Bielefeld-Brake. Am Sonntag, 16.3.2025 erhielten die Eheleute Ingrid und Hartmut Wendischhoff den Segen zur Diamantenen Hochzeit in der Gemeinde Bielefeld-Brake.
Der Gottesdienst, den der Gemeindevorsteher Priester Dirk Siggemann durchführte, stand unter dem Bibelwort aus Jakobus 5, Vers 11:
„Siehe, wir preisen selig, die erduldet haben. Von der Geduld Hiobs habt ihr gehört und habt gesehen, zu welchem Ende es der Herr geführt hat; denn der Herr ist barmherzig und ein Erbarmer.“
Geduld
Priester Siggemann führte aus, dass wir als Menschen oft bereits bei Kleinigkeiten mit Ungeduld reagieren würden, so z. B. im Straßenverkehr oder im Wartezimmer einer Arztpraxis. Wir neigten dazu, uns dann sofortige Ablenkung zu verschaffen, indem wir das Handy zur Hand nähmen oder zu einer Zeitschrift greifen würden. Es sei schwer, Wartezeiten auszuhalten. Wieviel mehr Geduld sei erforderlich, wenn es um Anfechtungen ginge, wie sie Hiob auszuhalten hatte.
Selbst diesem sei auf seinem Leidensweg irgendwann die Geduld ausgegangen, dennoch habe der Herr ihn gesegnet.
Irrglaube und Anfechtung
In seiner Co-Predigt ging Priester Marcel Hirsch näher auf das Thema Anfechtungen z.B. durch Irrlehren ein.
Viele Menschen seien der Ansicht, dass materieller Reichtum und Gesundheit Zeichen von Gottes Segen seien. Glaube also automatisch zu Erfolg im Leben führen würde.
Ebenso könne der Glaube vorherrschen, dass alle Menschen gerettet würden, unabhängig davon, ob sie an Jesus glaubten oder nicht.
Beide Vorstellungen widersprächen jedoch biblischen Aussagen. Es sei somit entscheidend, diese Irrlehren als Anfechtungen zu erkennen und sich davon nicht beirren zu lassen.
Er wandte sich auch an das Jubelpaar und bezeichnete beide als „liebevollen Teil der Gemeinde“ und damit als ein Vorbild für alle.
Segen zum Ehejubiläum
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls wurde die Segenshandlung durch das vom Chor vorgetragene Lied „Habe deine Lust am Herrn…“ vorbereitet.
Priester Siggemann betonte zu Beginn seiner Ansprache, dass dies der Trauspruch des Ehepaares gewesen sei und stellte zugleich die Frage: „Wie habt ihr 60 Jahre geschafft?“ Er empfinde 60 Jahre als sehr lange Zeit. Da müsse man sich trotz etlicher Belastungen schon sehr auf die schönen Momente konzentriert haben.
Er berichtete, dass sich die beiden im Waldbad Quelle kennengelernt hätten. Dies sei zur damaligen Zeit ein sehr beliebter Treffpunkt für die Jugendlichen gewesen. Danach gefragt, wer von beiden wen zuerst angesprochen habe, behauptete jeder von sich, es gewesen zu sein.
Er bezeichnete sie als perfektes Paar und gab ihnen ein Wort aus Hebräer 10, Vers 24 mit auf den weiteren Lebensweg: „...und lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken“. Dies Wort sei bewusst in die Zukunft gerichtet. Beim Achthaben und Anspornen gehe es nicht um alltägliche Kleinigkeiten, sondern darum, die Energie in Haus, Familie und Kirche zu investieren und damit zu liebevollen Taten anzuspornen.
Nach der Segensspendung wurden die Gottesdienstteilnehmer durch das auf Klavier und Querflöte vorgetragene Lied „Jesus bleib in meinem Leben Weggefährte, guter Freund“ erfreut.
Zum Abschluss sang die ganze Gemeinde das Wunschlied des Paares: „Lobe den Herren…!“
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