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Bezirksapostel Rainer Storck besucht Ostwestfalen-Lippe

 

Bielefeld-Mitte. Am Mittwoch, dem 11. Oktober 2023, besuchte Bezirksapostel Rainer Storck den Neuapostolischen Kirchenbezirk Ostwestfalen-Lippe (OWL) und hielt einen Gottesdienst in der Gemeinde Bielefeld-Mitte.

Im Beisein von Bezirksapostelhelfer Stefan Pöschel, Apostel Carsten Denker sowie den Bischöfen Peter Johanning und Michael Eberle betrat der Bezirksapostel am Mittwochabend die "Mensa" in der Großen-Kurfürstenstraße, die während des Umbaus des Kirchengebäudes als Versammlungsstätte der Gemeinde dient. Auch zugegen war die gesamte Leitung des Kirchenbezirks OWL nebst vielen Gemeindeleitern und deren Vertretern.

Eingeladen waren ebenfalls die Nachbargemeinden Bielefeld-Schildesche und Bielefeld-Ost.

Der Bezirksapostel diente nach einem Bibelvers aus Matthäus 25.3:

"Die törichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit."

Dieser Bibeltext war Grundlage für alle Gottesdienste, die an diesem Mittwochabend stattfanden. Bezirksapostel Storck wies darauf hin, dass es sich um einen Bibelkundegottesdienst handle, wie er in regelmäßigen Abständen in den Abendgottesdiensten durchgeführt werde.

Wirf Dein Anliegen auf den Herrn

Zunächst ging er aber auf das gerade vorgetragene Lied des Chores ein:

"Wirf Dein Anliegen auf den Herrn, er wird Dich versorgen."

Rainer Storck griff dabei drei Punkte heraus: "Anliegen, werfen, versorgen".

Für jemanden ist ein Anliegen etwas Ernstes und Wichtiges. Oft ist es eine Situation, die man selber nicht ändern kann und man vertraut sich jemand anderem an mit der Bitte um Hilfe und in der Hoffnung, dass das Anliegen in dem Sinne gelöst wird, wie man es sich wünscht und meint, dass es gut für einen ist. So werden oft Anliegen im Gebet an Gott herangetragen, manchmal schon über Jahre und Jahrzehnte und es geschieht nicht das, was man sich wünscht.

Der Psalmist rät, das Anliegen auf den Herrn zu werfen. Der Bezirksapostel veranschaulichte: "Wenn man etwas wirft, dann lässt man es los, übergibt es einem anderen, also dem Herrn." Damit tröstet und ermuntert der Psalmist: "Er wird Dich versorgen".

Diese Versorgung ist nicht immer die Erfüllung der Wünsche oder die Änderung der Situation und Umstände. Versorgung ist, was der Herr den Gläubigen gibt, was sie brauchen nach Seele, Geist und Leib, um zurecht zu kommen.

Bibellesung

Diakonin Verena Küpperbusch las nun aus Matthäus 25.1-13, um die Anwesenden in das Thema des Bibelkundegottesdienstes einzuführen.

Fünf Kluge, fünf Törichte

Rainer Storck stellte das Gleichnis der klugen und törichten Jungfrauen zunächst in den biblischen Zusammenhang.

Er erläuterte dann, dass es sich um zehn Jungfrauen handelte, die vielleicht sogar gleich gekleidet waren und alle hätten Lampen und Gefäße bei sich getragen. Alle warteten auf den Bräutigam und wollten ihm entgegen gehen. Es wäre kein Unterschied zwischen ihnen festzustellen gewesen, was auf klug oder töricht hätte hindeuten können. Erst als der Ruf ertönte, dass der König kommt und sie sich aufmachten, ihm entgegen zu gehen, hatten die Klugen ausreichend Öl, die Törichten nicht.

Alle Neuapostolischen Christen in der versammelten Gemeinde in Bielefeld-Mitte hätten die gleichen Voraussetzungen. Sie würden sich zu Gott und Jesus bekennen, wären getauft und mit dem Heiligen Geist versiegelt. Somit gebe es keinen Unterschied. Die Sakramente des Heils zu empfangen sei eines. Sie zu entwickeln sei etwas anderes.

Was ist das Öl?

Das sich Auseinandersetzen mit dem Wort der Predigt, das bewusste Wollen, Nachfolger Jesu zu sein und über sich nachzudenken, die eigenen Fortschritte zu reflektieren, sei das Öl.

Ganz am Ende werde deutlich, wer ausreichend Öl gesammelt habe, was für die letzte Wegstrecke erforderlich sei.

Er ermunterte die Gemeinde, alles anzunehmen, was Gott schenke, damit die Heilswirkungen der Sakramente wirken könnten.

Apostel Stefan Pöschel

Bezirksapostel Storck bat Apostel Pöschel nun noch um einen kurzen Predigtbeitrag.

Dieser ging noch einmal auf den Anfang der Predigt des Bezirksapostels ein. Er erläuterte, dass es kein Automatismus sei, die Anliegen auf den Herrn zu werfen und zu erwarten, dass dieser sie nach den persönlichen Wünschen regeln würde. Es bedürfe vielmehr eines Lernprozesses zur tieferen Erkenntnis, dass Gott das Beste für jeden einzelnen beschlossen habe und er die Situationen regle. Frieden und Harmonie mit Gott sei dann möglich, wenn man seinen Frieden mit Gott und dem eigenen Schicksal gemacht habe. Das sei die Voraussetzung.

Bezogen auf das Gleichnis der klugen und törichten Jungfrauen führte er aus, dass dieses keine Warnung, sondern ein Hinweis sei, denn alle könnten zu den Klugen gehören. Man solle sich darauf einstellen, also des eigenen Glaubens leben, der das schöne Fundament der Sakramente habe. Es sei wichtig, die Hinweise aufzunehmen und umzusetzen, die aus der Predigt kommen.

Abschied

Es folgte die Feier des Heiligen Abendmahls, Dankgebet und Schlusssegen.

Nach dem letzten Lied des Chores konnte sich ein jeder von den Seelsorgern persönlich verabschieden.

15. Oktober 2023
Text: Uwe Goldstein
Fotos: Uwe Goldstein

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