Bad Oeynhausen. Am 18. Mai 2025 feierte die Gemeinde mit allen Gästen und der Familie die Konfirmation von Cornelius Schröder.
Der Hirte und Vorsteher der Gemeinde Olaf Lohmeier gestaltete den Gottesdienst mit dem Bibelwort aus dem Brief des Paulus an die Philipper 2, Vers 4: „ ..und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem anderen dient.“
Christsein bedeutet, am Gegenüber orientiert zu sein
Zunächst sprach Olaf Lohmeier den Konfirmanden direkt an und wünschte ihm, dass er sich sein Leben beruflich und privat nach seinen Wünschen und Begabungen in der Zukunft gestalten könne. Aber jede menschliche Gemeinschaft, die Gesellschaft, der Staat und die Gemeinde benötige das Einbringen eines jeden Mitglieds. Er erzählte als Beispiel aus einer Geschichte, in der es um eine Familienfeier ging. Jeder Gast habe als Geschenk etwas Wein mitbringen sollen, um es in ein Fass zu schütten, aus dem dann alle etwas bekommen sollten. Leider hatte die überwiegende Mehrheit der Beteiligten nur Wasser in das Fass gegossen, so dass am Ende eben auch nur der Geschmack von Wasser zu verspüren gewesen sei. Anhand dieser Geschichte könne man verstehen, so der Vorsteher, dass jeder etwas einbringen müsse, was allen dienen könne.
Was dient dem anderen?
Die Aufgabe eines jeden Christen sei, den Nächsten so zu tolerieren und niemanden auszugrenzen, so Olaf Lohmeier. Da sei es oft nicht einfach, sich zum Christsein zu bekennen und mitfühlend einzugreifen. Es komme auch immer auf die richtige und der Situation angemessene Hilfe an. Er verdeutlichte diese Aussage mit dem vollständigen Zitat aus Matthäus 25, Vers 35 bis 40, in dem von den verschiedensten Bedürftigkeiten der Menschen gesprochen wird und mit dem Ergebnis endet:..“ Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“
Ich möchte gern ein Segen sein
Mit diesem stimmungsvollen Lied bereitete der Gemeindechor die Co-Predigten vor. Priester Jörg Vogelsang sprach an, dass Cornelius auch im Rahmen der Konfirmationsvorbereitung einmal bei Glaubensgeschwistern gewesen sei, die ein Kleinkind zu versorgen hatten. Cornelius habe sich rührend um das Kleine gekümmert. In Bezug auf das Christsein könne man sagen, dass man ohne Christus es nicht hinbekomme, sich um den Nächsten zu kümmern. Der Co-Prediger Markus Denker rief der Gemeinde und dem Konfirmanden zu:“ Bei allem, was du tust, prüfe es - denn dann bist du als Christ unterwegs.“
Hab Mut
Die Diakonin Anja Hellenbrecht las aus einem Brief des Stammapostels Schneider vor und der Chor eröffnete die feierliche Handlung der Konfirmation mit dem Lied “Mit dem Herrn fang alles an… Mut wird dir der Helfer senden…“. Dieses Lied griff Olaf Lohmeier bei seiner Ansprache auf und meinte, dass unbedingt Mut dazu gehöre, wenn man Christ sein und es öffentlich bekennen wolle. Er überreichte einen gläsernen Briefbeschwerer, durch den man auch vergrößert lesen könne, so der Vorsteher. Zum Lesen und Erkennen gehöre aber immer Licht. Wenn man mit dem Herzen gut sehen wolle, dann brauche es ein inneres, göttliches Licht. Die Konfirmandenlehrerinnen Lara Oesker und Anja Hellenbrecht überreichten den Brief des Stammapostels und alle Glück-und Segenswünsche.
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