Bad Oeynhausen. Am Samstagabend, 28. Februar 2026 fand in der Kirchengemeinde eine musikalische Andacht anlässlich des Gottesdienstes für Entschlafene am 1. März 2026, statt. Neben 70 Kirchenbesuchern vor Ort verfolgten 320 Haushalte live über IPTV und Youtube aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Portugal die Andacht. Durch das Programm führte Gemeindedirigent Andre Walkenhorst, in Chorleitung unterstützt durch Co-Dirigent Alexander Heickel.
Musik und Wort – Boten von Licht, Liebe und Hoffnung
Allein durch das warme Licht eines Kerzenmeeres und zwei Deckenspots wurde der Altarraum und der Altar selbst an diesem Abend erhellt. Dieses durch die Dunkelheit leuchtende Licht stimmte die Gäste auf die Gedenkstunde ein. Es umrahmte auch die Musikschaffenden, die zu diesem Anlass hinter und vor dem Altar ihre Beiträge präsentierten. Ein Sonderchor (ehrenamtliche Sänger des Gemeindechores), der Frauen- und Männerchor der Gemeinde, der Instrumentalkreis sowie Klavier- und Orgelbegleitung stimmten auf den am folgenden Tag stattfindenden Gottesdienst für Entschlafene ein.
Zu Beginn begrüßte Chorleiter Andre Walkenhorst alle Gäste, besonders die online angeschlossenen Zuschauer aus den Niederlanden, Österreich und Portugal. Er verdeutlichte, dass im Entschlafenen-Gottesdienst an die „(…) Verstorbenen in Frieden, aber auch unerlöste Seelen, welche unfreiwillig aus dem Leben gerissen wurden“, gedacht wird.
Andre Walkenhorst hob die Wirkung der Musik in den Vordergrund. Die Musik soll eine Brücke sein, eine Verbindung mit den „Seelen im Jenseits“ schaffen und „unser Herz öffnen“. Über Grenzen hinweg, könne die Musik dort wirken, wo Worte allein „nicht mehr tragen“. Gottes Nähe ist in allen Lebenslagen erlebbar und seine Gnade grenzenlos – seine Verheißung sei: „(…) es gibt ein Wiedersehen“.
Der Chorleiter hob die Bedeutung unseres Fürbitten – Gebetes hervor: Wir wollen für die Entschlafenen im Gottvertrauen um „(…) Frieden, um Versöhnung, um neues Licht“ bitten. Wir bitten „zugleich um die Stärkung für uns“, dass „Trost wirklich Trost wird, dass Hoffnung wirklich Hoffnung wird“.
Priester und Vorsteher der Kirchengemeinde Hiddenhausen Jens Oesker sprach im Folgenden ein Gebet.
Gebet in Fürbitte -Einladung zum Heil
Der erste Teil des Konzertes beschäftigte sich mit Liedern über die Bedeutung und die Gegenwart Gottes, ausgedrückt durch die Chorlieder „Ziehe deine Schuhe aus“ und „Hier ist der Weg“. Um diese Wichtigkeit zu erkennen, braucht es in der gegenwärtigen Zeit betende Hände, die Hoffnung schenken, durch die Dunkelheit führen („Betende Hände“).
Gnade und Zuversicht durch Christus
Der zweite Teil der musikalischen Andacht beschäftigte sich mit dem Frieden und der Zuversicht, die unsere Seelen ausfüllen können (u.a. „Herr, den ich tief im Herzen trage“, „Meine Seele ist stille in dir“), wenn wir Gott in unser Leben lassen und für unseren Nächsten eintreten („Kein Wörtlein geht verloren“).
Gedenken an die Entschlafenen
Andre Walkenhorst schickte der folgenden Schweigeminute zur Andacht an die Verstorbenen ein paar Gedanken voraus: Neben allen Menschen, die wir kennen, neben den in Frieden gestorbenen, solle besonders an die Namenlosen gedacht werden – denn „Gott kennt sie alle“.
Auch das Bekenntnis im Gebet sei wichtig. Ein Bekenntnis zu Gott, der heilt, aufrichtet und Türen öffnet. Andre Walkenhorst appellierte: „Lasst auch uns den Mut als Vorbilder haben, die Versöhnung zu wollen – mit Gott, miteinander, mit uns selbst.“
Frieden in Gott
Der dritte Teil der Andacht brachte durch Lieder wie „Wohin soll ich mich wenden“ und „So wie ich bin“ zum Ausdruck, dass alle Menschen die Gewissheit haben dürfen in ihrer Unvollkommenheit zu Gott zu kommen und Ruhe und Frieden für die Seele zu finden.
Es folgte ein Schlussgebet durch Priester i. R. Uwe Gladbach.
Im Anschluss an die Andacht bedankten sich zahlreiche Besucher sichtlich gerührt bei Andre Walkenhorst. Für viele war sein Wunsch, den er zu Beginn geäußert hatte, in Erfüllung gegangen:
Die musikalische Andacht für die Entschlafenen war eine „Hoffnungsmusik, die das Herz weit macht“.
Der Jenseitsglaube der Neuapostolischen Kirche
Neuapostolische Christen glauben daran, dass Verstorbenen geholfen werden kann. Die durch das Opfer Christi erwirkte Erlösung ist nicht nur auf die Lebenden beschränkt, sondern reicht bis in die Bereiche der jenseitigen Welt. Dies ist die Grundlage für die Gottesdienste am Entschlafenen-Sonntag.
In den Gottesdiensten, die dreimal im Jahr vom Stammapostel und den Bezirksaposteln oder von ihnen beauftragten Aposteln durchgeführt werden, können Verstorbene die Sakramente der Kirche empfangen. Stellvertretend für die Entschlafenen nehmen zwei Amtsträger der Kirche die Sakramente Heilige Wassertaufe, Heilige Versiegelung und Heiliges Abendmahl entgegen.
In allen weiteren Gemeinden wird in diesen Gottesdiensten der Entschlafenen in besonderer Weise gedacht. In persönlichen und gemeinsamen Gebeten wenden sich die Gottesdienstteilnehmer in Fürbitte an Gott und anempfehlen die Toten seiner gnädigen Allmacht.
Mehr Informationen unter
https://www.nak-west.de/glaube/lehre/katechismus?id=a377a04c-3596-490b-ae6d-788a1a061ca8
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