des Apostels ein und ergänzte, dass das Wort trotz möglicher Wiederholungen dennoch Kraft gäbe. Er riet den Glaubensgeschwistern, auf Gottes Wohltaten zu achten und fragte: „Welches Himmelsbrot schenkt dir Gott?“
Vorbereitung auf den Sakramentsteil
In seinen einleitenden Gedanken zu Sündenvergebung und Heiligem Abendmahl sagte der Apostel, dass es in diesem liturgischen Teil immer die gleichen Formulierungen gäbe, aber dass ein jeder dies im Licht der Gnade sehen möge.
Ruhesetzung
Nach dem Abendmahl setzte der Apostel den langjährigen Priester Bernd Schürmann in den Ruhestand. Er dankte ihm besonders für sein ehrenamtliches Engagement, dass er immer aktiv gewesen sei und als Seelsorger immer Herz und Ohren für die anvertrauten Glaubensgeschwister gehabt habe und bat ihn, diese Einstellungen beizubehalten. In der Ruhesetzung entband der Apostel den Priester von seinen Amtsaufgaben, beauftragte ihn gleichzeitig aber dazu, künftig auch das Heilige Abendmahl mit kranken Glaubensgeschwistern zu feiern, sowie das Abendmahl in der Gemeinde auszuteilen, sofern nicht ausreichend Priester vorhanden seien. Der Vorsteher und sein Vertreter überreichten Priester Schürmann anschließend einen Blumenstrauß als Dank der Gemeinde, sowie einen Präsentkorb mit gesunden Lebensmitteln aus dem Kreis der örtlichen Amtsträgerinnen und Amtsträger.
Schluss
Mit Gebet und Segen beendete Apostel Denker den Gottesdienst. Abschließend verweilten alle Anwesenden noch bei Kaltgetränken und Fingerfood im Foyer der Gemeinde und ließen den segensreichen Gottesdienst in der Gemeinschaft ausklingen.
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