Lippe-West. Am Sonntag, den 5. Oktober 2025 feierte die Gemeinde Lippe-West einen abwechslungsreichen Gottesdienst zu Erntedank. Als biblische Grundlage für den Gottesdienst diente der Vers: „Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn“ aus Kolosser 3,17.
Dienstleiter Priester Päuser ging zunächst auf das vorgetragene Lied des Chores („Herr, dein Wort, die edle Gabe“) ein und betonte, dass man die Kraft des Wortes Gottes nicht unterschätzen möge. Es ändert nicht sofort die Gefühle oder die Umstände bei Sorgen oder Problemen, sondern ist mehr als eine Information und beinhaltet wie bei der Schöpfung selbst die Kraft. Das könne gegen unsere Erwartungen und Hoffnungen stehen und somit eine Enttäuschung sein, dass Gott lediglich sein Wort gibt.
Als negatives Beispiel erwähnte Priester Päuser den Hauptmann Naamann, der sich über das ausgesprochene Heilungswort Elisas ärgerte und ihm nicht glaubte (2. Kö. 5,10f). Als positives Gegenbeispiel diente der Hauptmann von Kapernaum (Mt. 8,8). An diesem Erntedankfest sollen wir besonders für Gottes Wort und die darin enthaltende Kraft dankbar sein.
Im Hauptteil ging es zunächst um den Satzteil „im Namen des…“. Der Dienstleiter betonte, dass der Aussprechende lediglich der Vermittler und Ausführende sei und dass der Wille und die Billigung desjenigen dahinterstehe, der den Ausführenden autorisierte.
- „Im Namen des Volkes“ (Richter)
- „Im Namen des Gesetzes“ (Polizei)
- „Im Namen Jesu“ (Jünger heilen Kranke)
- „Im Namen Jesu“ (Dienstleiter bei Sündenvergebung)
- etc.
Wenn Paulus in dem Vers rät, alles im Namen Jesu zu tun, verschwimmt die Grenze zwischen Sonntag und Alltag und alles Reden und Handeln geschehe in Jesu Gesinnung.
Im Vorfeld hatte die Gemeinde ein Dankes-Alphabet ausgefüllt. Nach der Hauptpredigt stellte Glaubensschwester Jäger die Aufstellung gemeinsam mit den Kindern vor. In Form eines Interviews sensibilisierten sie die Gemeinde, achtsam auch für Kleinigkeiten des Alltags dankbar zu sein. Nach dem abstrakten und theologischen ersten Teil lockerte dieser Abschnitt den Gottesdienst auf und brachte die Gemeinde teilweise zum Schmunzeln.
Die Vorbereitung zum Sakramentsteil übernahm Diakonin Kopp. In ihrem Beitrag stellte sie das Wort „DANK“ als Akronym für Demut, Annahme, Nähe und Kraft vor und führte den Gedanken auf das Heilige Abendmahl fort.
Nach dem Gottesdienst stärkte die Gemeinde die Gemeinschaft noch bei einem ausgedehnten Brunch im Foyer der Kirche.
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