OWL/Enger-Spenge. Es war ein besonderer Sonntag, der 2. März 2025, an dem sich die Kinder im Alter von 6-9 Jahren des Kirchenbezirks Ostwestfalen-Lippe in der Gemeinde Enger-Spenge versammelt hatten. Am jeweils ersten Sonntag in den Monaten März, Juli und November wird in den Gemeinden den Neuapostolischen Kirche ein Gottesdienst für Entschlafene gefeiert.
Mehr zu diesem besonderen Gottesdienst erfahren Sie auf nac.today. Auch den Kindern im Grundschulalter soll das Entschlafenenwesen der Neuapostolischen Kirche altersgerecht nähergebracht werden.
Die Kinder basteln eine Trage für einen kranken Menschen
Vor dem Gottesdienst schrieben die Kinder ihren Namen auf ein Namensschild und klebten ein buntes Pflaster dazu. Dann konnten sie auf kleine Holzfiguren ein Gesicht malen und dem Figürchen einen Mantel umlegen. Anschließend legten die Kinder das Figürchen in eine Trage, die aus mittlerweile ausgedienten Gesichtsmasken gestaltet wurden.
Im Gottesdienstraum war der Altar besonders geschmückt. An den Seiten hingen blaue lange Tücher. Daran durften die Kinder ihre Figuren in der Trage aufhängen. Noch konnten die Kinder nicht verstehen, warum sie die Figuren in den Altarschmuck einbringen sollten.
Begegnung mit Jesus am Teich Betesda
In einem kleinen Rollenspiel erlebten die Kinder eine biblische Begebenheit, in der ein Mann 38 Jahre am Teich Betesda lag und auf Heilung hoffte. Wenn ein Engel Gottes das Wasser bewegte, wurde derjenige wieder gesund, der zuerst im Wasser war. Als Jesus ihn liegen sah und vernahm, dass er schon so lange krank war, fragte er den Mann: „Willst du gesund werden?“ Der kranke Mann erzählte, dass er niemanden habe, der ihm in das Wasser helfen könne. Jesus sprach zu dem Mann: „Steh auf, nimm dein Bett und geh hin.“ Sofort wurde der Mensch gesund und nahm sein Bett. Er konnte wieder laufen und dankte Gott im Tempel. Er berichtete voller Freude den Menschen, dass Jesus ihn wieder gesund gemacht hatte.
Diesseits und Jenseits
Das Bibelwort aus Psalm 107, 19.20 lautete: „Die dann zum HERRN riefen in ihrer Not und er half ihnen aus ihren Ängsten. Sie schrien zum Herrn in ihrer Not, der rettete sie aus der Todesangst (Gute Nachricht Bibel)“
Bezirksältester Michael Block erklärte den Kindern zunächst den Unterscheid zwischen „Diesseits“ und „Jenseits“. Diesseits ist die Welt, in der wir leben, in der wir uns sehen. Das Jenseits ist die Welt, in der die Seelen der Menschen sind, die schon verstorben sind. Wir sehen die Seelen oder das Jenseits nicht. Und doch gibt es das Jenseits. So wie Luft, die wir nicht sehen, aber atmen können. Und Gefühle, die nur wir empfinden können.
Die Menschen konnten direkt selbst erleben, wie Jesus den Menschen nahe war, ihnen freundlich begegnete und ihnen Heil versprochen hat. Viele Menschen hatten sich taufen lassen und waren Jesus nachgefolgt. Diese Menschen machten sich nun Sorgen, wie die Menschen, die bereits verstorben waren, auch bei Jesus Heil finden konnten. So kamen sie auf die Idee, dass sie für die Menschen im Jenseits beten konnten und sich für die Menschen taufen ließen.
Und genau das machen wir heute auch noch. Wir beten für die Menschen im Jenseits, damit sie sich auch wünschen, Jesus zu begegnen und ihn zu lieben, so wie Jesus alle Menschen liebt.
Heiliges Abendmahl
Evangelist Michalowski erklärte den Kindern, dass ein Kräuterbonbon gegen Kratzen im Hals oder ein Pflaster bei kleinen Wunden helfen kann. Aber man muss es nicht nur wissen, sondern auch machen.
Aber es gibt Dinge, da helfen kein Kräuterbonbon und kein Pflaster. Zum Beispiel gegen sie Sünden. In Weisheit 16,12 aber steht geschrieben: „Denn es heilte sie weder Kraut noch Pflaster, sondern dein Wort, Herr, das alles heilt.“ Das Wort Gottes während der Sündenvergebung befreit uns von den Sünden. Das gilt für uns im Diesseits, aber auch für die Seelen im Jenseits.
Gebet für die Entschlafenen
Nach der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahls sangen die Kinder gemeinsam mit den Eltern und Lehrkräften eine Einladung in das Jenseits: „Gott ist die Liebe, lässt mich erlösen. Gott ist die Liebe, er liebt auch mich.“ In dem Gebet bat der Bezirksälteste, dass alle Seelen, die es wünschen, den Weg zu Gott und Jesus Christus finden und dort Heil erfahren können.
So war den Kindern deutlich geworden, was mit den Figürchen in den Tragen gemeint war. Mit unseren Gebeten helfen wir den heilsbedürftigen Seelen, dass sie die Nähe Gottes finden.
Abschluss
Nach dem Gottesdienst bekamen zwei Geburtstagskinder ein Ständchen gesungen, die Kinder, die im Sommer die Schule wechseln wurden verabschiedet, weil sie ab dem Sommer den KiGo 10-14 besuchen dürfen.
Abschließend wurden die mitgebrachten Leckereien für die anstehende Rückfahrt vernascht.
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