Bad Oeynhausen. Die Konfirmanden Amelie und Julian standen im Mittelpunkt des gesamten Gottesdienstes, als Apostel Carsten Denker am 21. April 2024 den Konfirmationssegen in einer festlich gestimmten und geschmückten Gemeinde spendete.
Am Altar waren zwei gasbefüllte, durchsichtige Luftballons aufgestellt, die durch die Raumluftbewegung sachte hin- und herschaukelten. Ein wunderschön anschauliches Sinnbild für junge Menschen, die die Verantwortung für ihr eigenes Glaubensleben übernehmen und dabei noch viel lernen können.
Ich bin der Weg
Der gemischte Chor eröffnete den Gottesdienst mit dem Lied: „Wo wär’ mein Glück, wenn du (Jesus) nicht bei mir ständest.“ Der Gottesdienst stand unter dem Bibelwort und Konfirmationsspruch aus Johannes 14 Vers 6: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“ Apostel Denker verwies auf den Refrain des Liedes „Kehr bei mir ein mit deinen reichen Gaben“ , indem er die Gemeinde und die beiden Jugendlichen Amelie und Julian aufforderte, sich auf das Wort Gottes einzulassen.
Wenn man selbst mutig sei, sich auf das Wort Gottes zu fokussieren, dann könne Gott ganz persönlich mit jedem von uns sprechen und unser Leben bereichern. „Das Bibelwort aus Jesu Mund kann uns Orientierung geben auf unserem Lebensweg!“ betonte Apostel Denker. Man müsse sich so oft entscheiden im Leben: welchen Beruf man ergreifen wolle, welchen Partner man auswähle. Als Entscheidungshilfe nannte er vier markante Lösungsansätze:
- Wege brauchen ein Ziel
- Welchen Weg wähle ich?
- Jesus ist der Weg, der zum Ziel führt!
- Als Christ sollte man nicht nur von dem Weg wissen, sondern sich auch vorwärts bewegen.
„Manchmal geht man im Leben Umwege, vielleicht sogar unnütze Wege,“ so der Apostel. Im Glaubensleben sei es genauso, aber man solle sich immer wieder selbst erinnern, dass Christen auf dem Weg in eine ewige Gemeinschaft mit Gott seien. Wichtig sei, genug über ein Ziel zu wissen. Wenn man nicht ausreichend wisse, wohin ein Weg gehen könne, würde der Weg schwer. So seien die Unterrichte in den vergangenen Jahren als Wissensvermittlung über das Glaubensziel anzusehen.
Er erinnerte daran, dass man nicht sofort ein perfekter Autofahrer sei, wenn man die Fahrprüfung geschafft hätte. Man benötige die Erfahrung und so sei es auch mit der Konfirmation. „Als mündige Christen fangt ihr an, auf dem Weg Jesu zu gehen. Jesus gibt Sicherheit,“ betonte Apostel Denker.
Ich bin die Wahrheit
Es sei gesellschaftsfähig geworden, so Apostel Denker, dass man sogenannte „Notlügen“ äußere, wenn man sich selbst durch die Wahrheit schaden würde. Da sei es schön, Menschen um sich zu haben, denen man vertrauen könne. Jesus sage immer die Wahrheit und deshalb bat er Amelie und Julian, sich für den Herrn zu entscheiden.
Ich bin das Leben
„Jesus hilft auch weiter bei persönlichen Entscheidungen,“ erläuterte Apostel Denker. Man brauche keine Angst zu haben, etwas zu verpassen, denn der Segen Gottes würde das Leben mit allem Notwendigen ausfüllen. Er zitierte aus der Bergpredigt Jesu Matthäus 6, Vers 33: “Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch alles andere zufallen!“
Jesus, die Lebensnavigation
Den Wortbeitrag von Hirte Olaf Lohmeier leitete der Männcherchor mit dem Lied „Dankt für Gottes starke Hand, der uns trägt und hält,“ ein.
Olaf Lohmeier berichtete, das sein Navigationsgerät im Auto in hin und wieder versage. Jesus sei aber wie eine Navigation des Lebens, die niemals versage und immer zum Ziel führe. Der Hirte wies auf die Wichtigkeit eines Konfirmationswortes hin. Es führe durch das ganze Leben und er selbst wolle das heutige Bibelwort als sein eigenes übernehmen und anwenden. Leben sei Bewegung, so der Hirte und deshalb rief er den beiden Konfirmanden zu: „Mach mit, sei dabei!“
Sei authentisch, „be real“
„Das Leben will ausprobiert werden,“ so der Konfirmandenleher Roland Scholz. Dabei sei nicht immer alles „eitel Sonnenschein“ und viele Gemeindemitglieder könnten ganz sicher berichten, dass der Lebensweg mit Jesus nicht einfach sei. Aber die Gemeinde solle der sichere Hafen sein, in dem man sich wohl fühlt und gerne hingeht. Er forderte die Gemeinde auf, echte Christen zu sein. „Wo Christus drauf steht, da muss auch Christus vorhanden sein!“ und den Konfirmanden versicherte er: “Jesus steht an deiner Seite!“
Wieso, weshalb, warum...
„Jesus bleib’ in meinem Leben,“ sang der Chor zur Vorbereitung der Konfirmationsansprache. Apostel Denker bat die Konfirmanden, neugierig zu bleiben und ließ den Slogan: “Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum...“ von den Konfirmanden ergänzen. Vieles sei nicht von selbst verständlich und deshalb könnten jederzeit Eltern, Lehrkräfte oder Amtsträger gefragt werden.
Der Männerchor sang das philosophisch anmutende Lied: „Alles dreht sich im Kreis auf dem Karussell des Lebens“ von J.P. Fröhlich und weiteren Komponisten und Autoren.
„Leben heißt Erinnerung an Freude und an Leid, an den Zauber, die Magie des Augenblicks…“. Ein wunderschönes Lied für den Anfang des Glaubensweges von Amelie Denker und Julian Theuner und ein schöner Schlusspunkt des Gottesdienstes.
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