Bielefeld-Brake. Am Sonntag, den 28. Juli 2024, erhielten der Vorsteher der Gemeinde Bielefeld-Brake, Dirk Siggemann und seine Frau Karla, im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes den Segen zu ihrer Silberhochzeit. Der Gottesdienst und die Handlung wurden durch Bezirksältesten Martin Gehrke durchgeführt.
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus 1. Johannes 3,1 zugrunde: „Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen - und wir sind es auch! Darum erkennt uns die Welt nicht; denn sie hat ihn nicht erkannt.“
Der Bezirksälteste führte dazu unter anderem aus, dass jeder Mensch von Gott gesehen und geliebt wird, völlig unabhängig von seiner Einstellung, Lebensweise oder auch Konfession. Auch Menschen, die glauben, es gäbe ihn nicht oder sie brauchten keinen Gott, seien von Gott geliebt. Nach christlichem Verständnis sei Gott der Schöpfer aller Dinge und so sei es selbstverständlich, dass er seine Geschöpfe liebe.
Priester Marcel Hirsch verglich in seiner Co-Predigt die Liebe Gottes mit einer internen Stellenausschreibung. An dieser könne man an den gewünschten Voraussetzungen bzw. Anforderungsmerkmalen oftmals erkennen, ob bereits jemand für die Stelle vorgesehen sei. Dies sei bei Gott ganz anders, er sei großzügig und stelle keine speziellen Anforderungen an den Menschen, der sich ihm zuwendet.
Nach Sündenvergebung und Heiligem Abendmahl sowie einleitendem Chorgesang wandte sich der Bezirksälteste an das Silberpaar. Zunächst ging er auf den Begriff der Großzügigkeit aus der Predigt ein und bescheinigte beiden ein großzügiges Herz und ein großzügiges Haus zu haben, in welchem man jederzeit willkommen sei. Auch hätten sie großzügig über die Schwächen und kleinen Fehler des Partners hinweggesehen. Beide seien sehr selbstständige Menschen und hätten dies in segensreicher Weise in das gemeinsame Leben eingebracht und weiterentwickelt. Des Weiteren führte er aus, er habe vor einiger Zeit vor einem Bambusstrauch gestanden und sich gewundert, dass die gerade und schön gewachsenen Stängel in regelmäßigen Abständen Verdickungen zeigten, was nicht besonders ansehnlich sei. Er habe sich informiert und erfahren, dass diese Verdickungen der Stabilität der Stäbe dienen, und bezeichnete sie als Wachstumsknoten. Er verglich diese Knoten mit Sorgen, Problemen und Krisen des Lebens, die nicht schön seien und die sich niemand wünsche. Auch eine Ehe habe mit Problemen zu kämpfen, die aber, gemeinsam angegangen und überwunden, der Stabilität des gemeinsamen Lebensweges dienen. Zum Schluss gab er beiden das Wort aus Galater 5,13.14 mit auf den weiteren gemeinsamen Lebensweg „… sondern durch die Liebe diene einer dem andern. Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort erfüllt: »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!«“.
Umrahmt wurde der Gottesdienst von vielen Chorliedern und Musikstücken. Darüber hinaus trug der eigens für das Silberpaar zusammengestellte Männerchor zum Abschluss das Lied vor: „Mögen Engel euch begleiten”.
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